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Viele Bundesländer verschieben „Freedom Day“ am 20. März – Was das für den Urlaub bedeutet

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Bayern ist ein beliebtes Urlaubsziel. Aber auch hier bleiben die Corona-Auflagen vorerst bestehen.
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Aufgrund steigender Corona-Fallzahlen wollen viele Bundesländer ihre Corona-Maßnahmen verlängern. Damit bleibt auch die Urlaubsplanung in Deutschland erschwert.

Eigentlich sollte ein Großteil der Corona-Maßnahmen am 20. März bundesweit einheitlich auslaufen*. Der entsprechende Entwurf für das neue Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass die Maskenpflicht und die Testpflicht bis auf wenige Bereiche entfallen sollte – der „Freedom Day“ war in Deutschland zum Greifen nah. Nun rudern aber einige Bundesländer wieder zurück. Sie wollen von der Übergangsfrist Gebrauch machen, die es erlaubt, die Corona-Maßnahmen noch bis zum 2. April zu verlängern. Hintergrund ist, dass hierzulande die Inzidenzen sowie die Zahl der Todesfälle seit einigen Tagen wieder steigen. Für Reisende bedeutet das: Es droht erneut ein Flickenteppich, was die Corona-Regelungen angeht.

Urlaub in Deutschland: Corona-Regeln werden in vielen Bundesländern verlängert

Die allermeisten Bundesländer haben bereits angekündigt, ihre Corona-Maßnahmen vorerst verlängern zu wollen. Andere haben sich dazu noch nicht geäußert. In der Übersicht sehen Sie, was in einigen Ländern aktuell geplant ist.

  • Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg will man von der Übergangsfrist bis zum 2. April Gebrauch machen. Die 3G-Regel in Gastronomien sowie die 2G-Regel für Diskotheken werden also bestehen bleiben. Vorerst sollen nur bei Veranstaltungen die Personenobergrenzen wegfallen.
  • Bayern: In Clubs und Diskotheken soll bis zum 2. April die 2G-plus-, in Hotels und Gastronomien die 3G-Regel gelten. Veranstaltungen haben eine Auslastungsgrenze von 75 Prozent, bei Sportveranstaltungen liegt sie bei 50 Prozent.
  • Berlin hat sich dafür entschieden, die Maßnahmen bis zum 31. März zu verlängern. Damit gilt für Hotels und Gastronomien die 3G-Regel.
  • Brandenburg: Die Landesregierung hat die Corona-Maßnahmen größtenteils bis zum 2. April verlängert, wie die Märkische Allgemeine berichtet. Allerdings soll dennoch zum 18. März ein 3G-Nachweis für den Besuch von Hotels, für Busreisen, Schiffsausflüge und Stadtrundfahrten sowie für körpernahe Dienstleistungen entfallen. Für den Besuch von Clubs und Diskotheken soll künftig 2G statt 2G-plus gelten. Die Zuschauerobergrenze und Kapazitätsbeschränkungen für Großveranstaltungen sollen fallen. Die Maskenpflicht in Innenräumen soll erst einmal bestehen bleiben – es genügt aber eine medizinische Maske.
  • Bremen: Auch Bremen will die Corona-Regeln nicht vor dem 2. April lockern. In der Gastronomie und Hotels gilt die 3G-Regel.
  • Hamburg hat sich dazu entschieden, die aktuellen Corona-Maßnahmen zu verlängern. Damit ist für eine Übernachtung in Beherbergungsbetrieben weiterhin der 3G-Nachweis weiterhin Pflicht. In öffentlichen geschlossenen Räumen gilt eine FFP2-Maskenpflicht.
  • Hessen will die Corona-Maßnahmen ebenfalls verlängern. Für Clubs und Diskotheken gilt die 2G-plus-Regel. Im öffentlichen Nahverkehr müssen Fahrgäste eine Maske tragen. Dafür sollen die Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte schon einmal fallen und die Kapazitätsbeschränkungen für Veranstaltungen und in Diskotheken aufgehoben werden, wie die Ärzte Zeitung berichtet.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Die bestehenden Corona-Maßnahmen sollen verlängert werden. Damit gilt weiterhin eine Maskenpflicht in Innenräumen mit Publikumsverkehr sowie im öffentlichen Nahverkehr. Für Clubs gilt je nach Infektionslage die 3G- oder 2G-Regel, zudem besteht eine Auslastungsgrenze von 50 Prozent.
  • Niedersachsen: Nach aktuellem Stand will auch Niedersachsen seine Corona-Maßnahmen bis zum 2. April zu großen Teilen verlängern. Es sei allerdings geplant, Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sowie Kapazitätsbeschränkungen bei Großveranstaltungen zu beenden*, wie kreiszeitung.de berichtet.
  • Nordrhein-Westfalen nutzt ebenfalls die Übergangsfrist bis zum 2. April. In den meisten Bereichen müssen Besucher einen 3G-Nachweis vorlegen, eine Ausnahme besteht für Clubs, Diskotheken oder Volksfeste – hier muss ein 2G-Nachweis her. Die Maskenpflicht gilt im öffentlichen Nahverkehr sowie in Innenräumen.
  • Rheinland-Pfalz hat sich dazu entschlossen, die Corona-Maßnahmen bis zum 2. April zu verlängern. Das heißt: In Hotels und der Gastronomie gilt die 3G-Regel und die Maskenpflicht bleibt in Supermärkten, bei Behörden, im öffentlichen Nahverkehr und in Krankenhäusern bestehen.
  • Saarland: Das Bundesland will die Corona-Auflagen vorerst bis zum 31. März verlängern. Hotel- und Restaurantbesucher müssen daher einen 3G-Nachweis vorlegen, ebenso bei Schiffs- oder Busreisen. Wer einen Club besucht, braucht einen 2G-Nachweis. Die Maskenpflicht gilt in öffentlichen, geschlossenen Räumen sowie im öffentlichen Nahverkehr.
  • Sachsen: Grundsätzlich sollen die Corona-Maßnahmen auch hier bis zum 2. April bestehen bleiben. Nur Kontakt- und Kapazitätsbeschränkungen sollen bereits ab dem 18. März fallen. Im öffentlichen Nahverkehr gilt die FFP2-Maskenpflicht, allerdings soll die 3G-Regel ein Ende finden. Abgesehen davon gilt in öffentlichen zugänglichen Innenräumen die FFP2-Maskenpflicht.
  • Thüringen: hält ebenfalls bis zum 2. April an den bestehenden Maßnahmen fest. In Gastronomien gilt daher die 3G-Regel, in Clubs die 2G-Regel. Die Maskenpflicht bleibt ebenfalls für den Einzelhandel, Restaurants und öffentliche Veranstaltungen erhalten.

Corona-Regeln in Deutschland: Hotspot-Regeln beachten

Auch wenn die Übergangsfrist nach dem 2. April vorüber ist, sollen Bundesländer je nach Infektionsgeschehen weiterhin die Möglichkeit haben, zusätzliche Auflagen und Beschränkungen zu verhängen. Treten also in bestimmten Regionen oder Städten sehr hohe Corona-Fallzahlen auf, dürfen die betreffenden Bundesländer nach der „Hotspot“-Regelung für diese Gebiete zusätzlich eine Maskenpflicht, Abstandsgebote oder 3G- bzw. 2G-Regeln einführen. Urlauber sollten sich vor der Anreise also immer informieren, ob ihre Destination als „Hotspot“ gilt. Aktuell gibt es aber noch keine genauen Regelungen, wann ein Gebiet als Hotspot eingestuft werden soll. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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