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Sie können nicht ohne Mittagsschlaf? Schlafforscher verrät, welche Dauer ein Powernap nicht überschreiten darf

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Rente, Studium und auch Homeoffice machen ihn möglich: den täglichen Mittagsschlaf. Selbst im Büro betreiben Menschen Powernapping. Doch es gibt eine Faustregel.

Ihr Mittagsschläfchen ist Ihnen heilig? Mit dieser Einstellung sind Sie nicht allein. Viele schwören auf die Ruhephase nach dem Mittagessen. Kurz regenerieren und dann mit vollem Tatendrang die nächste Aufgabe angehen: Das ist das Ziel vieler Mittagsschläfer. Doch nicht immer gelingt das. Manchmal wacht man wie gerädert auf und würde am liebsten noch stundenlang liegen bleiben. Woran das liegt, hat Schlafforscher Albrecht Vorster im Interview mit dem Südwestrundfunk (SWR) erläutert. Der mehrfache Science-Slam-Gewinner und Buchautor ist Biologe und forschte unter anderem am Universitätsklinikum in Bern zum Thema Schlafverbesserung*.

Vorster zufolge liegt das Geheimnis eines guten Mittagsschlafs in der Zeitspanne. Wer zu lange schläft, riskiert andauernde Müdigkeit – den ganzen Nachmittag lang.

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Ein Schläfchen tagsüber tut gut – wenn es nicht zu lange dauert.

Der perfekte Mittagsschlaf: „Wenn wir länger als 20 Minuten schlafen, dann fallen wir in den Tiefschlaf“

„Wenn wir mittags nur 15 Minuten schlafen, dann fallen wir nur in den Leichtschlaf“, so der Schlafexperte Albrecht Vorster. Dieser führt dem Biologen zufolge dazu, dass wir uns erholen und besser konzentriert sowie leistungsfähiger sind in den kommenden drei Stunden nach dem Mittagsschlaf. „Wenn wir aber länger als 20 Minuten schlafen, dann fallen wir tatsächlich in den Tiefschlaf. Das ist tatsächlich erholsamer, aber gleichzeitig geht unser Kreislauf, unser Puls, unsere Atmung komplett mit runter“, so Vorster. Das Problem an der Tiefschlafphase am Tage: Man braucht deutlich länger, um wieder in Schwung zu kommen. Es kann bis zu drei Stunden dauern, bis man sich wieder fit fühlt, erklärt Vorster im SWR-Interview.

Ein Mittagsschlaf soll nicht nur „auffrischende“ Wirkung entfalten. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll sinken, wenn man sich nach dem Essen aufs Ohr legt. So zitiert das Ärzteblatt aus einer Metaanalyse, die dem Mittagsschlaf herzschützende Wirkung* nachsagt. Doch nur der Mittagsschlaf, der nicht länger als eine Stunde dauert, würde sich eher herzschützend auswirken, informiert das Ärzteblatt. Längere Schlafphasen tagsüber würden das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck bis Herzinfarkt eher erhöhen, heißt es weiter. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Rubriklistenbild: © William Perugini/dpa

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