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„Nicht abwarten“: Wie Azubis trotz Corona ihre Ausbildung schaffen können

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Wer jetzt eine Ausbildung absolvieren möchte, hat es im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten deutlich schwerer. Eine Expertin verrät, wie Lehrlinge trotzdem das Beste daraus machen.

Die Ausbildung soll junge Berufsanfänger fit für den Job machen. Doch die Corona-Pandemie* erschwert es jungen Menschen überhaupt eine Lehrstelle zu finden.

Weniger Ausbildungsplätze durch Corona – zu wenig Arbeit

Aufgrund der schwächelnden Wirtschaft und anhaltender Kurzarbeit werden seit der Corona-Krise in vielen Bereichen weniger Lehrstellen besetzt. Den betroffenen Betrieben mangelt es schlicht an Arbeit. „Ich habe ja nicht einmal durchgehend einen Meister hier, der die Lehrlinge anleiten kann“, bestätigt zu Beginn des letzten Ausbildungsjahres ein Zulieferbetrieb aus Rheinhessen gegenüber tagesschau.de.

Auch in den besonders stark betroffenen Branchen wie der Gastronomie oder Hotellerie, im Friseurhandwerk, im Maschinenbau und in der Betriebstechnik dürften es Bewerber schwer haben. Besonders gut stehen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz dagegen in Handwerksberufen, wie eine Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) zeigt.

So läuft die Bewerbung um Ausbildungsplätze ab

Auch der Bewerbungsprozess um eine Ausbildung läuft während der Pandemie etwas anders ab: Durch die Corona-Maßnahmen finden Bewerbungsgespräche* jetzt oft kontaktlos per Videocall statt, etwa via Skype, Google Meet oder Teams. Tipps zu Online-Bewerbungen, Lebenslauf und Anschreiben finden Azubis in unserer großen Bewerbungsübersicht.

Wie finden Jugendliche eine Ausbildung zu Corona-Zeiten?

Ausbildungsplätze finden angehende Lehrlinge am besten über Jobsuchmaschinen, in denen sie gezielt nach der Traumausbildung suchen können, oder in der eigenen Stadt vorhandene Ausbildungsplätze finden. Ausbildungsbetriebe schalten aber auch immer noch gerne Zeitungsannoncen. Wer den Anzeigenteil der lokalen Tages- oder Wochenzeitungen durchforstet, wird hier ebenfalls fündig.

Ausbildung in der Corona-Krise: Nur im Homeoffice?

In der Corona-Pandemie bemühen sich die Ausbildungsbetriebe, unter den vorherrschenden Bedingungen, den Lehrlingen eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Wo die Ausbildung nicht in Präsenz stattfinden kann, arbeiten die Auszubildenden von Zuhause aus. „Bei vielen jungen Menschen kommt es gut an, wenn sie sich online austauschen können, und trotzdem eine Präsenzzeit angeboten wird. Soweit die Hygiene-Regeln es eben zulassen. Diesen Mix nutzen viele Ausbildungsbetriebe, um flexibel zu bleiben und kurzfristig auf Änderungen reagieren zu können“, erklärt Ramona Mietzschke im Magazin BusinessInsider. Sie ist Coach und arbeitet mit vielen Betrieben und Unternehmen in der Ausbildung zusammen.

Lesen Sie auch: Homeoffice: Wer zahlt, wenn der Arbeitslaptop herunterfällt und kaputtgeht?

Tipps für Ausbildung während Corona

Doch die Ausbildung aus dem Homeoffice hat in Ihren Augen einen entscheidenden Nachteil: Hier fehle es oft an Kontakt mit anderen Auszubildenden, die Kommunikation leidet. „Besser für diese Zeit aufgestellt sind Auszubildende, die Fragen stellen oder Aufgaben und Gesprächszeit auch mal einfordern“, meint die Expertin.

Um seine Ausbildung zu Corona-Zeiten gut meistern zu können, ist Selbstmotivation und Eigeninitiative besonders wichtig. Mietzschkes Tipp an alle Azubis: „Nicht abwarten, sondern proaktiv handeln, zum Beispiel Online-Lerngruppen mit Gleichgesinnten bilden. Und — noch wichtiger als sonst: Sich an Absprachen und Termine halten. Pünktlichkeit und Verbindlichkeit helfen, diese herausfordernde Zeit gut zu schaffen.“(as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr zum Thema: Diese Ausbildung brechen Azubis am häufigsten ab.

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Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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