Besser schlummern

Gewichtsdecke: Fördern schwere Bettdecken guten Schlaf?

Eine Gewichtsdecke kann die Lösung für Einschlafprobleme sein. Studien zeigen, dass sie das Gefühl einer Umarmung erschaffen und für Entspannung sorgen.

Kann eine Gewichtsdecke tatsächlich zu einem ruhigeren Leben führen? Schwere Bettdecken stehen aktuell hoch im Kurs, wenn es um Stressabbau, Angstbewältigung und ruhigen Schlaf geht. Doch lohnt sich der Kauf dieser teuren Schlafhilfe auch wirklich?

Was ist eine Gewichtsdecke?

Der Hauptunterschied zu einer normalen Bettdecke ist die Befüllung. Therapiedecken sind mit Mikroglaskugeln gefüllt, die das Gewicht erhöhen. Damit die Kügelchen beim Schlaf nicht stören, sind sie strategisch vernäht. Beim Schlafen verteilt sich das Gewicht dann gleichmäßig entlang des Körpers. Dadurch stellt sich ein Gefühl einer Umarmung während des Schlafens ein. Außerdem lässt sich bei den meisten Modellen der Bezug leicht abnehmen und waschen.

Ein erholsamer Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. (Symbolbild)

Hohes Maß an Entspannung

Ziel des Ganzen ist die Erdung des Körpers. Mehrere Studien haben bewiesen, dass ein Gefühl der Umarmung das Hormon Oxytocin bei Schlafenden freisetzt. Dieser Gefühlszustand senkt den Blutdruck, verringert die Herzfrequenz und erzeugt ein Gefühl der Entspannung.

Hilfe bei Schlafstörungen und Angstzuständen

Der beruhigende Druck einer schweren Therapiedecke kann dabei helfen, angstbedingte Schlaflosigkeit zu verhindern. Dabei setzt die tiefe Berührungsdruckstimulation zwei Gehirnchemikalien frei, die Depressionen, Stress und Angst lindern.

Mit diesen zehn Tricks werden Sie nie wieder schlecht schlafen

Zwei Frauen trinken Kaffee
Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten. © Josep Suria/Imago
Frau wacht auf
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und herwälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es „umarmen“. © Tanya Yatsenko/Imago
Wecker
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus. © kvkirillov/Imago
Frau trinkt Wein
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen. © Sofiya Garaeva/Imago
Frau schläft
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun. © Vasily Pindyurin/Imago
Frau hält Kissen vors Gesicht
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan. © Sofiya Garaeva/Imago
frau massiert ihre wade nach einem nächtlichen wadenkrampf
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern. © Rolf Kremming/Imago
Paar liegt im Bett
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen. © AndreyPopov/Imago
Tasse mit Baldrian-Tee
Tipp 9: Manche schwören auch auf einen Schlummertrunk, um schneller ins Land der Träume abzutauchen. Begehrt sind vor allem Teesorten wie Baldrian- oder Hopfentee, weil sie schlaffördernde Wirkung entfalten sollen.  © O. Diez/Imago
Frau macht Yoga
Tipp 10: Entspannungsübungen lassen Körper und Geist zur Ruhe kommen. 15 Minuten entspannende Yoga-Übungen, Mediation oder autogenes Training können Ihnen so helfen, den Tag hinter sich zu lassen und schneller einzuschlafen.  © Imago

Den Körper erden

Die Erdung des Körpers im Schlaf kann positive Auswirkungen auf den Cortisolspiegel haben. Die Senkung des Cortisols verbessert im selben Zuge den Blutzuckerspiegel, den Herzrhythmus und den Blutdruck.

Einschlafhilfe

Die schweren Decken sind zudem eine gute Hilfe, um das im Körper schlummernde Hormon Melatonin freizusetzen. Eine Therapiedecke kann die Ausschüttung des Schlafhormons unterstützen. Zusätzlich fördert dieses Gadget nicht nur das Einschlafen, sondern verbessert auch noch die Schlafqualität.

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Schmerzlinderung

Auch für Personen mit chronischen Schmerzen kann eine Gewichtsdecke eine wohltuende Einschlafhilfe sein. In Kombination mit therapeutischen Behandlungen könnte eine mit Kugeln befüllte Decke die entscheidende Tiefdrucktherapie sein, um den Schlaf etwas schmerzfreier zu machen. (jok/spot)

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