Gesundheitsratgeber

Warum kalte Füße im Bett gefährlich sein können

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Kalte Füße im Bett sind nicht nur unangenehm, sie können unter Umständen auch gefährliche Ursachen haben.
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Wer nachts ständig friert oder kalte Füße hat, sollte unbedingt den Ursachen auf den Grund gehen. Denn es können auch gesundheitliche Probleme dahinterstecken

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Gerade in der kalten Jahreszeit besonders unangenehm, aber auch den Rest des Jahres nicht schön: eisig kalte Füße im Bett. Vor allem ein Phänomen bei Frauen, da sie aufgrund der geringeren Muskelmasse weniger Wärme erzeugen und diese vor allem bei der Durchblutung der Extremitäten „eingespart“ wird. Da wandern die Eiszapfen-Zehen gerne mal zum Partner rüber. Und ohne Wärmflasche geht gar nichts, wenn man (oder Frau) nachts zum Frieren neigt.
Welche Ursachen hinter dem Phänomen „kalte Füße“ stecken können, warum auch Männer davon betroffen sind und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen für kalte Füße: niedriger Blutdruck (Hypotonie) & Kreislaufschwäche

Wie die Apotheken Umschau berichtet, gehören niedriger Blutdruck bzw. eine Kreislaufschwäche zu den häufigsten Ursachen für Eis-Zehen im Bett. Gründe, die Sie unbedingt abklären lassen sollten!
Aber auch ein gefährliches Symptom könnte eine gesundheitliche Ursache für kalte Füße und Hände sein.

Wichtig ist, dass ein Mediziner abklärt, um welche Form der Hypotonie es sich handelt.
Denn bei niedrigem Blutdruck unterscheidet man zwei Arten:

  1. Essenzielle Hypotonie: ist unangenehm, aber in der Regel harmlos, kommt häufig bei sehr schlanken jungen Frauen oder großen jungen Männern sowie Senioren vor.
  2. Sekundäre Hypertonie: kann u. a. durch Herzprobleme, Nervenstörungen oder Stoffwechselkrankheiten (z. B. Diabetes) oder Hormonstörungen verursacht werden – hier besteht medizinischer Handlungsbedarf.

Die Symptome für niedrigen Blutdruck können zusätzlich zu ständig kalten Füßen und Händen – sogar unter einer dicken Kuscheldecke in Bett – belastend sein: Gerade beim Aufstehen leiden Betroffene häufig unter Flimmern vor den Augen, Schwindel, Benommenheit und sind auch nach ausreichend Schlaf müde, antriebslos und haben Konzentrationsschwierigkeiten. Sogar Herzklopfen und innere Unruhe können auftreten.
Gerade im Winter sind dann Wärmedecken ohne Strom willkommene Begleiter. Laut Stiftung Warentest lassen sich mit Heizdecken sogar Strom- und Energiekosten sparen! Menschen mit niedrigem Blutdruck können so für wohlige Wärme im Bett oder auf dem Sofa sorgen – und auch die Füße profitieren davon.

Gefäßerkrankungen als Ursache für kalte Füße

Die Apotheken Umschau berichtet weiter, dass Erkrankungen der Gefäße eine häufige Ursache für kalte Füße sein können – und diese sollten unbedingt behandelt werden!
Gesellen sich zu kalten Hände und Füßen auch noch blau-rot verfärbte Finger oder auch Zehen, könnte es sich um das sogenannte „Raynaud-Syndrom“ handeln. Auch hier bringt der Besuch beim Facharzt Gewissheit und Klarheit, um welche Art des Raynaud-Symptoms es sich möglicherweise handelt:

  1. Primäres Raynaud-Syndrom: betroffen sind vor allem jüngere Frauen zwischen 15 und 40 Jahren; für diese Gefäßstörung, vor allem in den Fingern, aber auch in Zehen und Füßen gibt es keine ursächliche Erkrankung.
  2. Sekundäres Raynaud-Syndrom: hiervon können Frauen und Männer aller Altersstufen betroffen sein, Ursache sind oft neurologische Erkrankungen wie das Karpaltunnelsyndrom oder Multiple Sklerose, aber auch Rückenmarkstumoren und Autoimmunleiden wie Bindegewebeerkrankungen (Kollagenose) und rheumatoide Arthritis können kalte Hände und Füße verursachen.

Neben dem Raynaud-Syndrom spielt laut Apotheken Umschau auch die Gefäßerkrankung Arteriosklerose eine wichtige Rolle, wenn es um die Ursachenforschung bei kalten, kribbelnden Füßen geht. Ein Gefäßspezialist muss hier abklären, ob zunehmende Ablagerungen und Verengungen in den Gefäßen als Ursache für die Symptome infrage kommen. Wer viel raucht, sich wenig bewegt und etliche Pfunde zu viel auf den Rippen hat, zählt zur Risikogruppe. Sind bei Ihnen Blutfettwerte oder Blutdruck erhöht oder leiden Sie unter Diabetes könnte das ebenfalls zu Gefäßerkrankungen führen – und somit indirekt auch mit kalten Füßen zu tun haben.

Kalte Fäße durch Vitaminmangel?

Tatsächlich könnten das nächtliche Frieren und die eiskalten Füße und/oder Hände auch in einem Mangel an Vitaminen begründet liegen. Eine Ursache, die unbehandelt langfristig zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Ein Magnesiummangel, aber auch zu wenig Vitamin B 12 führen unter Umständen zu kalten Füßen. Doch warum?
Magnesiummangel kann langfristig Durchblutungsstörungen verursachen, die wiederum zu kalten Füßen führen. 
Vitamin B 12 ist für die Bildung roter Blutkörperchen zuständig. Gibt es aufgrund eines Vitamin B 12-Mangels zu wenige, wird weniger Sauerstoff im Körper transportiert und die geringere Durchblutung führt zu Frieren.

Ist die Schilddrüse der Auslöser für kalte Füße im Bett?

Kalte Füße können eines von vielen Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion sein.

Die Schilddrüse ist die „Schaltzentrale“ für den menschlichen Hormonhaushalt. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann lange unentdeckt vor sich hin schlummern. Doch bleibt die sogenannte Hashimoto-Thyreoiditis unbemerkt und damit auch unbehandelt, geht die Produktion der Schilddrüsenhormone immer mehr zurück. Zu den Symptomen gehören unter anderem auch kalte Füße und Hände, doch da die Anzeichen so sind vielfältig sind, müssen sie unbedingt von einem Endokrinologen abgeklärt werden.

Typische Symptome für eine Schilddrüsen-Unterfunktion sind:

  • Kälteempfindlichkeit, kalte Hände und Füße
  • Müdigkeit Erschöpfung
  • Gewichtszunahme, die sich durch eine Diät verschlimmert
  • Haarausfall, trockene, blasse Haut & spröde Nägel
  • Starke Regelbrutung
  • Infektanfälligkeit
  • Häufige Kopfschmerzen

Was tun gegen kalte Füße im Bett?

Kalte Füße beim Schlafen sind keine Seltenheit. Doch dagegen können Sie aktiv vorgehen.

Wer über einen längeren Zeitraum von Monaten eiskalte Füße hat, sollte dies aus den oben genannten Gründen unbedingt medizinisch abklären lassen.
Zusätzlich haben Sie aber immer die Möglichkeit, selbst aktiv gegen dieses unangenehme Phänomen vorzugehen.

  • Naheliegend aber immer efffektiv: Schlafen mit Socken
  • Bringen Sie den Kreislauf in Schwung: Ausdauersport wie Joggen, Radfahren und Schwimmen pushen den Blutdruck und fördern die Durchblutung – bis in die Zehen.
  • Kneippanwendungen, Wechselduschen, der Besuch der Sauna (mit anschließend kalter Dusche) oder Trockenbürsten fördern Durchblutung, stärken den Kreislauf und das Immunsystem.
  • Verbessern Sie die Pumpfunktion der Beinvenen mit Gymnastikübungen wie Kniebeugen, auf die Zehen wippen aber auch Treppensteigen.
  • Geizen Sie nicht bei der Bettdecke: hochwertige Winterbettdecken, am besten Modelle mit Spezialeinlage gegen kalte Füße, können bei kalten Füßen im Bett kleine Wunder bewirken.
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