Corona-Virus: 10.819 Infizierte in Baden-Württemberg

Am Samstag (28. März) wurden 1090 weitere bestätigte Corona-Fälle in Baden Würtemberg gemeldet - insgesamt steigt die Zahl auf 10.819 Fälle. 118 Todesfälle werden gemeldet.

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Stuttgart. Am Samstag (28. März) wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 1090 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 10.819 an. Das Durchschnittsalter der Erkrankten beträgt 49 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 99 Jahren. Am Freitag waren es 9729 gemeldete Fälle.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Hohenlohekreis, Karlsruhe, Ortenaukreis, Rhein-Neckar-Kreis, Schwäbisch Hall, Schwarzwald-Baar-Kreis, Sigmaringen, Tübingen und Tuttlingen sowie aus der Stadt Stuttgart 17 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 118 an. Unter den Verstorbenen waren 81 Männer und 37 Frauen. Das Alter lag zwischen 41 und 98 Jahren. 66 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Meldungen von Samstag, 28. März:

Bereits über 100.000 Anträge für „Soforthilfe Corona“ 

Seit dem Start des Soforthilfeprogramms des Landes zur Bewältigung der Corona-Krise sind bis dato über 100.000 Anträge (Stand 11 Uhr) eingegangen, wie das Wirtschaftsministerium mitteilt. Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut erklärte: „Mit unserer Soforthilfe leisten wir einen ganz wesentlichen Beitrag dazu, besonders notleidenden Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen schnell und unbürokratisch finanziell zu unterstützen und damit viele vor der Insolvenz zu bewahren.“ 

Die Wirtschafts- und Arbeitsministerin kündigte an, dass ihr Ministerium derzeit mit Hochdruck an einer Lösung arbeitet, um die bei den Antragstellern bestehenden Unsicherheiten über den Einsatz liquider Mittel im Soforthilfeprogramm zu klären. Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Unser Ziel ist es, den Einsatz liquider Mittel auf den unmittelbaren betrieblichen Kontext zu beschränken, um privates Vermögen der Antragsteller so weit wie möglich zu schonen. Wir hoffen, diese Lösung noch heute präsentieren zu können.“

Meldungen von Freitag, 27. März: 

Am Freitag (27. März) wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 1.288 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16.00 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 9.729 an. Das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 99 Jahren.

Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland derzeit als hoch ein, für Risikogruppen als sehr hoch. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Die Zahl der Todesfälle im Land steigt auf 101. Unter den Verstorbenen waren 70 Männer und 31 Frauen. Das Alter lag zwischen 41 und 98 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Ministerium veröffentlicht Richtlinie für Kassenarbeitsplätze 

Anlässlich der Corona-Pandemie hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg eine Richtlinie für Kassenarbeitsplätze erstellt, an der sich die zuständigen Behörden und Arbeitgeber orientieren können. „Es ist mir sehr wichtig, Beschäftige an den Kassen wirkungsvoll zu schützen, denn sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag dazu, dass wir alle mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs versorgt sind“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (27. März) in Stuttgart. 

 Landesluftfahrtbehörde: Verlängerung der Fristen im Lizenzwesen 

Die aktuelle COVID-19-Pandemie hat zur Schließung zahlreicher Einrichtungen geführt. Dadurch bedingt haben Pilotinnen und Piloten teilweise keinen Zugang zu Ausbildungsorganisationen, Prüfungseinrichtungen, Flugplätzen und Luftfahrzeugen oder sie können Lehrberechtigte sowie Prüferinnen und Prüfer nicht rechtzeitig erreichen. Wie das Regierungspräsidium Stuttgart mitteilt, führt dies bei vielen Piloten zu ablaufenden Fristen, Gültigkeitsdaten oder dem Nichterfüllen von Ausübungsvoraussetzungen für Berechtigungen (Privatpilotenlizenzen in den verschiedenen Ausprägungen).

Um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten und einen anschließenden Stau bei der Verlängerung oder Erneuerung von Gültigkeiten oder Ausübungsvoraussetzungen von Berechtigungen sowie dem Wiederholen von Prüfungen oder Ausbildungslehrgängen zu vermeiden, hat das RP Stuttgart eine Allgemeinverfügung erlassen.

Damit wird ermöglicht, dass nach dem 29. Februar 2020 auslaufende Lizenzen, Berechtigungen, Zertifikate oder Zeugnisse pauschal bis zum 31. Oktober 2020 verlängern werden, sofern dies erforderlich ist. 

"Kitu-App"

 Die Kinderturnstiftung Baden-Württemberg bietet eine  kostenfreie „Kitu-App: Gemeinsam spielen und bewegen“ an. Mit ihren über 200 „großen und kleinen“ Übungen in Schatzkarte und Bewegungsglücksrad bietet die App viele Bewegungsideen für die gemeinsame Familienzeit zuhause. Egal ob im Garten oder in der Wohnung, jeder kann mitmachen. 

Meldungen von Donnerstag 26. März:

Am Donnerstag (26. März) wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 1189 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 15 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 8.441 an. Das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren.

Am Donnerstag (26. März) wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 1189 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 15 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 8.441 an. Das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Böblingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Esslingen, Göppingen, Heidenheim, Heilbronn, Konstanz, Ortenaukreis, Rems-Murr-Kreis, Reutlingen, Tübingen und Zollernalbkreis sowie aus den Städten Baden-Baden, Freiburg und Stuttgart 20 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 76 an. Das Alter der Verstorbenen lag zwischen 49 und 94 Jahren. 67 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

"Soforthilfe Corona“ gestartet: rund 46.400 Anträge eingereicht - erste Auszahlungen für Freitag geplant

Über 46.400 Anträge (Stand 26. März: 15 Uhr) sind in den ersten Stunden nach dem Start des branchenübergreifenden Soforthilfeprogramms zur Bewältigung der Corona-Krise eingegangen, wir das Wirtschaftsministerium mitteilt. Seit Mittwochabend (25. März) können Soloselbstständige, gewerbliche Unternehmen und Sozialunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten ebenso wie Angehörige der Freien Berufe oder Künstler, die unmittelbar durch die Corona-Krise wirtschaftlich geschädigt sind, finanzielle Soforthilfen bis zu 30.000 Euro beantragen. Bereits am morgigen Freitag (27. März) sollen erste Auszahlungen durch die L-Bank erfolgen.

„Wir lassen in dieser Ausnahmesituation niemanden allein und tun alles dafür, dass unsere Wirtschaft erfolgreich durch diese Krise kommt und so viele Arbeitsplätze wie möglich gesichert werden. In einem ersten Schritt geht es jetzt darum, mit unserem Sofortprogramm all jenen Unternehmen zu helfen, die ohne diese Unterstützung innerhalb weniger Tage insolvent gehen würden“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und stellte klar: „Klar muss aber auch sein: Die Soforthilfen zielen nicht darauf ab, Betrieben ihre coronabedingten Umsatzeinbußen auszugleichen.“

Es gehe jetzt darum, dass aufgrund des Coronavirus existentiell bedrohte Betriebe offene Rechnungen weiterbezahlen oder Mieten weiter überweisen könnten. Deshalb habe das Land unter Einbeziehung der Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern und der L-Bank das Soforthilfeprogramm innerhalb weniger Tage auf die Beine gestellt. „Mir ist bewusst, dass die aktuelle Situation zu Einbußen bei einem sehr großen Kreis führt. Die hohe Anzahl an bereits eingegangenen Anträgen zeigt, dass der Bedarf enorm ist. Aber nicht alle Branchen und Betriebe sind gleichermaßen in Not. Es liege im Interesse aller, dass die Soforthilfen passgenau eingesetzt werden und dort ankommen, wo sie auch wirklich nötig seien. Daher sei auch das verfügbare liquide Privatvermögen einzusetzen, bevor die Soforthilfe in Anspruch genommen werden könne.“ 

Laut Ministerium werden rund 6.000 Anträge pro Stunde hochgeladen. Parallel werden die Anträge zur regionalen Bearbeitung in die einzelnen Kammern verteilt, um sie nach der Prüfung schnellstmöglich an die L-Bank zum finalen Entscheid weiterzureichen.

Edith Weymayr, die Vorsitzende des Vorstands der L-Bank, sagte: „Wir sind vorbereitet – die Auszahlung der Soforthilfe Corona wird voraussichtlich schon im Laufe des morgigen Vormittags beginnen.“ 

Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK), erklärte: „Die Antragszahlen sprechen für sich und zeigen den großen Bedarf unserer kleineren Betriebe und Selbstständigen, die unsere Wirtschaft mit prägen. Vor allem illustriert es das Ausmaß, welches Corona uns allen abverlangt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kammern arbeiten deshalb stetig mit vollem Einsatz in der Antragsverteilung, -bearbeitung und ebenso der telefonischen Hilfe unter Volldampf. Seien Sie sicher: Wir werden nicht nachlassen.“

Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold ergänzt: „Mit der unbürokratischen Soforthilfe haben wir das richtige Instrument für unsere Betriebe am Start – das zeigt die starke Nachfrage. Alle, Technik wie Menschen, arbeiten mit vollem Einsatz bis zu ihrer Grenze und auch darüber hinaus für die Betriebe im Land. Wir wollen, dass das Geld schnell bei allen Antragstellenden ankommt.“ 

Die Antragsformulare sind auf der Seite des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau verfügbar: https://wm.baden-wuerttemberg.de/soforthilfe-corona/

Ehrenamt wird unterstützt

„Die Corona-Pandemie ist auch für unsere Sportvereine und für deren Mitglieder in Baden-Württemberg eine große Herausforderung. Wir vermissen schon jetzt die Gemeinschaft und die schönen Momente, die uns der Vereinssport bietet. Auch die finanziellen Auswirkungen sind teilweise erheblich. Wir werden deshalb alles daran setzen, dass es durch das Corona-Virus und seine Nebenwirkungen kein Vereinssterben in Baden-Württemberg geben wird“, sagte Sportministerin Dr. Susanne Eisenmann am Donnerstag in Stuttgart. 

Der Landessportverband (LSV) und das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport seien in ständigem Kontakt, um die Situation zu analysieren und gezielte Unterstützungsmaßnahmen zu ermöglichen. So werde man in Abstimmung mit dem LSV umgehend Mittel im laufenden Solidarpakt Sport zielgerichtet einsetzen, um in Not geratene Sportvereine zu unterstützen.

Notbetreuung an Schulen auch in den Osterferien

Die Osterferien (6. April bis 18. April 2020) stehen bevor. Das stellt viele Personen, die in der kritischen Infrastruktur tätig sind und aktuell keine Möglichkeit haben, Urlaub zu nehmen, vor Probleme bei der Kinderbetreuung. Wie das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport am Donnerstag mitteilt, soll die Notbetreuung an Schulen auch in den Osterferien fortgeführt werden.

Europäische Kommission kündigt an, Inkrafttreten der Verordnung über Medizinprodukte um ein Jahr verschieben zu wollen

Baden-Württembergs Europaminister Guido Wolf hat die Ankündigung der Europäischen Kommission, das Inkrafttreten der Verordnung über Medizinprodukte um ein Jahr verschieben zu wollen, begrüßt. Wolf sagte: „„Ich freue mich, dass die Europäische Kommission angekündigt hat, mit Blick auf die COVID-19-Krise den Geltungsbeginn der Verordnung über Medizinprodukte um ein zu Jahr zu verschieben. Das ist in diesen Zeiten ein wichtiges Signal und die einzig richtige Entscheidung. Die Medizintechnik-Branche hat in diesen Tagen andere Sorgen als sich um Zertifizierungen und bürokratische Fragen zu kümmern. In der Tat hätte ansonsten Engpässen bei medizinischen Produkte gedroht. Wir haben in Brüssel auf die Verschiebung gedrängt und ich bin froh, dass die Kommission schnell und pragmatisch reagiert hat. Für zahlreiche Medizintechnik-Unternehmen im Land ist das eine gute Nachricht, sie können sich in den kommenden Wochen auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist: hochwertige medizinische Produkte herstellen.

Die Medizinprodukteverordnung („medical device regulation“, MDR) ist seit Mai 2017 in Kraft und sieht eine Übergangsfrist bis zum 26. Mai 2020 vor; danach gelten schärfere Regeln für Hersteller: Die MDR sieht u.a. vor, dass Medizinprodukte neu zertifizieren sind. Die Zulassung der dafür zuständigen Stellen geht nach Angaben der Industrie langsam voran und es gibt demnach derzeit nicht genug solcher Stellen um alle Produkte fristgerecht zu zertifizieren. Aufgrund starken politischen Drucks auch aus Baden-Württemberg wurde im Herbst 2019 die Umsetzungsfrist für risikoarme Produkte bis 2024 verlängert

Meldungen von Mittwoch, 25. März: 

Am Mittwoch (25. März) wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 1209 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand 15 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 7252 an. Das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt aus den Landkreisen Böblingen, Enzkreis, Karlsruhe, Lörrach, Ludwigsburg, Rhein-Neckar-Kreis, Rottweil, Schwäbisch Hall, Tuttlingen und Zollernalbkreis sowie aus den Städten Freiburg und Stuttgart 19 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf 56 an. Das Alter lag zwischen 59 und 94 Jahren. 70 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Gemeinsamer Aufruf des Heidenheimer Landratsamtes und des Klinikums

Mit Blick auf die weiteren Entwicklungen im Zusammenhang mit Corona und die damit einhergehenden steigenden Infektionszahlen bitten Landrat Peter Polta und der Geschäftsführer der Kliniken Landkreis Heidenheim gGmbH Udo Lavendel in einer gemeinsamen Mitteilung am Mittwoch bereits zum jetzigen Zeitpunkt vorsorglich um Unterstützung. „Der mögliche Ausfall von Fachkräften aus der Pflege oder dem ärztlichen Bereich aufgrund von Erkrankungen beschäftigt momentan uns und alle anderen Kliniken und ärztlichen Betriebe”, sagt Lavendel. „So können wir beispielsweise die weiteren Auswirkungen im Zusammenhang mit Corona auf unser Personal nicht vorhersehen. Daher freuen wir uns sehr über Hilfsangebote von Ärzten oder Pflegekräften.“ 

Wer sich dazu berufen fühlt, das Personal des Klinikums sowie der Corona-Ambulanz für den Landkreis Heidenheim zu unterstützen, eine medizinisch-pflegerische Ausbildung vorweisen kann und nicht länger als fünf Jahre aus dem Beruf ausgeschieden ist, kann sich beim Landratsamt Heidenheim unter Telefon (07321) 321-2278 oder E-Mail  buero-landrat@landkreis-heidenheim.de melden.

Besonders Ärzte, Pflegekräfte, Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) oder Medizinisch-technische Assistenten (MTA), die im Moment nicht in ihrem Beruf arbeiten oder im Ruhestand sind, werden gebeten sich zu melden. „Voraussicht ist hier sicher angebracht, denn ein gut funktionierendes Gesundheitssystem benötigt selbstverständlich zu jedem Zeitpunkt auch ausreichend Personal“, so Landrat Polta. Unter Berücksichtigung arbeitsrechtlicher Vorgaben und des tatsächlichen Bedarfs wird dann gemeinsam geprüft, ob eine Beschäftigung im Klinikum oder in der Corona-Ambulanz möglich ist. „Dabei wird natürlich auch darauf geachtet, dass ältere Unter-stützungskräfte nicht einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt werden“, so Landrat Polta. 

Fastenkollekte auf neuen Wegen

Die Diözese unterstützt das Bischöfliche Hilfswerk Misereor mit einem Spendenaufruf zum 5. Fastensonntag. Wegen der Corona-Krise können in den nächsten Wochen in den deutschen Kirchengemeinden bekanntlich keine Gottesdienste in Anwesenheit von Gläubigen gefeiert werden. Damit entfällt auch die Möglichkeit, am Sonntag, 29. März, in diesen Gottesdiensten wie geplant im Rahmen der diesjährigen Fastenkollekte für Misereor zu spenden. Bischof Gebhard Fürst wird im Rahmen seiner Videobotschaft am kommenden Freitag und eines Livestream-Gottesdienstes aus dem Rottenburger Dom am Sonntag die Katholikinnen und Katholiken in der Diözese dazu aufrufen, ihre Spenden direkt auf das Bankkonto von Misereor zu überweisen.       

In vielen deutschen Bistümern werden die kommenden Sonntagsgottesdienste per Livestream im Internet übertragen. Auch andere Zelebranten, unter ihnen der Freiburger Erzbischof Stefan Burger, haben zugesagt, bei dieser Gelegenheit auf die Misereor-Kollekte hinzuweisen. - Spenden für Misereor sind unter dieser Kontonummer möglich: IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10 BIC GENODED1PAX Pax-Bank Aachen. 

Weitere Informationen: www.misereor.de 

Stabiler Nahverkehr wird gewährleistet

Der Regionalverkehr auf der Schiene ist am Mittwochmorgen am Stuttgarter Knoten mit ausreichenden Zuglängen gefahren worden, so dass die Hygieneregeln und Abstände in den Wagen eingehalten werden konnten. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW). Vereinzelte Probleme gab es auf drei Verbindungen bei der S-Bahn Rhein Neckar.

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte am Mittwoch in Stuttgart: „Die Abstände zwischen den Reisenden müssen auch in den Nahverkehrszügen eingehalten werden. Deshalb habe ich alle Geschäftsführer der Eisenbahnverkehrsunternehmen gebeten, die Zuglängen entsprechend anzupassen. Wir wollen eine stabile Grundversorgung im Nahverkehr sichern, ohne dass die Fahrgäste gesundheitlich in Gefahr geraten.“
In engem Austausch mit den Bahnunternehmen scannt das Verkehrsministerium gemeinsam mit der NVBW kontinuierlich das Fahrgastaufkommen und prüft dabei, ob die Zugkapazitäten im Rahmen des neuen Fahrplans ausreichen. Auch Fahr-gäste können mithelfen, wenn sie zu volle Züge unter qualitaet@nvbw.de mit Angabe der Zeit und der Anzahl der Wagen melden.

Da die Ausfallquote bei den Lokführern momentan bei durchschnittlich 20 Prozent liegt, gehen die Eisenbahnunternehmen sukzessive auf einen reduzierten Grundfahrplan über. Er soll den Nahverkehr in der Krisenzeit für Pendlerinnen und Pendler, die nicht zu Hause arbeiten können, stabil aufrechterhalten und auch für eine Reserve bei weiteren Krankmeldungen sorgen.

Auch eine Einhaltung der allgemeinen Hygiene-Empfehlungen aller Betroffenen trägt dazu bei, die Situation zu entschärfen. Dazu gehören Regelungen wie einein-halb Meter Abstand zu Mitreisenden einzuhalten – sowohl im Zug als auch bereits an den Haltestellen. Außerdem sollten nur unbedingt notwendige Fahrt angetreten werden. Zusteigende werden gebeten, alle Türen zum Aus- und Einsteigen zu nut-zen, damit sich die Fahrgäste gleichmäßig verteilen.

Finanzielle Entlastung der Eltern durch Kirchen und Kommunen 

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart setzt, dem Beispiel vieler Städte folgend, für den Monat April die Elterngebühren für ihre Kindergärten aus. Dies teilen sie in einer PRessemeldung am MIttwochnachmmitag (25.3) mit. Sie folgt damit der gestrigen Empfehlung der Konferenz der evangelischen und katholischen Kirchenleitungen Baden-Württemberg und ihrer Spitzen-/Trägerverbände über Kindergartenfragen (4-K-Konferenz). Die Entscheidung betrifft 882 Kindergärten in katholischer Trägerschaft mit rund 44.600 Kindern und ihren Eltern. Ebenso wie die 4-K-Kirchenkonferenz hatten sich am Dienstag die kommunalen Landesverbände Baden-Württembergs dafür ausgesprochen, die Eltern in Zeiten der Corona-bedingten Schließung der Kitas finanziell zu entlasten, obwohl die Aussetzung der Beiträge ein erhebliches Risiko für die Trägereinrichtungen darstellt.       
 

Busunternehmen fahren ab Donnerstag nach erweitertem Samstagsfahrplan 

Busunternehmen fahren ab Donnerstag, 26. März, nach erweitertem Samstagsfahrplan – Fahrgäste können sich über die VVS-Fahrplanauskunft über ihre Verbindungen informieren

Weil die Verkehrsunternehmen mit einer täglich dünneren Personaldecke zu kämpfen haben und die Nachfrage deutlich abgenommen hat, wird das Fahrplanangebot eingeschränkt.  Für alle Fahrgäste gibt es aber trotz der Einschränkungen ein verlässliches Grundangebot. Damit wird gewährleistet, dass diejenigen, die die Versorgung im Land sicherstellen, ihren Arbeitsplatz mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zuverlässig erreichen.

Regionaler Busverkehr

Bei den Busunternehmen im Rems-Murr-Kreis tritt ab Donnerstag, 26. März, bis auf Weiteres ein erweiterter Samstagsfahrplan in Kraft. Er stellt sicher, dass besonders die Fahrgäste, die beispielsweise im Gesundheitsbereich oder im Verkauf arbeiten, ihren Arbeitsplatz nach wie vor zuverlässig erreichen. „Erweitert“ heißt, dass zusätzlich zu dem regulären Samstagsfahrplan in den Hauptverkehrszeiten, vor allem morgens, teilweise aber auch am späten Nachmittag, Busse unterwegs sind. Teilweise werden auch Fahrten auf Linien angeboten, auf denen samstags sonst kein Bus im Einsatz ist. Die Nachtbuslinien sowie die Ruftaxis, die nur an Wochenenden unterwegs sind, entfallen ebenfalls.

S-Bahn Stuttgart

Die S-Bahn Stuttgart fährt auf allen Linien bis auf Weiteres im Halbstundentakt. Die Nacht-S-Bahnen sind am Wochenende nicht im Einsatz.

Regionalbahn

Die Regionalbahnen fahren grundsätzlich nur noch im Stundentakt. Die Nachtfahrten am Wochenende finden nicht statt.

Nebenbahnen

Wieslauftalbahn (Schorndorf – Oberndorf): Die Wieslauftalbahn reduziert ihr Angebot ebenfalls auf den Samstagsfahrplan und fährt nur noch jede Stunde. Die letzten Fahrten um 0.19 Uhr ab Oberndorf und um 0.50 Uhr nach Schorndorf entfallen.

RELEX 

Der Fahrplan der Linie X20 (Waiblingen – Esslingen) bleibt wie gewohnt. Der VVS empfiehlt  Fahrgästen, sich über die Fahrplanauskunft (EFA) in der App „VVS mobil“ oder über vvs.de über ihre jeweiligen Verbindungen zu informieren. Die Änderungen sind dort bereits erfasst.

Eine Übersicht zu den jeweils aktuellen Fahrplanänderungen befindet sich hier: vvs.de/coronavirus    

Plattform für Landwirten und Bürger

Der Bundesverband der Maschinenringe e. V. startet gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Online-Plattform www.daslandhilft.de. Die Plattform stellt den Kontakt zwischen Landwirten und Bürgerinnen und Bürgern her, deren bisheriger Erwerb aufgrund der Corona-Krise weggefallen ist, um sie für Pflanz- und Erntearbeiten in der Landwirtschaft zu ver-mitteln. Über eine regionale Suche finden Landwirte und Helfer zusammen. Die Plattform ist seit Montag online und steht bundesweit zur Verfügung. Es werden keine Registrierungs- oder Vermittlungsgebühren erhoben. Ziel ist eine schnelle, kostenlose sowie vor allem zuverlässige Hilfe und Vermittlung von Menschen, die Hilfe brauchen und die Hilfe bieten.   

 

Meldungen von Dienstag, 24. März:

Am Dienstag (24. März) wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 710 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 6043 an. Das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt aus den Landkreisen Calw (ein über 60-jähriger Mann), Heilbronn (ein über 80-jähriger Mann), Ludwigsburg (ein über 80-jähriger Mann), Schwäbisch Hall (zwei über 80-jährige Männer) sowie aus Baden-Baden (ein über 80-jähriger Mann) sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf 37 an (Landkreise Emmendingen (5), Esslingen (3), Göppingen, Heidenheim, Heilbronn (4), Hohenlohekreis (3), Ludwigsburg, Neckar-Odenwald-Kreis, Ortenaukreis (4), Rems-Murr-Kreis, Reutlingen (2), Rottweil, Schwäbisch Hall (2), Sigmaringen (2), Waldshut und Calw (2) sowie die Städte Baden-Baden, Freiburg und Stuttgart). Das Alter lag zwischen 59 und 94 Jahren. 28 der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Statement vom Ministerpräsidenten

"Es gilt nach wie vor Alarmstufe Rot", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann in einem Pressestatement am Dienstagmittag. Er erinnerte daran, dass auch Kunden in den Geschäften, die noch geöffnet haben dürfen, einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten müssen. Zwar hielten sich viele an die strengen Vorgaben in der Öffentlichkeit, allerdings ahnde die Polizei Verstöße "hart und drastisch". Das Land kümmere sich "rund um die Uhr" um die Beschaffung von Schutzmaterial, Kretschmann konkretisiert: so kommen 110.000 Schutzmasken von Daimler, 300 Operationsmasken aus Frankfurt und zehn Millionen OP-Masken seien aus China auf dem Weg.

Mit einem Rettungsschirm, den es "in der Geschichte unseres Landes noch nicht gegeben hat", wolle das Land eine Insolvenzwelle verhindern. Dazu gehören auch einmalige Zuschüsse.

 Abstriche nur noch für Risikogruppen, schwer Erkrankte und medizinisch-pflegerisches Personal 

Die Corona-Ambulanz auf dem Gelände des Klinikums Heidenheim ist Anlaufstelle für Patienten, bei denen ein Verdacht auf eine mögliche Coronavirus-Infektion besteht und die grippeartige Symptome wie Fieber, Husten, Schnupfen oder Halskratzen aufweisen. Die Ärzte werden untersuchen und über das weitere Vorgehen entscheiden. Das teilt das Heidenheimer Landratsamt am Dienstag (24. März) mit.

In der Corona-Ambulanz werden weiterhin Abstriche für Laboruntersuchungen gemacht, jedoch nur noch für Risikogruppen, schwer Erkrankte und medizinisch-pflegerisches Personal. Also erkrankte Menschen mit relevanten Vorerkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem sowie Personen, die in besonders sensiblen Bereichen arbeiten, insbesondere der Pflege, Arztpraxen oder Krankenhäuser. Hier kann es lebenswichtig sein, schnell einen Laborbefund zu haben. 

Handwerkskammer organisiert Auszahlung der Soforthilfe

Die Handwerkskammer Ulm bereitet sich auf die Bearbeitung der Anträge von Handwerksbetrieben aus sieben Stadt- und Landkreisen für die „Corona-Soforthilfe“ für Handwerksbetriebe vor. Die Antragsstellung an die Kammer kann ab Mittwoch  (25. MÄrz) online über die Seite des Wirtschaftsministeriums gestartet werden. Von dort werden die Anträge an die Handwerkskammer Ulm weitergeleitet zur Bearbeitung, wie sie in einer Pressemeldung mitteilen.

Die Handwerkskammer hilft mit, dass über die Anträge unbürokratisch und schnell entschieden und Soforthilfe an die L-Bank empfohlen werden kann. „Die Verunsicherung bei den Handwerksbetrieben ist enorm. Auch bei Betrieben, die noch geöffnet sein dürfen, brechen Umsätze weg, Aufträge werden storniert oder für die kommenden Wochen nicht mehr erteilt. Die Betriebe haben Sorge um ihr Personal und das ständige Risiko einer Betriebsschließung“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt für drei Monate insgesamt bis zu:

  • 9000 Euro für antragsberechtigte Soloselbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten
  • 30.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten.

Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Die Kammer bearbeitet die Antragsflut mit rund 40 Mitarbeitern, um das jetzt schnell und unbürokratisch zu leisten. Diese sind bereits seit zwei Wochen in einer Hotline von Montag bis Samstag von 7 bis 19.30 Uhr erreichbar (0731) 1425-6900.

Unterstützung für Landwirte

Die aktuelle Corona-Krise stellt die Menschen im Land und unser Wirtschaftsleben vor große Herausforderungen. Baden-Württemberg unterstützt die Bauern, wenn es darum geht, die Menschen weiter wie bisher mit hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen. Dabei können wir uns auf ein breites Maßnahmenbündel des Bundes und des Landes zurückgreifen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Dienstag (24. März) in Stuttgart.

So biete das Wirtschaftsministerium über die ‚Richtlinie für die Unterstützung der von der Corona-Pandemie geschädigten Soloselbständigen, Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe‘, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohlichen wirtschaftlichen Lage befinden oder massive Liquiditätsengpässe erleiden, den landwirtschaftlichen Betrieben für ihre gewerblichen Teilbetrieben entsprechende Hilfen an, sofern die die Voraussetzungen der genannten Richtlinie erfüllt sind.

Coronavirus hemmt häusliche Pflege

Die Corona-Krise setzt pflegende Angehörige unter Druck. Aus Angst vor dem Coronavirus verlassen viele Betreuungskräfte aus dem Ausland Deutschland, neue kommen kaum nach, teilt der Sozialverband VdK mit. Eine ähnliche Problematik wird sich in den Haushalten entwickeln, wenn die professionelle ambulante Pflege wegbricht. VdK-Präsidentin Verena Bentele dazu: „Wo sollen all die pflegebedürftigen Menschen bleiben, die derzeit zuhause leben, wenn ihre Betreuungshilfe wegbleibt? Die Alten- und Pflegeheime sind voll. Sollen die berufstätigen Angehörigen einspringen, brauchen sie massive Unterstützung. Lassen wir sie nicht im Stich. Wir schlag en vor, die Regelung zur Kurzarbeit auf diese Personen auszudehnen. Dann könnten Berufstätige zeitweise aus dem Job aussteigen, wären abgesichert und müssten sich keine Sorgen um ihr Auskommen machen. Und die Pflegebedürftigen könnten in ihren eigenen vier Wänden bleiben.“

Haushaltshilfen, vorwiegen aus Osteuropa, versorgen in Deutschland zwischen 300.000 und 500.000 Pflegebedürftige zuhause. Genaue statistische Daten liegen nicht vor. Der Sozialverband VdK fordert weitere Unterstützung für die pflegenden Angehörigen, die fürchten müssen, ihre Väter, Mütter oder Großeltern mit dem Coronavirus anzustecken.

Rund 1000 Ärztinnen und Ärzte haben Hilfe angeboten

„Bisher haben etwa 1.000 Ärztinnen und Ärzte ihre aktive Mithilfe in der Coronakrise angeboten,“ begrüßt  Dr. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg den Einsatz. „Unsere Mitglieder erkennen den dringenden Bedarf an ärztlicher Arbeitskraft und wollen dazu beitragen, die gesundheitliche Versorgung zu stärken.“ 

Seit drei Wochen schreibt die Landesärztekammer Baden-Württemberg Ärztinnen und Ärzte außerhalb der Regelversorgung an, um sie angesichts der Ausbreitung des Coronavirus für eine Mitwirkung an Maßnahmen in ihren Stadt- oder Landkreisen zu gewinnen. 

Der Kammerpräsident lobt das positive Echo seiner Mitglieder: „Während einige dieser Freiwilligen schon zum Einsatz gekommen sind, halten sich die meisten für den Eventualfall bereit. Es gibt aber auch Kolleginnen und Kollegen, die sich inzwischen wieder bei uns gemeldet haben, um sich nach der aktuellen Lage zu erkundigen und ihre Bereitschaft zur Mithilfe zu bekräftigen. Sie würden sofort loslegen, wo immer sie gebraucht werden. – Der Arztberuf ist eben doch viel mehr als nur ein Job.“

Die Maßnahmen der Landesärztekammer Baden-Württemberg sind mit den Partnern im Gesundheitswesen sowie dem Sozialministerium abgestimmt und sollen die Arbeit von Ärztinnen und Ärzten in der Regelversorgung unterstützen. Gemäß Absprache lassen die Kassenärztliche Vereinigung, die Landkreise und die Gesundheitsämter der Landesärztekammer sogenannte „Bedarfsanforderungen“ zukommen. „Wir reichen diese Anfragen dann regional an Ärztinnen und Ärzte weiter, die sich zur Mitarbeit bereit erklärt haben“, betont Dr. Miller.

 Soforthilfen auch für viele freie Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende

Die Landesregierung hat am Dienstag (24. März) das branchenübergreifende Programm „Sofort-hilfe Corona“ für die baden-württembergische Wirtschaft auf den Weg gebracht, um die massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Baden-Württemberg zu lindern.

Dazu sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski in Stuttgart: „Das Land hat rasch auf die aktuelle Notlage reagiert und ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Damit erhalten vor allem diejenigen schnelle Hilfe, die am dringendsten darauf angewiesen sind. Besonders froh bin ich darüber, dass wir auch die vielen freien Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffenden sowie die kleinen und kleinsten Unternehmen aus dem Kunst-, Kultur- und Kreativbe-reich unterstützen. Bei nicht wenigen geht es in dieser schwierigen Situation schlicht um die Existenz.“

Bund der Steuerzahler schlägt Erleichterungen für örtliche Wirtschaft vor

Der Bund der Steuerzahler Baden-Württemberg fordert die Städte und Gemeinden im Südwesten mit Blick auf die Corona-Krise auf, Steuerzahlungen an die Kommunen vorerst zu stunden. Da viele Gewerbetreibende, Unternehmen und Selbständige um das finanzielle Überleben kämpfen, sollte deren Liquidität gestärkt werden, heißt es in einer Pressemeldung. Kommunen sollten daher anstehende Zahlungen auf Antrag unbürokratisch zurückstellen. 

Gleichzeitig betont der Bund der Steuerzahler, dass die Kommunen derzeit Außergewöhnliches leisten müssen. Gemeinsames Ziel muss es nun sein, Insolvenzen zu vermeiden und Arbeitsplätze zu sichern. Die Option zur Stundung betrifft nicht nur die nächste Gewerbesteuervorauszahlung zum Stichtag 15. Mai, sondern auch laufende Mahn- und Vollstreckungsverfahren. Darüber hinaus sollten die Kommunen auf weitere Möglichkeiten hinweisen, zum Beispiel auf Anträge zur Reduzierung der Gewerbesteuervorauszahlung an das Finanzamt.

Meldungen von Montag, 23 März: 

Am Montag (23. März) wurden dem Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 1033 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 5333 (Stand 22. März: 4300 Fälle) an. Das Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren. Dazu werden 31 Todesfälle gemeldet.

Darüber hinaus wurden dem Gesundheitsministerium aus den Landkreisen Emmendingen (eine über 80-jährige Frau), Reutlingen (ein über 50-jähriger Mann), Heidenheim (eine über 70-jährige Frau) und dem Hohenlohekreis (ein über 80-jähriger Mann) vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf 31 an (Landkreise Emmendingen (5), Esslingen (3), Göppingen, Heidenheim (1), Heilbronn (3), Hohenlohekreis (3), Neckar-Odenwald-Kreis, Ortenaukreis (4), Rems-Murr-Kreis, Reutlingen (2), Rottweil, Sigmaringen (2), Waldshut und Calw sowie die Städte Freiburg und Stuttgart). Das Alter lag zwischen 59 und 94 Jah-ren. 23 der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

 

Gesundheitsminister Manne Lucha hat sich in häusliche Quarantäne begeben, da eine Person aus seinem persönlichen Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Das teilt das Sozialministerium am Montagabend (23. März) mit.

Der Gesundheitsminister hat am Wochenende erfahren, dass eine Person aus seinem persönlichen Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Er hat sich daraufhin unmittelbar in häusliche Quarantäne begeben. Er ist symptomfrei und geht seinen Dienstgeschäften vollumfänglich von zu Hause aus nach.

Kabinettsbeschlüsse

Am heutigen Montag hat das Kabinett wichtige Beschlüsse zur Abmilderung der Corona-Krise und insbesondere zur Unterstützung von Mieterinnen und Mietern gefasst, die wir im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in den letzten Tagen und Stunden vorbereitet haben. Justizstaatsekretär Lange: „Es geht darum, einen Beitrag zu leisten, um die Folgen der Pandemie für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, die Realwirtschaft sowie für Gerichte und Staatsanwaltschaften abzufedern“.

Der wichtigste Beschluss ist der Gesetzentwurf, der Regelungen zum Schutz von Wohnraum- und Gewerbemietern und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in anderen Dauerschuldverhältnissen vorsieht. So wird festgelegt, dass der Vermieter ein Mietverhältnis über Grundstücke oder Räume nicht allein aus dem Grund kündigen kann, dass der Mieter im Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. September 2020 trotz Fälligkeit die Miete nicht leistet, wenn die ausbleibende Zahlung auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht. Dies gilt auch für Pachtverhältnisse. Staatssekretär Lange betont: „Diese Regelung stellt eine wichtige Entlastung für die Mieterinnen und Mieter und Gewerbetreibenden in unserem Land dar. Unsere Botschaft ist klar: Wir lassen Mieterinnen und Mieter in diesen schwierigen Zeiten nicht im Stich!“ 

Des Weiteren sollen Unternehmen unterstützt werden, auch wenn sie in Folge des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten oder gar insolvent geworden sind. „Für diese Fälle wird die Insolvenzantragspflicht bis zum 30. September 2020 ausgesetzt“, erklärt Lange. 

Außerdem werden einige vorübergehende Erleichterungen in den Bereichen des Genossenschaftsrechts, des Aktienrechts, des Vereins-, Stiftungs- und Wohneigentumsrechts sowie des Umwandlungsrechts eingeführt. „Damit tragen wir der Problematik Rechnung, dass die durch die gebotene Kontaktvermeidung massiv erschwerte Durchführung von General-, Mitglieder- oder Jahreshauptversammlungen dennoch vollzogen werden können und zwar telefonisch oder über Videotelefonie. Hier schaffen wir eine Möglichkeit, auf solche Hilfsmittel zurückzugreifen, auch wenn dies in den Satzungen der Vereinen oder Genossenschaften nicht vorgesehen ist“, erklärt der Justizstaatssekretär. Es sei wichtig, dass die Handlungsfähigkeit der Vereine, Genossenschaften oder Stiftungen gewährleistet sei. Mit den Vorschlägen zum Wohnungseigentumsrecht soll auf die Durchführung von Eigentümerversammlungen zunächst verzichtet werden können.

Zuguterletzt ist ein zusätzlicher Hemmungstatbestand für die Unterbrechungsfrist einer strafgerichtlichen Hauptverhandlung vorgesehen, der auf ein Jahr befristet ist. Dieser soll es Gerichten erlauben, die Hauptverhandlung für maximal drei Monate und zehn Tage zu unterbrechen, wenn sie aufgrund von Maßnahmen zur Vermeidung der Verbreitung von Infektionen mit dem Coronavirus nicht durchgeführt werden kann.

Initiative: Gemeinsam Ärzten helfen

In Zeiten des Coronavirus stehen Ärzte zusammen. Auf www.gemeinsamaerztenhelfen.de  können Zahnärzte ihre Unterstützung anbieten und Arztpraxen können um Unterstützung anfragen. 

Zahnärzte spenden ihre Mundschutze für Arztpraxen, die keine Mundschutze mehr haben oder deren Vorrat zur Neige geht. Lokal bieten sie den Service, ein Paket mit sterilisierten Mundschutzen kostenfrei abzugeben und diese dann gebraucht wieder zurück zu nehmen. Danach werden die Mundschutze erneut sterilisiert. Natürlich muss man nicht warten, bis diese den Sterilisationsprozess durchlaufen haben, sondern bekommt im Tausch sofort neue.  Während die meisten Zahnarztpraxen mit Sterilisationen ausgestattet sind, arbeiten viele Arztpraxen, aufgrund des normalerweise geringen Bedarfs mit Einmalprodukten. Hier sieht Dr. Leonhardt eine Chance, schnell und unbürokratisch zu unterstützen. Je schneller sich diese Plattform in ganz Deutschland verbreitet, umso mehr Kollegen können sich gegenseitig helfen. Die ersten Zahnärzte stehen bereits auf der Unterstützer-Liste. 

Auf der Seite: www.gemeinsamaerztenhelfen.de können sich sowohl Zahnarztpraxen, die ebenfalls helfen möchten, als auch Arztpraxen, die Unterstützung benötigen, melden.  

Verkehrsminister Hermann sichert Unterstützung zu 

„Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist es notwendig, den Betrieb von Baustellen im Bereich der Infrastruktur und der Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten. Eine funktionierende Verkehrs-infrastruktur und die Sicherstellung der Versorgung in den Bereichen Energie, Wasser, Breitbandverkabelung und Telekommunikation sind für das Funktionieren unserer Gesellschaft insbesondere in Krisenzeiten unabdingbar.“ Diesen Appell richtet der Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, Thomas Möller, insbesondere an die öffentliche Hand. Baustellen bzw. Bauarbeiten in solch systemrelevanten Bereichen müssten deshalb auch vor dem Hintergrund der Beschränkungen des öffentlichen Lebens weiterbetrieben werden. 

Die Bauwirtschaft im Land ist dazu auch in der Lage. Sie hat die notwendigen Kapazitäten und kann trotz der momentanen Herausforderung die Bauvorhaben weiter betreiben. Allerdings muss sichergestellt werden, dass sowohl die Beschäftigten als auch das Material möglichst ungehindert die Baustellen erreichen können. Auch die in der Regel öffentlichen Auftraggeber müssen dafür sorgen, dass ihre Dienststellen weiter handlungsfähig bleiben, um die erforderlichen Entscheidungen für einen ungestörten Bauablauf treffen zu können. Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann sichert den Bauunternehmen seine Unterstützung zu: „Es ist wichtig, dass die Bauwirtschaft in dieser Krise für die Aufrechterhaltung wichtiger Infrastrukturen wie Straße, Schiene und Wasserwege sowie Energie, Wasserversorgung und Kommunikationsnetze sorgt. 

Erntehelfer gesucht

Auch die Landwirtschaft in Baden-Württemberg leidet unter der Corona-Krise. Erntehelfer fehlen im ganzen Land. Wie der SWR berichtet, will das zuständige Ministerium mit einem Job-Portal neue Helfer gewinnen. Der Einsatz von Erntehelfern ist laut Minister Hauk dringend notwendig, um die Versorgung der Menschen mit heimischen Lebensmitteln sicherzustellen. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat dafür extra ein Job-Portal eingerichtet, dass ab Montag online geht. Unter www.daslandhilft.de können sich für die anstehende Ernte Interessenten bewerben.

Meldungen vom Sonntag: 22. März

Am Sonntag (22. März) wurden 482 weitere bestätigte Corona-Fälle in Baden Würtemberg gemeldet - insgesamt steigt die Zahl auf 4300 Fälle.

Umfassende Kontaktverbote

Weiterhin gilt auch in Baden-Württemberg, dass die Wohnung für wichtige Erledigungen verlassen werden darf. Hinzu kommt, dass ab Montag in der Öffentlichkeit ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss. Desweiteren sind Treffen im öffentlichen Raum mit mehr als zwei Personen nicht erlaubt. Ausgenommen sind Familien. Diese Maßnahmen sollen eine Wirkungsdauer von zwei Wochen haben, so Kretschmann.

DRK Rettungsdienst Rems-Murr ruft auf: Bitte bleibt daheim!

„Wir bleiben für euch im Dienst – Bitte bleibt für uns daheim“. Mit diesem Aufruf wendet sich der DRK-Rettungsdienst Rems-Murr an alle Menschen im Landkreis. „Wir sind derzeit uneingeschränkt leistungsfähig“, sagt Marco Flittner, DRK-Rettungsdienstleister. „Doch die große Herausforderung steht uns noch bevor. Wir bereiten uns aktuell auf die präklinische Behandlung von Menschen mit schweren Covid-19-Verläufen vor.“ Wenn mehr Menschen daheimbleiben und die Ansteckungsgefahr reduziert wird, haben die Hilfsorganisationen im Kreis mehr Ressourcen, um dann den Menschen zu helfen, die auf eine professionelle Notfallrettung angewiesen sind. Denn außer dem Coronavirus gibt es weiterhin Knochenbrüche, Herz-Kreislauferkrankungen und andere Notfälle. Es gehe darum, mit den Ressourcen, was Personal und Material angeht, vorsichtig umzugehen, um auch in den nächsten Wochen uneingeschränkt leistungsfähig zu bleiben. 

Heidenheimer Geschäfte müssen geschlossen bleiben - Kontrollen beim Mischsortiment

Immer noch sind teilweise Geschäfte in der Heidenheimer Innenstadt geöffnet, die eigentlich geschlossen sein sollten. Der Kommunale Ordnungsdienst und die Polizei werden daher auch am Montag, 23. März, weitere Kontrollen im gesamten Stadtgebiet durchführen. In Geschäften, die Mischsortimente anbieten, sind Warenbereiche, die nicht von Ausnahmen der Verordnung umfasst sind, für den Publikumsverkehr abzusperren. „Es ist entscheidend zur Eindämmung einer weiteren Verbreitung des Virus, dass sich jetzt wirklich jeder und jede an die Verbote und Verordnungen der Landesregierung hält“, appelliert Oberbürgermeister Bernhard Ilg an die Geschäftsinhaber und jeden Heidenheimer Bürger.
Die Jugend habe den Appellen der letzten Tage zumindest über das Wochenende gefolgt und ist zuhause geblieben. „Das ist eine erfreuliche und wichtige Entwicklung“, so Ilg weiter.

Meldungen vom Samstag, 21. März

Am Samstag (21. März) wurden dem Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 153 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf 3818 an. Davon waren 2132 männlich (56 Prozent). Das Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren.

Darüber hinaus wurden dem Gesundheitsministerium sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf 23 an (Landkreise Emmendingen (4), Esslingen (2), Göppingen, Heilbronn (3), Hohenlohekreis (2), Ortenaukreis (2), Rems-Murr, Reutlingen, Rottweil, Sigmaringen (2), Waldshut und Calw sowie die Städte Freiburg und Stuttgart). Unter den Verstorbenen waren 14 Männer und neun Frauen. Das Alter lag zwischen 67 und 94 Jahren. 19 Verstorbene waren 80 Jahre oder älter.

Am ersten Tag der schärferen Einschränkungen selbst für Versammlungen hat sich Innenminister Thomas Strobl zurückhaltend zufrieden geäußert, meldet der SWR am Samstagabend. "Die strengen Maßnahmen machen nur Sinn, wenn sie auch befolgt werden", sagte der CDU-Politiker am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg hat die Kliniken in Baden-Württemberg gebeten, schwer kranke Corona-Patienten aus Frankreich aufzunehmen. Die Krankenhäuser in der französischen Grenzregion kämen an ihre Belastungsgrenze für Patienten, die beatmet werden müssen, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums. Ministerpräsident Winfried Kretschmann  habe Frankreich Unterstützung zugesagt, falls baden-württembergische Kliniken freie Kapazitäten haben, das meldet der SWR.

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Freitag (20. März) vom Landesgesundheitsamt (LGA) 917 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 3665 an. Von den 3665 Fällen mit Angaben zum Geschlecht waren 2045 männlich (56 %). Das Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren.

Darüber hinaus wurden dem Gesundheitsministerium sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf 17 an (Landkreise Emmendingen (4), Esslingen (2), Göppingen, Heilbronn (2), Hohenlohekreis, Ortenaukreis (2), Rems-Murr, Reutlingen, Rottweil, Sigmaringen und Waldshut).

Im Landkreis Reutlingen handelt es sich um eine stationär aufgenommene, über 80-jährige Patientin mit Vorerkrankungen. Sie verstarb am 18. März 2020.

Im Ortenaukreis verstarb am 19. März 2020 ein über 90-jähriger Patient, der sich zuvor ebenfalls in stationärer Behandlung befunden hatte.

Im Landkreis Heilbronn verstarb am 20. März 2020 ein über 80-jähriger männli-cher Patient. Auch er wurde zuvor stationär behandelt.

Im Landkreis Emmendingen verstarben am 20. März 2020 zwei über 80-jährige männliche Patienten.
Ein über 80-jähriger Mann aus dem Landkreis Waldshut verstarb am 18. März 2020 in einem Krankenhaus außerhalb des Landkreises.

Meldungen vom 20. März: 

Brenzpark und Restaurants müssen schließen 

Die Landesregierung hat die Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus weiter verschärft. Deshalb wird ab  Samstag, 21. März, der Brenzpark bis auf weiteres geschlossen. Auch Restaurants und Cafés müssen nun komplett ihre Geschäfte schließen. Jedoch ist weiterhin eine Bestellung zur Abholung oder zum Liefern erlaubt. 

Abschlussprüfungen verlegt

Der Beginn aller zentralen schulischen Abschlussprüfungen wird vom bislang vorgesehenen Termin nach den Osterferien auf die Zeit ab dem 18. Mai 2020 verlegt. Das hat Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann nach sorgsamer Abwägung der Gesamtsituation und nach intensiven Gesprächen im politischen Raum und mit den Fachleuten der Schulverwaltung sowie Eltern- und Schülervertretern entschieden. „Die aktuelle Situation und die sehr dynamische Lageentwicklung ist eine besondere Belastung für die Schulleiterinnen und Schulleiter, unsere Lehrerinnen und Lehrer, die Eltern und natürlich die Schülerinnen und Schüler im Land. In diesem Zusammenhang hat auch die Sorge um die anstehenden Abschlussprüfungen an den Schulen weiter zugenommen“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Hier gibt's alle Ersatz-Termine in der Übersicht. 

Der Verband der gymnasialen Lehrkräfte, der PhV BW, begrüßt die durch die Verschiebung der Abiturprüfungen geschaffene Klarheit. Und sagt: "Eines wurde dabei glasklar: Die Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2020 werden in jedem Fall – auch bei weiter andauernden Schulschließungen aufgrund der Covid-19-Pandemie – ihre Abiturzeugnisse erhalten. Über eine KMK-Vereinbarung werden sie auch keine Nachteile gegenüber anderen Jahrgängen erfahren."

Meldungen vom 19. März:

Elfter Todesfall in Baden-Württemberg

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Donnerstagvormittag (19. März) drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf elf an (Landkreise Emmendingen (2), Esslingen (2), Göppin-gen, Heilbronn, Hohenlohekreis, Ortenaukreis, Rems-Murr, Rottweil und Sigmaringen).

Das Gesundheitsministerium wurde vom Landesgesundheitsamt und dem Gesundheitsamt Sigmaringen über einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus informiert. Es handelt sich um einen über 80-Jährigen stationär behandelten Patienten aus dem Landkreis Sigmaringen.

Aus dem Landkreis Esslingen wurde ein weiterer Todesfall gemeldet. Es handelt sich um eine über 90-jährige stationär behandelte Patientin, die gestern verstarb. Dies ist der zweite Covid-19-Todesfall im Landkreis Esslingen.

Bei dem dritten Todesfall im Landkreis Emmendingen, der im Zusammenhang mit dem Coronavirus steht, handelt es sich um einen über 90-jährigen Mann, der an einer Grunderkrankung litt.

Heidenheimer Spielplätze zu

Wie die Heidenheimer Stadtverwaltung mitteilt, werden in den kommenden Tagen die Spielplätze und Sportplätze der Stadt schwerpunktmäßig von Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes und der Städtischen Betriebe sowie durch die Polizei kontrolliert. Wer sich trotz der Absperrungen dort aufhält, wird weggeschickt und hat dieser Anordnung auch sofort zu folgen. 

Soforthilfeprogramm

In einer Pressemitteilung am Donnerstag teilt Landtagsabgeordneter der CDU, WInfried Mack, Informationen zu Soforthilfen mit. Der Landtag von Baden-Württemberg habe die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Soforthilfe für kleine Betriebe geschaffen. Hierfür stehen zunächst bis zu fünf Milliarden Euro zur Verfügung, teilte der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack mit. Die Grünen als Koalitionspartner hätten am Vormittag doch noch auf den CDU-Vorschlag eingelenkt.  Die Hilfe soll sich an dem bayerischen Vorbild der Soforthilfe orientieren, sagte Mack. „Mit einer zwingend notwendigen gesundheitspolizeilichen Verordnung musste die Landesregierung am gestrigen Mittwoch viele Geschäfte, Läden und Kneipen schließen. Viele Menschen stehen seither ohne Einkommen da und müssen hohe Kosten schultern. Hier müssen wir helfen!“, sagte der Landtagsabgeordnete. „Wir wollen erreichen, dass es auch nach der Corona-Krise noch einen Mittelstand in Baden-Württemberg gibt. Dafür müssen wir auch als Bürger kämpfen und überlegen, wie wir jetzt unsere Betriebe unterstützen können“, so Mack weiter.

Zeit für etwas Ablenkung

Was können Eltern tun, wenn ihren Kindern in Zeiten von Corona die Decke auf den Kopf fällt? Und wie gewährleisten Lehrkräfte, dass ihre Schülerinnen und Schüler weiterlernen und nicht den Anschluss verlieren? Die Stiftung Lesen bündelt unter www.stiftunglesen.de/vorlesen-corona ihre Angebote für Familien mit Kindern und Lehrkräfte. Auf der eigens eingerichteten Website finden sie kostenfrei:

  • Digitale Vorlesegeschichten
  • (Vor-)Lese-Apps
  • Buchempfehlungen
  • Bastel- und Aktionsideen
  • Infos und Unterrichtsmaterial für Lehrkräfte

Verband Region Stuttgart bietet stabiles Grundangebot

Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart bieten allen Fahrgästen, die in systemrelevanten Bereichen arbeiten und in den kommenden Wochen auf einen verlässlichen ÖPNV angewiesen sind, ab Dienstag, 24. März 2020, ein stabiles Grundangebot. Bis einschließlich Montag, 23. März 2020, fährt die S-Bahn das vollumfängliche Angebot.

Ab Betriebsbeginn am Dienstag, 24. März 2020, fährt die S-Bahn auf allen Linien im Halbstundentakt. Die Linie S60 fährt dabei ausschließlich im Abschnitt zwischen Böblingen und Renningen. Um den Fahrgästen ausreichend Kapazitäten zu ermöglichen, verkehren auf allen Linien weitgehend Langzüge mit drei Triebwagen. Auf den Streckenabschnitten der Linie S4 zwischen Marbach (Neckar) und Backnang sowie auf der Linie S60, wo dies betrieblich aufgrund der vorhandenen Bahnsteiglängen nicht möglich ist, fahren entweder Vollzüge mit zwei Triebwagen (S4) oder ein Pendel mit einem Kurzzug (S60). Die tägliche Flughafenfrühverbindung entfällt. Die Regionalbahnen auf der Teckbahn zwischen Kirchheim (Teck) und Oberlenningen fahren weiter im gewohnten Umfang. Die Regionalbahnen auf der Schusterbahn zwischen Stuttgart-Untertürkheim und Kornwestheim entfallen. Sonntags gilt allgemein der reguläre Fahrplan ohne Einschränkungen.

Der Nachtverkehr an den Wochenenden, für den es aufgrund der Einschnitte im öffentlichen Leben derzeit keine Nachfrage mehr gibt, wird bereits ab 20. März ausgesetzt. Der regionale Expressbus RELEX verkehrt weiterhin im gewohnten Takt. Die Fahrplananpassungen sind mit der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) abgestimmt und dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) gegenüber kommuniziert.

 Die Meldungen bis zum 18. März: 

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Mittwochnachmittag (18. März) vom Landesgesundheitsamt (LGA) 543 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 2184 an.

Von den 2184 Fällen waren 1210 männlich. Das Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 94 Jahren. Darüber hinaus haben das Landesgesundheitsamt und das Gesundheitsamt Emmendingen das Gesundheitsministerium über einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg informiert. Es handelt sich um einen über 80-jährigen stationär behandelten Patienten aus dem Landkreis Emmendingen, der heute verstorben ist.

Landesregierung verschärft infektionsschützende Maßnahmen

Die Landesregierung hat ihre Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen angepasst.

Es gelten unter anderem folgende Regelungen: 

Offen bleiben:

  • Einzelhandel für Lebensmittel,
  • Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste,
  • Getränkemärkte,
  • Apotheken,
  • Sanitätshäuser,
  • Drogerien,
  • Tankstellen,
  • Banken und Sparkassen,
  • Poststellen,
  • Friseure, Reinigungen, Waschsalons,
  • der Zeitungsverkauf,
  • Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel
  • Hofläden und Raiffeisenmärkte

Diese Verkaufsstellen können jetzt auch am Sonntag und Feiertag geöffnet werden. 

Alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den oben genannten Einrichtungen gehören, werden geschlossen.

Gaststätten:

  • Der Betrieb von Gaststätten wird grundsätzlich untersagt.
  • Vom Verbot ausgenommen sind allerdings Gaststätten, die Speisen und Getränke anbieten sowie Mensen, wenn sichergestellt ist, dassdie Plätze für die Gäste so angeordnet werden, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist,
  • Stehplätze so gestaltet sind, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Gästen gewährleistet ist und
  • Die Gaststätten dürfen frühestens ab sechs Uhr geöffnet und müssen spätestens ab 18 Uhr geschlossen werden.

Der Betrieb folgender Einrichtungen wird untersagt: 

  • Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater,
    Bildungseinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkhochschulen,
  • Kinos,
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermal- und Spaßbäder, Saunen,
  • alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios, und ähnliche Einrichtungen,
  • Volkshochschulen und Jugendhäuser,
  • öffentliche Bibliotheken,
  • Vergnügungsstätten, insbesondere Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
  • Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen,
  • Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks sowie Anbieter von Freizeitaktivitäten (auch außerhalb geschlossener Räume), Spezialmärkte
  • Öffentliche Spiel- und Bolzplätze.

Veranstaltungen:

  • Untersagt sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Angebote von Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen. 
  • Untersagt sind Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften.
  • Auch alle sonstigen Veranstaltungen  sind untersagt.

Siebter Todesfall

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurde am Mittwochmorgen (18. März) vom Landesgesundheitsamt (LGA) und dem Gesundheitsamt Hohenlohekreis ein COVID-19-Todesfall eines über 80-jährigen Patienten gemeldet. Der Mann zählte aufgrund seiner Vorerkrankungen zu den Hochrisikopatienten. Er wurde am 15.03. positiv auf Covid-19 getestet und verstarb am Tag darauf in einem Krankenhaus. Das teilt das Sozialministerium am Mittwochmittag mit. 

Der öffentliche Verkehr soll bei reduziertem Betrieb dauerhaft stabil funktionieren

Der öffentliche Verkehr mit Bahnen und Bussen wird auch während der Corona-Pandemie aufrechterhalten, das hat der Minister für Verkehr, Winfried Hermann MdL heute (18. März) erklärt: „Wir werden für ein reduziertes, aber stabiles Grundangebot im öffentlichen Verkehr sorgen. Dies ist wichtig, damit Menschen, die aus zwingenden Gründen den ÖPNV nutzen müssen, dies auch tun können. Natürlich hat der Schutz der Fahrgäste und des Betriebspersonals oberste Priorität. Es gilt, Vorsichtsmaßnahmen und Verhaltensregeln, wie zum Beispiel Abstand zu halten, zu befolgen.“ 

Unter Federführung der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) werde für die Zeit ab dem 23. März mit den Eisenbahnunternehmen auf allen Strecken (ohne S-Bahn Stuttgart) ein ausgedünntes, aber stabiles Grundangebot für berufsbedingt notwendige Fahrten geplant. Das teilt das Verkehrsministerium am Mittwoch mit.

Bis dahin verkehren die Züge im SPNV zunächst grundsätzlich nach dem regulären Fahrplan. Das Angebot soll nur im Einzelfall reduziert werden, wenn der Krankenstand des Betriebspersonals es akut erfordert. „Die Züge werden nicht verkürzt“, betonte der Verkehrsminister. „Wir wollen es den Fahrgästen erleichtern, die Sicherheitsabstände von mindestens 1,5 Metern zu Mitreisenden einzuhalten.“

Ab dem 23. März gelten folgende Leitlinien:

  • Reduzierung auf regelmäßige stündliche Angebote auf allen Strecken (wenn möglich mit Verdichtung zur morgendlichen Stoßzeit),
  • Weiterhin möglichst Züge in bisheriger Länge, um während der Fahrt den Abstand zwischen den Fahrgästen einhalten zu können,
  • Grundsätzliche Anbindung aller Haltepunkte v. a. von Krankenhäusern und Betreuungseinrichtungen. Dies bedeutet, das vorrangig Regionalbahnen mit allen Halten sichergestellt werden, hingegen Expressverbindungen teilweise abgebaut werden.
  • Ersatzweise Busverkehre sollen eingerichtet werden, für den Fall, dass Betriebspersonal in Leitstellen und Stellwerken fehlen, und der Betrieb des Eisenbahnnetzes nicht an allen Stellen aufrechterhalten werden kann. Vorausschauende Vorbereitungen hierfür laufen derzeit an.

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg hat sich in Abstimmung mit Landkreistag, Städtetag, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Verband baden-württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) und mit dem Zusammenschluss der Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg auf diese Hinweise zu den Fahrplänen verständigt: 

  • Die abschließende Entscheidung hinsichtlich Fahrplanreduzierungen bzw. Umstellungen auf Ferienpläne werden vor Ort getroffen. Zu berücksichtigen ist, dass die einzurichtenden Notbetreuungen an Schulen und Kindertageseinrichtungen nach wie vor bedient werden müssen.
  • Soweit diese Maßgabe berücksichtigt werden kann, scheinen Umstellungen auf Ferienfahrpläne zielführend. Dies dürfte im Ballungsraum eher zu realisieren sein, als im ländlichen Raum.
  • Spezielle Nachtverkehrsangebote an Wochenenden sollen eingestellt werden.
  • Die Verkehrsunternehmen sollen in Abstimmung mit den Aufgabenträgern und Verbünden ab sofort vorsorglich Vorbereitungen für weitere Angebotseinschränkungen bei Verschärfung der Situation (Notfahrpläne) erarbeiten. 
  • Solange in den Verbünden ein Grundangebot an ÖPNV-Versorgung sichergestellt werden kann, können die ÖPNV-Zeitkarten, Semestertickets und Schüler-Abos weiter genutzt werden.

Sechster Todesfall am Dienstag gemeldet

Das Landesgesundheitsamt und das Gesundheitsamt des Ortenaukreises haben über einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg informiert. Es handelt sich um eine über 80-Jährige stationär behandelte Patientin aus dem Ortenaukreis, die bereits gestern verstorben ist. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Baden-Württemberg auf sechs (Landkreise Rems-Murr, Esslingen, Göppingen, Heilbronn, Rottweil und Ortenaukreis). 

Am Dienstagmittag meldete das Sozialministerium, dass es sich bei dem fünften Verstorbenen um einen  über 80-jährigen Mann aus dem Landkreis Rottweil handelte, der zuvor an einer chronischen Erkrankung litt und bereits gestern verstarb.

Von den 1.641 Fällen waren 916 männlich (56 %). Das Durchschnittsalter beträgt 46 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 94 Jahren.

31 Fälle in Heidenheim

Das Landratsamt Heidenheim meldet 14 weitere bestätigte Corona-Infizierte im Landkreis Heidenheim. Die Zahl der positiv getesteten liegt bei 31 (Stand: 17.3). Die Fälle im Überblick: Stadt Heidenheim (8), Stadt Giengen (3), Stadt Herbrechtingen (9), Gemeinde Dischingen (5), Gemeinde Hermaringen (1), Gemeinde Königsbronn (3), Gemeinde Nattheim (1), Gemeinde Steinheim (1). 

Grenzkontrollen in Europa

Die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus steigt. Um die Ausbreitung von COVID-19 zu bremsen, sind die meisten Grenzübertritte von und nach Frankreich und in die Schweiz sowie nach Österreich, Luxemburg und Dänemark seit Sonntag vorläufig nicht mehr erlaubt. Das meldet der SWR. Der Warenverkehr soll jedoch aufrecht erhalten werden. Auch Berufspendler haben freie Fahrt. "Es können nur Menschen über die Grenze, die das notwendigerweise müssen", so Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

1105 gemeldete Fälle im Land

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Montagnnachmittag vom Landesgesundheitsamt (LGA) 128 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 1105 an. Von den 1105 Fällen waren 613 männlich (55%). Das Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre bei einer Spannweite von 1 bis 94 Jahren.
Überwiegend handelt es sich bei den in Baden-Württemberg bislang aufgetretenen Fällen um solche mit nachvollziehbaren Infektionsketten. Dem LGA liegen aktuell Informationen über acht intensivmedizinisch betreute Patienten vor.

977 gemeldete Fälle von Infizierten

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Sonntag (15. März) vom Landesgesundheitsamt (LGA) 150 weitere Fälle von bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (siehe Tabelle unten). Die Zahl der In-fizierten im Land steigt damit weiter an auf insgesamt 977. COVID-19 Fälle wurden mittlerweile ausallen 44 Stadt-und Landkreisen berichtet. Von den 977 Fällen waren 531 männlich (54%). Das Durchschnittsalter be-trägt 48 Jahre bei einer Spannweite von 1 bis 94 Jahren. Überwiegend handelt es sich bei den in Baden-Württemberg bislang aufgetretenen Fällen um solche mit nachvollziehbaren Infektionsketten. Dem LGA liegen derzeitInformationen über acht intensivmedizinisch betreute Patienten vor. Aktuellsind drei Todesfälle im Land (LandkreiseEsslingen und Göppingen sowieRems-Murr-Kreis) bekannt. 

Hygienemaßnahmen bei Go-Ahead

Go-Ahead teilt am Sonntag mit, dass eine automatische Türöffnung aktiviert wird: Die Türen der FLIRT-Fahrzeuge werden ab sofort an allen Verkehrshalten zentral geöffnet. Die Öffnung der Türen erfolgt einige Sekunden nach Stillstand des Zuges am Bahnsteig. Das Betätigen der Türtaster ist aktuell nicht mehr notwendig.In den Zügen von Go-Ahead Baden-Württemberg gelten die bekannten Hinweise zur Gesundheitsvorsorge des Robert-Koch-Instituts. Gründliches Händewaschen gehört dazu wie auch die umgehende Entsorgung benutzter Taschentücher.

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Samstag (14. März) vom Landesgesundheitsamt 258 weitere Fälle von bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Infizierten im Land steigt damit weiter deutlich an auf insgesamt 827.

Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird vom Robert-Koch-Institut derzeit insgesamt als mäßig eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region und ist in „besonders betroffenen Gebieten“ hoch. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern. Am 11. März wurde die weltweite Ausbreitung von COVID-19 von der WHO zu einer Pandemie erklärt

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium schließt sich der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an, dass Reiserückkehrer aus der Schweiz, Italien und Österreich auch ohne Krankheitssymptome soweit möglich bis zu zwei Wochen zu Hause bleiben sollen.

Für behördliche Maßnahmen ist aktuell weiterhin die Ausweisung der Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts handlungsleitend. Das Bundesgesundheitsministerium fordert die Bürger aber ergänzend auf, selbst achtsam zu sein, wenn sie aus den Skigebieten zurückkehren. 

Evangelische Kirche empfiehlt Gottesdienste abzusagen

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg empfiehlt ihren Gemeinden ab sofort und bis auf weiteres auf Gottesdienste zu verzichten. „Wir haben Pfarrerinnen und Pfarrer gebeten, zur üblichen Gottesdienstzeit vor Ort zu sein, die Glocken sollen läuten und aktuelle Predigten und Andachten zum Mitnehmen zur Verfügung gestellt werden.“E ine landeskirchenweite Anordnung kann die Landeskircheaufgrund der Selbständigkeit der Gemeinden gegenwärtig nicht verfügen. Zu den abzusagenden Gottesdiensten gehörenauch alle Kasualgottesdienste wie Taufen und Trauungen mit Ausnahme von Beerdigungen.Sollten einzelne Gemeinden dennoch die Feier von Gottesdiensten nach den Gegebenheiten vor Ort für verantwortbar halten, so sollendiese nur noch bis zummorgigen Sonntag Okuliund nur mit Einschränkungen stattfinden. 

Notfallnummer

Wer wegen Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus die Notfallnummer 116 117 anruft, muss diese Nummer unbedingt – ohne Vorwahl - vom Festnetz aus wählen. Darauf weist die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg hin. Anrufe von einem Mobiltelefon werden aus technischen Gründen über ein bundesweites Call-Center geleitet, das wegen des großen Andrangs jedoch völlig überlastet ist. Bei Anrufen vom Festnetz ist die Erreichbarkeit der Notfallpraxen gewährleistet.
 Auf keinen Fall sollen besorgte Bürgerinnen und Bürger eine der im Land eingerichteten Zentralen Annahmestellen für einen Corona-Abstrich direkt aufsuchen, sondern am Wochenende und abends immer vorher erst Kontakt vom Festnetz aus über die Notfallnummer 116 117 aufnehmen. Unter der Woche sind die Hausärzte die erste Anlaufstelle.

Dritter Todesfall in Baden-Württemberg

Das Landratsamt Heidenheim meldet vier weitere bestätigte Corona-Infizierte im Landkreis Heidenheim.

Der Landkreis Göppingen hat dem Gesundheitsministerium am Freitag (13. März) einen weiteren COVID-19-Todesfall gemeldet. Es handelt sich um einen Mann aus dem Kreis Göppingen, Jahrgang 1935, der am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden war. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Baden-Württemberg auf drei (Landkreise Rems-Murr, Esslingen, Göppingen), das meldet das Ministerium für Soziales und Integration. 

Am Freitagnachmittag stieg die Zahl der bestätigten Infektionen im Land innerhalb eines Tages um 115 auf 569 Fälle. Von den 569 Fällen sind 314 männlich (55%). Das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre bei einer Spannweite von 1 bis 94 Jahren. Bei den in Baden-Württemberg bislang aufgetretenen Fällen handelt es sich fast ausschließlich um solche mit nachvollziehbaren Infektionsketten.

Das Landesgesundheitsamt meldet aktuell acht mit dem Coronavirus infizierte Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden. 

Ab dem kommenden Dienstag, 17. März, bis zum Ende der Osterferien werden alle Schulen und Kindertagesstätten im Land geschlossen. Außerdem werden Veranstaltungen mit mehr als 100 Besucher in geschlossenen Räumen untersagt. Das hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Freitagnachmittag mitgeteilt. Mit den Maßnahmen soll die Verbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.

Das Landratsamt Esslingen hat dem Ministerium für Soziales und Integration am heutigen Freitag (13. März) mitgeteilt, dass gestern ein 80-jähriger Mann aus Kirchheim in einer Klinik verstorben ist, der zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Dabei handelt es sich um den zweiten Todesfall in Baden-Württemberg, der im Zusammenhang mit Corona steht.

„Wir haben von Anfang darauf hingewiesen, dass der Krankheitsverlauf bei einer Infizierung mit dem Coronavirus zwar bei einer großen Mehrheit der Bevölkerung moderat ist, es aber eben auch – vor allem bei älteren Menschen – sehr ernsthafte, kritische Verläufe gibt“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha. „Der zweite im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehende Todesfall im Land und einige infizierte Menschen, die derzeit mit schwerem Krankheitsverlauf auf Intensivstationen liegen, zeigen eindringlich, wie ernst die Situation für unser Gesundheitswesen ist. Und dass wir alles in unsere Macht Stehende dafür tun müssen, um gerade die besonders gefährdeten vulnerablen Gruppen wie chronisch kranke, pflegebedürftige und ältere Menschen vor dem Virus zu schützen. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von höchster Dringlichkeit.“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Gesundheitsminister Manne Lucha und Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann informieren ab 14 Uhr live aktuell über die Ergebnisse und Entscheidungen der Sonderkabinettssitzung.

 454 Infizierte im Land

Dem Fachbereich Gesundheit des Landratsamtes Heidenheim wurden seit gestern Abend (12.  März)  sechs weitere Corona-Erkrankungen vom Landesgesundheitsamt gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der positiv getesteten Coronafälle im Landkreis Heidenheim auf zehn. Aktuell befinden sich rund 100 Personen in häuslicher Isolation innerhalb des Landkreises. 

Wie der SWR meldet, bestätigte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) die Ankündigung, allgemeine Schul- und Kitaschließungen in Betracht zu ziehen: "Diese können ein wichtiger Baustein sein, um soziale Kontakte, die auch immer die Gefahr von Ansteckungen mit sich bringen, auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren." Es stünden jetzt sehr einschneidende Entscheidungen an, um das Land gut durch die Krise zu steuern, so Lucha. Die Landesregierung will am Freitag bei einer Sondersitzung des Kabinetts über landesweite Schulschließungen bis Ostern entscheiden.

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Donnerstagabend (12. März) vom Landesgesundheitsamt 119 weitere Fälle von bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Infizierten im Land steigt damit weiter deutlich an auf insgesamt 454.

Vorsichtsmaßnahmen in Bussen

 In einem Bus bei Schwäbisch Hall wurde der Bereich des Fahrers am 12. März abgesperrt. Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart bittet alle Busunternehmen im Verbundgebiet, ihre Fahrgäste nur noch an den hinteren Türen ein- und aussteigen zu lassen. Die Vorsichtsmaßnahme soll laut VVS-Mitteilung vom Donnerstag dazu dienen, die Ansteckungsgefahr für die Busfahrer und für die Fahrgäste zu reduzieren. In den Bussen sollen auch bis auf Weiteres keine Tickets mehr verkauft werden.

Wegen der Ausbreitung des Corona-Virus zieht die Landesregierung nun auch Schulschließungen in Betreacht. Wie die Südwest Presse meldet, stehe der Gesundheitsschutz der Bevölkerung an erster Stelle. "Durch die dynamische Lageentwicklung können flächendeckende Schul- und Kitaschließungen in Baden-Württemberg nicht mehr ausgeschlossen werden“, sagte Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) auf SWP Nachfrage. Für Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr ihre Abschlüsse machen, darf laut Kultusministerin kein Nachteil entstehen.

Kretschmann plant Sondersitzung

Ministerpräsident Kretschmann plane für Freitag, 13. März, eine Sondersitzung. Die SWP zitiert seinen Regierungssprecher Rudi Hoogvliet: „Wir müssen jetzt alles tun, um die Infektionsrate zu verlangsamen und das Gesundheitssystem in diesen Corona-Zeiten funktionsfähig zu halten.“

Wie das Sozialministerium am Donnerstag (12. März) mitteilt, gibt es einen ersten bestätigten Todesfall mit Coronavirus in Baden-Württemberg.

Der 67-jährige Ehemann einer mit dem Coronavirus infizierten Frau war vor wenigen Tagen zu Hause im Rems-Murr-Kreis verstorben. Inzwischen ist der Leichnam positiv auf das Coronavirus getestet worden. 
 
Im Rems-Murr-Kreis waren vergangene Woche mehrere Infektionen mit dem Coronavirus aufgetreten. Darunter war auch eine 70-jährige Frau, die nach ihrer Rückkehr aus Frankreich positiv auf das Virus getestet worden war. Die Frau befindet sich nach wie vor in stationärer Behandlung. Der 67-jährige Ehemann der Erkrankten, der im Februar aus dem afrikanischen Kongo zurückgekehrt war, war vor wenigen Tagen zu Hause verstorben. Inzwischen ist der Leichnam positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigten das Gesundheitsamt des Rems-Murr-Kreises und das Landesgesundheitsamt am Donnerstag (12. März) in Stuttgart.

Damit handelt es sich um den ersten Todesfall mit Coronavirus im Land Baden-Württemberg.

58 weitere Fälle am Mittwoch bestätigt

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Mittwochabend (11. März) vom Landesgesundheitsamt 58 weitere Fälle von bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Infizierten im Land steigt damit auf insgesamt 335.

Am Mittwoch (11. März) wurde ein weiterer Corona-Fall im Landkreis Heidenheim bestätigt – eine 33-jährige Frau aus der Stadt Heidenheim. Sie wurde bei ihrem Hausarzt mit grippalen Symptomen vorstellig. Sie ist Reiserückkehrerin aus Österreich. Damit steigt die Zahl der positiv auf das Covid-19-Virus getesteten Personen im Landkreis Heidenheim auf insgesamt vier. Der Fachbereich Gesundheit des Landratsamtes ermittelt die Kontaktpersonen aus dem Umfeld, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten. 

Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 inzwischen als Pandemie ein. 

 Das Robert Koch-Institut stuft die an Deutschland grenzenden französischen Gebiete Elsass und Lothringen als Risikogebiete ein. Im Kreis Heinsberg gibt es einen weiteren Todesfall, das meldet die Tagesschau. 

Am späten Dienstagnachmittag (10. März) wurden dem Ministerium für Soziales und Integration vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg insgesamt 45 neue bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Betroffen sind die Landkreise Böblingen (1 Fall), Calw (4 Fälle), Esslingen (5 Fälle), Freudenstadt (1 Fall), Göppingen (1 Fall), Karlsruhe (2 Fälle), Ludwigsburg (3 Fälle), Rastatt (1 Fall), Ravensburg (3 Fälle), Reutlingen (1 Fall), Sigmaringen (2 Fälle), Tübingen (2 Fälle), der Bodenseekreis (1 Fall), der Rems-Murr-Kreis (1 Fall), der Rhein-Neckar-Kreis (1 Fall), der Zollernalbkreis (4 Fälle) sowie die Städte Ulm (1 Fall), Karlsruhe (2 Fälle) und Stuttgart (9 Fälle).

Zusätzliche Risikogebiete

Das Robert-Koch-Institut klassifiziert seit Dienstag (10 März) ganz Italien sowie den ganzen Iran und nicht mehr nur einzelne Regionen in diesen beiden Staaten als Risikogebiete. Insgesamt identifiziert das Robert-Koch-Institut damit als Risikogebiete folgende Regionen: ganz Italien, in China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan), ganz Iran, in Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang).

Darüber hinaus empfiehlt das Ministerium für Soziales und Integration in einer aktuellen Mitteilung, das französische Département Haut-Rhin im südlichen Elsass, das an Südbaden grenzt, für Baden-Württemberg zusätzlich wie ein Risikogebiet zu behandeln. Aufgrund der neuen Bewertung bezogen auf Risikogebiete hat das Kultusministerium heute (10. März) erneut alle Schulen und Kindergärten im Land über die folgenden Regelungen informiert.

Veranstaltungsabsagen

Am Dienstag, 10. März fand im Landratsamt Heidenheim eine weitere Abstimmungsrunde der Kreisverwaltung mit Vertretern der kreisangehörigen Städte und Gemeinden statt. Dabei ging es um die gemeinsame Bewertung von geplanten Veranstaltungen der nächsten zwei Wochen im Landkreis. Unter epidemiologischen Gesichtspunkten wurde die Empfehlung ausgesprochen, kommunale Seniorenfeiern abzusagen. Gottesdienste können aus heutiger Sicht in gewohntem Umfang stattfinden. Insgesamt wird für kirchliche Veranstaltungen an die Kirchen appelliert, verantwortungsbewusst vorzugehen. Unter Abwägung der bestehenden Risiken sind diese eigenverantwortlich nach folgenden Kriterien, wie zum Beispiel kommunaler oder überregionaler Charakter, Teilnehmerzahl, Zielgruppe mit erhöhtem Schutzbedarf, Raumsituation und Platzierung der Personen zu bewerten.

Das Landratsamt Heidenheim empfiehlt den Vereinen und Organisationen, bei größeren Jahreshauptversammlungen das Infektionsrisiko eigenverantwortlich zu beurteilen und in Zweifelsfragen auf den Fachbereich Gesundheit des Landratsamts oder die jeweilige Stadt- oder Gemeindeverwaltung zuzugehen.

Für Sportveranstaltungen in Räumen gelten die bisherigen Empfehlungen: Begrenzung grundsätzlich auf 100 Zuschauer. Sollte eine solche Begrenzung nicht möglich sein, sollte die Veranstaltung ohne Zuschauer stattfinden oder ganz abgesagt werden.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha unterstützt die Linie von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, den zuständigen örtlichen Behörden zu empfehlen, Veranstaltungen ab einer Größe von mehr als 1.000 Personen vorsorglich abzusagen.

In einer Meldung des Gesundheitsministeriums wird Lucha zitiert: „Es macht keinen Sinn, dass jedes Bundesland unterschiedlich mit den Empfehlungen aus dem Bund umgeht. Deshalb werden wir diesen grundsätzlich folgen und unsere zuständigen örtlichen Behörden entsprechend darüber informieren. Wir hoffen, dass die anderen Bundesländer genauso verfahren.“

Verkehrsminister Hermann appelliert an Fahrgäste in Bussen und Bahnen

Landesverkehrsminister Winfried Hermann hat die Fahrgäste in Bussen und Bahnen dazu aufgerufen, die Hygieneregeln und Verhaltensempfehlungen zum Schutz vor Infektionen konsequent zu befolgen. „Jede und jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Das kann dazu beitragen, insbesondere auch ältere Menschen, sowie Personen mit Vorerkrankungen, die stärker gefährdet sind, durch vorsorgliches Handeln vor einer Infektion zu schützen“, teilte Minister Hermann am Dienstag nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Stuttgart mit.

Am späten Montagnachmittag (9. März) wurden dem Ministerium für Soziales und Integration vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg insgesamt 33 neue bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Betroffen sind die Landkreise Heilbronn (6 Fälle), Schwäbisch Hall (1 Fall), Esslingen (2 Fälle), Calw (1 Fall), Emmendingen (1 Fall), Tübingen (1 Fall), Ludwigsburg (1 Fall), Breisgau-Hochschwarzwald (1 Fall), der Ortenaukreis (5 Fälle), der Rhein-Neckar-Kreis (3 Fälle), der Main-Tauber-Kreis (1 Fall), der Hohenlohekreis (1 Fall) und der Ostalbkreis (1 Fall) sowie die Städte Freiburg (4 Fälle), Mannheim (2 Fälle), Stuttgart (1 Fall) und Ulm (1 Fall).

Zwei Todesfälle in Deutschland

Nordrhein-Westfalen meldet am Sonntag  (8. März) die ersten beiden Todesfälle wegen des Coronavirus in Deutschland. Es handele sich um eine Person in Heinsberg und eine in Essen, das meldet die Tagesschau. 

In Deutschland sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus zwei Menschen gestorben. Das teilten der Kreis Heinsberg und die Stadt Essen mit. In Essen starb eine 89-jährige Frau, bei der das Virus am vergangenen Dienstag festgestellt worden sei.

Am Wochenende war erstmals ist ein Deutscher nachweislich an dem neuartigem Coronavirus gestorben, meldet die Süddeutsche Zeitung. Es handele sich um einen 60- jährigen Mann, der vor einer Woche nach Ägypten eingereist ist. Das teilte das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag, 8. März, mit. Es ist zugleich der erste bekannte Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 in Afrika.

Am Sonntagnachmittag, 8. März wurden dem Ministerium für Soziales und Integration vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg insgesamt 17 neue bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Betroffen sind die Landkreise Emmendingen (9 Fälle), Rastatt (1 Fall) und Ravensburg (1 Fall), der Rhein-Neckar-Kreis (3 Fälle), der Ortenaukreis (1 Fall), der Rems-Murr-Kreis (1 Fall) sowie die Stadt Stuttgart (1 Fall).

In Remshalden ist am Wochenende eine fünfte Infektion mit dem Coronavirus aufgetreten, meldet das Landratsamt Rems-Murr-Kreis am Sonntagnachmittag. Die 70-jährige Frau ist positiv auf das Virus getestet worden. Sie hatte sich zuvor in Frankreich aufgehalten. Die Frau befindet sich in stationärer Behandlung in den Rems-Murr-Kliniken.

Der Ehemann der Erkrankten, der im Februar aus dem afrikanischen Kongo zurückgekehrt war, ist vor wenigen Tagen verstorben. Ob dieser ebenfalls an Corona erkrankt war, oder der Tod andere Ursachen hatte, ist noch in Abklärung. Das Gesundheitsamt hat insoweit das Land um Unterstützung gebeten.

In diesem Zusammenhang bittet das Gesundheitsamt nochmals alle Bürgerinnen und Bürger, die aus Risikogebieten kommen und Symptome wie Atemwegsbeschwerden haben, nur nach telefonischer Abstimmung Arztpraxen oder Notfallpraxen aufzusuchen.

Am Samstagabend, 7. März, wurden dem Ministerium für Soziales und Integration vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg insgesamt 12 neue bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Betroffen sind die Landkreise Rastatt (2 Fälle), Ludwigsburg (2 Fälle), Biberach (1 Fall), der Alb-Donau-Kreis (1 Fall), Landkreis und Stadt Karlsruhe (4 Fälle) sowie Mannheim (1 Fall) und Baden-Baden (1 Fall).

Bei allen Personen handelt es sich um Reiserückkehrer aus der Region Südtirol.

Am Samstagnachmittag, 7. März, wurden dem Ministerium für Soziales und Integration vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg insgesamt 54 neue bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Betroffen sind die Landkreise Main-Tauber (21 Fälle, alle Rückkehrer einer Reisegruppe aus Südtirol), Heilbronn (6 Fälle), Esslingen (2 Fälle), Emmendingen (2 Fälle), Heidenheim (2 Fälle), Breisgau-Hochschwarzwald (1 Fall), Göppingen (1 Fall), Konstanz (1 Fall) und Biberach (1 Fall) sowie der Ortenaukreis (4 Fälle), der Rhein-Neckar-Kreis (3 Fälle), der Schwarzwald-Baar-Kreis (1 Fall), der Enzkreis (1 Fall) und die Städte Stuttgart (4 Fälle), Heidelberg (3 Fälle) und Mannheim (1 Fall). 

Das Sozialministerium meldet am Freitagabend, 6. März, 20 neue bestätigte Covid-19-Fälle. Betroffen sind die Landkreise Heilbronn (4 Fälle), Ludwigsburg (2 Fälle), Böblingen (2 Fälle), Esslingen (1 Fall), Karlsruhe (1 Fall), Ravensburg (1 Fall) sowie der Bodenseekreis (1 Fall), der Neckar-Odenwald-Kreis (1 Fall), der Main-Tauber-Kreis (1 Fall), der Rems-Murr-Kreis (1 Fall), der Rhein-Neckar-Kreis (1 Fall) und die Städte Mannheim (1 Fall), Stuttgart (1 Fall) und Freiburg (2 Fälle).

Am Freitagvormittag, 6. März, wurden dem Sozialministerium vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg sieben neue bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Betroffen ist der Rems-Murr-Kreis (1 Fall), der Ortenaukreis (2 Fälle), die Stadt Heilbronn (1 Fall) sowie die Landkreise Biberach (1 Fall), Emmendingen (1 Fall) und Calw (1 Fall).

In Heilbronn handelt es sich um einen männlichen Reiserückkehrer (Jahrgang 1970) aus Südtirol (Wolkenstein, Gröden, Italien). Auch ein neuer mit dem Coronavirus infizierter männlicher Patient (Jahrgang 1963) aus dem Rems-Murr-Kreis hatte sich zuvor in Südtirol (Seis, Italien) aufgehalten. Aus dem Ortenaukreis werden zwei Infektionen gemeldet. Es handelt sich dabei um zwei weibliche Personen (Jahrgang 1966 und 2003) einer Familie, die sich zuvor in Südtirol aufgehalten hatten. Ein 29-Jähriger Infizierter aus dem Landkreis Calw hatte sich zuvor in Sirmione (Lombardei, Italien) aufgehalten. Im Landkreis Emmendingen handelt es sich um eine Frau, die zuvor an einer Veranstaltung in Mulhouse (Frankreich) teilgenommen hatte, in deren Zusammenhang bereits mehrere Personen positiv getestet wurden. Im Landkreis Biberach handelt es sich um einen 43-Jährigen Mann, der sich zuvor ebenfalls in Südtirol aufgehalten hatte. Er befindet sich in häuslicher Isolation.

Aufgrund einer Empfehlung des Innenministeriums Baden-Württemberg schließt das Landratsamt Ostalbkreis für externe Besucher bis auf Weiteres seine Cafeteria im 5. Stock des Aalener Landratsamts in der Stuttgarter Straße 41 und bittet die Gäste um Verständnis für diese Maßnahme.

Außerdem sollten Kunden der Landkreisverwaltung verstärkt von der Möglichkeit Gebrauch machen, Termine bei den Dienststellen des Ostalbkreises vorab telefonisch oder per E-Mail zu vereinbaren. Besonders wird auf den Service hingewiesen, den die Zulassungs- und Führerscheinstellen des Landratsamtes zur Online-Terminvereinbarung anbieten: www.ostalbkreis.de, Rubrik Online-Service.

Risikogebiet Südtirol

Südtirol ist jetzt auch Corona- Risikogebiet, das meldet das Robert-Koch Institut am Donnerstagabend. Damit wird Reiserückkehrern auch aus diesem Gebiet offiziell empfohlen, zu Hause zu bleiben. Reisende aus Baden-Württemberg, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in Südtirol aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen - unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit vorläufig zu Hause bleiben. Reisende, die aus einem Risikogebiet wie Südtirol kommen und innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen oder Durchfall entwickeln, sollten umgehend telefonisch die Hausarztpraxis kontaktieren oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 anrufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Risikogebiete sind laut RKI solche Gebiete, bei denen eine fortsetzende Übertragung des Coronavirus von Mensch zu Mensch vermutet werden kann.

Wie die Heidenheimer Zeitung am Donnerstag mitteilt, wird am Heidenheimer Klinikum ab sofort und bis auf Weiteres nicht mehr ambulant operiert.

Neun neue bestätigte Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg meldet das Sozialministerium am Donnerstagabend. Betroffen ist der Zollernalbkreis (8 Fälle) und der Hohenlohekreis (1 Fall). Im Zollernalbkreis handelt es sich um vier Männer und vier Frauen im Alter zwischen 19 und 65 Jahren, die Mitglieder einer Reisegruppe nach Südtirol waren. Im Hohenlohekreis handelt es sich um eine Reiserückkehrerin (Jahrgang 1963) aus Piemont (Italien).

Am Donnerstagnachmittag meldet das Sozialministerium sieben neue bestätigte Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg. Betroffen sind die Landkreise Esslingen (3 Fälle) und Rhein-Neckar-Kreis (1 Fall), der Zollernalbkreis (1 Fall), der Bodenseekreis (1 Fall) sowie Landkreis Karlsruhe (1 Fall).

Die aus dem Landkreis Esslingen gemeldeten weiteren drei Fälle stehen in Zusammenhang mit einer bereits gemeldeten Erkrankungsgruppe. Der Mann und die beiden Frauen (alle Jahrgang 2001) waren ebenfalls Mitglieder dieser Reisegruppe nach Südtirol (Wolkenstein, Gröden, Italien) gewesen. Der gemeldete Fall aus dem Rhein-Neckar-Kreis ist ein Mann (Jahrgang 1960), der von einer Reise nach Malè (Südtirol, Italien) zurückgekehrt ist. Ein weiterer Fall wird aus dem Zollernalbkreis gemeldet. Es handelt sich um eine männliche Person, nähere Informationen gibt es hierzu bislang nicht. Der gemeldete Fall aus dem Bodenseekreis ist eine Frau (Jahrgang 1969) mit Reiseanamnese nach Südtirol. Sie ist eine Kontaktperson zu einem schon bestätigten Fall aus dem Bodenseekreis. Bei dem gemeldeten Fall aus dem Landkreis Karlsruhe handelt es sich um eine 18-jährige Person mit Reiseanamnese nach Sankt Christina in Gröden (Südtirol, Italien). Weitere Angaben liegen dazu noch nicht vor.

Bereits am Mittag hatte das Sozialministerium acht neue bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Betroffen sind die Landkreise Esslingen (5 Fälle) und Ravensburg (1 Fall), der Bodenseekreis (1 Fall) sowie Stuttgart (1 Fall).

Drei der gemeldeten Fälle aus dem Landkreis Esslingen stehen in Zusammenhang mit dem ersten gemeldeten Fall aus dem Kreis. Die drei Frauen (zwei Mal Jahrgang 1970 sowie Jahrgang 2002) waren Mitglieder einer Reisegruppe nach Südtirol (Wolkenstein, Gröden, Italien). Alle drei Personen befinden sich in häuslicher Isolation. Unabhängig von dieser Reisegruppe erkrankte außerdem eine Frau (Jahrgang 2000), die sich ebenfalls in Südtirol (Wolkenstein, Gröden, Italien) aufgehalten hatte. Beim fünften neuen Fall aus dem Landkreis Esslingen handelt es sich um einen Mann (Jahrgang 1957), der von einer Reise aus Livigno (Lombardei, Italien) zurückgegehrt ist. In häuslicher Isolation befindet sich außerdem ein am Coronavirus erkrankter Mann (Jahrgang 1969) aus dem Landkreis Ravensburg, der sich zuvor ebenfalls in Südtirol aufgehalten hatte. Im Bodenseekreis handelt es sich um eine weibliche Reiserückkehrerin (Jahrgang 1966) aus Südtirol. Eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus wurde veranlasst. Bei dem neuen Fall in Stuttgart handelt es sich um einen Mann (Jahrgang 1979), der sich zuvor in der Lombardei (Italien) aufgehalten hatte.

Das Sozialministerium bestätigt am Mittwochabend 15 neue Corona-Fälle im Land. Betroffen sind der Rems-Murr-Kreis (1 Fall), der Zollern-Alb-Kreis (1 Fall), der Ostalbkreis (2 Fälle), die Landkreise Heidenheim (1 Fall), der Alb-Donau-Kreis (2 Fälle), der Landkreis Heilbronn (4 Fälle), Stuttgart (1 Fall) und Sigmaringen (1 Fall) sowie Mannheim (1 Fall) und Freiburg (1 Fall).

Im Zusammenhang mit der ersten bestätigten Infektion im Rems-Murr-Kreis wurde die Familie des Betroffenen untersucht. Dabei wurde nun auch die 14-jährige Tochter des Erkrankten positiv getestet. Sie befindet sich in häuslicher Isolation. Im Zollern-Alb-Kreis handelt es sich um eine 25-jährige Frau, die zuvor engen Kontakt mit einem bereits bestätigten Fall aus demselben Landkreis hatte. Stationär isoliert in einem Krankenhaus befindet sich außerdem ein 80-Jähriger Mann aus dem Landkreis Heidenheim. Im Landkreis Sigmaringen befindet sich ein 40-jähriger Mann in häuslicher Isolation, der sich zuvor in Südtirol (Wolkenstein, Gröden, Italien) aufgehalten hatte. In Freiburg handelt es sich um einen 58-jährigen Mann, der sich zuvor in Südtirol (Wolkenstein, Gröden, Italien) aufgehalten hatte.

Aus dem Ostalbkreis werden zwei neue Fälle gemeldet. Die beiden Frauen (38 Jahre und 33 Jahre alt) sind Kontaktpersonen eines bereits Infizierten aus demselben Landkreis und befinden sich derzeit in häuslicher Isolation. In Mannheim handelt es sich um eine 1987 geborene Reiserückkehrerin aus Teheran. Sie kam am 24. Februar aus dem Iran zurück und weist milde, abnehmende Symptome mit Husten, aber ohne Fieber auf. Sie befindet sich in häuslicher Isolation. Bei den zwei Fällen im Alb-Donau-Kreis handelt es sich um einen 56-jährigen Mann und seinen 19-jährigen Sohn, die von einer Reise aus Südtirol (St. Christina, Gröden, Italien) zurückgekommen sind. Bei den vier Fällen im Landkreis Heilbronn handelt es sich um zwei Frauen (Jahrgang 1929 und 1933) und zwei Männer (einer davon Jahrgang 1943). Alle vier Personen sind Bewohner des bereits von Covid-19-Infektionen betroffenen Pflegeheimes. Bei dem Fall in Stuttgart handelt es sich um einen männlichen Reiserückkehrer (Jahrgang 1976) aus Malè (Trentino-Südtirol, Italien). Der Patient wird stationär im Krankenhaus aufgenommen.

Sechs weitere Fälle bestätigt das Sozialministerium Baden-Württemberg am Mittwochnachmittag. Betroffen sind der Main-Tauber-Kreis (1 Fall), der Rhein-Neckar-Kreis (3 Fälle) sowie Ludwigsburg (1 Fall) und Stuttgart (1 Fall).

Im Main-Tauber-Kreis handelt es sich um eine 46-Jährige Frau, die sich zuvor (vom 22. Februar bis 8.Februar) in Südtirol aufgehalten hatte. Beim Fall in Ludwigsburg handelt es sich um einen 61-Jährigen Mann, der sich zuvor in Neapel (Italien) aufgehalten hatte. In Stuttgart handelt es sich um eine 55-jährige Frau, die von einer Reise aus Barcelona zurückgekehrt ist. Bei den drei Fällen im Rhein-Neckar-Kreis handelt es sich um einen 55-Jährigen, der zuvor Kontakt zu einem bestätigten Fall aus dem Landkreis hatte sowie um einen 36-Jährigen Reiserückkehrer aus Teheran (Iran) und um einen 55-Jährigen, der sich zuvor in Südtirol aufgehalten hatte.

Das Landratsamt Ostalbkreis hat am Mittwochmorgen zur Pressekonferenz zum ersten Fall im Ostalbkreis eingeladen. Hier sind die wichtigsten Informationen zusammen gefasst.

Bahnunternehmen reagieren auf zunehmende Zahl von Corona-Erkrankungen

Aufgrund der wachsenden Zahl der Corona-Erkrankungen in Baden-Württemberg werden die Desinfektionsmaßnahmen in den Nahverkehrszügen verschärft. Das meldet das Verkehrsministerium am Mittwochnachmittag. Bei einer gemeinsamen Sitzung im baden-württembergischen Verkehrsministerium haben sich die Bahnunternehmen im Südwesten über kurzfristige Vorsorgemaßnahmen ausgetauscht.

So werden Handgriffe und Toiletten jetzt mit speziellen Desinfektionsmitteln gereinigt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Zügen, aber auch in den Leitstellen sind angehalten, besondere Hygiene-Maßnahmen an ihren Arbeitsplätzen zu ergreifen. „Bereits jetzt haben wir durch saisonale Infekte eine hohe Krankenrate bei den Lokführern. Wir bereiten uns vorsorglich auf die Möglichkeit vor, dass in Folge zunehmender Corona-Erkrankungen weitere Mitarbeiter der Zugunternehmen betroffen sein könnten und nicht mehr zur Arbeit kommen können“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Einvernehmen herrscht zwischen Eisenbahngesellschaften, Nahverkehrsgesellschaft des Landes und dem Verkehrsministerium, dass im Krisenfall zuerst Fahrpläne ausgedünnt würden, bevor ganze Strecken nicht mehr befahren werden. „Wir haben auch im Blick, dass die Reisenden an den Bahnhöfen und im Internet dann bestmöglich und schnell über gemeinsame Kanäle der Unternehmen informiert werden müssen“, ergänzte der Minister. Zudem könnten die Fahrgäste sich selbst und andere dadurch schützen, dass sie immer wieder ihre Hände mit Seife waschen oder in die Armbeuge niesen oder husten.

Am Morgen des 4. März wurden dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg sieben neue bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Betroffen sind Freiburg (3 Fälle), der Bodenseekreis (1 Fall) sowie Ulm (3 Fälle). Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten im Land steigt damit auf 44.

Ein Mann aus dem Bodenseekreis erkrankte nach seiner Rückkehr aus Bormio (Italien/Lombardei) am 3. März mit milder Symptomatik. Er befindet sich derzeit in häuslicher Isolation.

Bei den Fällen aus dem Raum Freiburg handelt es sich um einen Mann (Jahrgang 1966), der sich zuvor in Südtirol (Italien/Obereggen) aufgehalten hatte sowie um einen weiteren ebenfalls aus Südtirol (Italien/Wolkenstein) zurückkehrenden Mann (Jahrgang 1957) mit milden Symptomen. Auch ein Mädchen (Jahrgang 2008) erkrankte als Kontaktperson ihres Vaters an Fieber, Schwindel sowie Kopfschmerzen und befindet sich, wie die beiden anderen Fälle, in häuslicher Isolation.

Bei den Fällen in Ulm handelt es sich um drei Mitglieder von insgesamt vier Familien, die sich während der Faschingsferien gemeinsam in Südtirol aufgehalten hatten. Es handelt sich um zwei männliche Erwachsene (48 und 53 Jahre) sowie um einen 12-Jährigen Jungen. Alle vier Familien befinden sich derzeit in häuslicher Isolation.

In Baden-Württemberg wurden am Dienstagabend sieben weitere bestätigte Corona-Fälle bekannt. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 37. Der Ostalbkreis hat einen ersten bestätigten Coronafall. „In häuslicher Isolation“ befinde sich eine 43-jährige Frau aus dem Ostalbkreis, hat das Sozialministerium am Dienstagabend mitgeteilt. Die Frau habe zuvor Fastnachtsumzüge in Heinsberg besucht

In Esslingen wurden fünf Fälle gemeldet. Bei zwei der Erkrankten handelt es sich um ein Paar, dass sich zwischen dem 22. und 29 Februar, in Südtirol aufgehalten hatte. Das Paar befindet sich derzeit in häuslicher Isolation. Ein zweites erkranktes Paar aus Esslingen hat sich zuvor im Urlaub in Florenz und Bologna aufgehalten. Wegen einer bestehenden Grunderkrankung befinden sich beide in einem Krankenhaus. Der fünfte Fall aus Esslingen betrifft einen 18-Jährigen, der im Urlaub in Südtirol war.

Auch ein 35-Jähriger aus dem Landkreis Lörrach hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Zuvor hat er sich in Mailand aufgehalten. Nach seiner Reise entwickelte er Fieber und Husten. Derzeit befindet er sich in häuslicher Isolation.

Bei einem 44-jährigen Mann mit leichten Symptomen aus dem Rems-Murr-Kreis wurde am Montag vom Hausarzt ein Abstrich entnommen. Das Testergebnis fiel positiv aus. Die Infektionskette wird derzeit noch ermittelt. Die stationäre Aufnahme wurde veranlasst.

Auch aus dem Landkreis Ludwigsburg wird ein weiterer bestätigter Fall gemeldet. Ein 45-jähriger Reiserückkehrer aus Südtirol hatte sich zuvor mit einem leichten grippalen Infekt beim Hausarzt vorgestellt und befindet sich derzeit in häuslicher Isolation. Die Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Hinweise für Schulen zum Umgang mit Schüleraustauschen, Studien- und Klassenfahrten

In den vergangenen Tagen haben das Kultusministerium zahlreiche Anfragen von Schulen und Eltern erreicht, wie derzeit mit Schüleraustauschen, Studien- oder Klassenfahrten umzugehen ist. Deshalb hat das Kultusministerium an diesem Dienstag, 3. März, allen Schulen folgende Hinweise zum Umgang mit solchen außerunterrichtlichen Veranstaltungen sowie zu Fragen des Kostenersatzes gegeben:

Reisen in vom Robert Koch-Institut Berlin benannte Risikogebiete:

Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche in Risikogebiete, die für den Zeitraum bis zum Ende des laufenden Schuljahres geplant sind, sind von der Schulleitung abzusagen. Dies gilt gleichermaßen für Schüleraustausche mit Schülerinnen und Schülern, die aus Risikogebieten kommen.

Außerdem empfiehlt das Kultusministerium allen Lehrkräften des Landes und allen anderen an Schulen Beschäftigten dringend, auch keine privaten Reisen in Risikogebiete zu unternehmen. Die Einschätzung der Risikogebiete erfolgt durch das Robert-Koch-Institut.

Reisen in Nichtrisikogebiete im Ausland

Vor Reisen in Nichtrisikogebiete im Ausland ist eine Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden erforderlich. Das Kultusministerium empfiehlt, dass Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche ins bzw. mit dem Ausland im Zweifelsfall, also dann, wenn keine positive Aussage des zuständigen Gesundheitsamtes zu der Durchführung der Veranstaltung vorliegt, ebenfalls von der Schulleitung abgesagt werden.

Reisen im Inland:

Bei Reisen im Inland gibt es nach derzeitigem Stand keine Empfehlung, diese abzusagen. Das Kultusministerium wird die weitere Entwicklung sehr aufmerksam beobachten und seine Hinweise gegebenenfalls entsprechend anpassen.

Kostenersatz:

Wird eine Reise nach den genannten Grundsätzen abgesagt, weil die Absage danach zwingend vorzunehmen ist (Risikogebiete) oder empfohlen wurde (Ausland), werden die berechtigten, vom Veranstalter in Rechnung gestellten Stornierungskosten vom Land Baden-Württemberg übernommen. Hierbei gilt eine allgemeine Schadensminderungspflicht. Die Schule ist daher auch verpflichtet, gegenüber ihrem Vertragspartner (etwa Transportunternehmen, Reiseveranstalter) auf den Abzug bzw. die Rückzahlung ersparter Aufwendungen hinzuwirken.

Eine Kostenübernahme durch das Land ist in jedem Fall auf die Kosten begrenzt, die dadurch entstehen, dass die Reise am bereits gebuchten Termin nicht durchgeführt werden konnte. Damit sind die mit der ursprünglichen Reise verbundenen Kosten die Obergrenze für eine Kostenübernahme durch das Land, also Stornokosten von höchstens 100 Prozent des Reisepreises. Dies bedeutet konkret, dass bei der Umbuchung einer Reise von einem Risikogebiet in ein Nichtrisikogebiet nicht die eventuell höheren Kosten der Alternativreise erstattet werden können, sofern sie die Stornokosten der bisherigen Reise übersteigen.

Weitere Fälle

Das Sozialministerium meldet am Dienstagvormittag zwei weitere Infektionen mit dem Coronavirus. Beim ersten Fall handelt es sich um einen 61-jährigen Mann aus dem Zollernalbkreis, der als Mitglied einer Reisegruppe zum Ski fahren in Südtirol war. Die Rückkehr erfolgte am Wochenende (29. Februar/01. März). Am 2. März zeigte der Mann dann entsprechende Symptome. Er befindet sich derzeitig in häuslicher Isolation.

Ein weiterer bestätigter Fall wird aus dem Stadtkreis Ulm gemeldet. Die 45-jährige Frau kam aus dem Skiurlaub in Südtirol und wird derzeit in der Universitätsklinik Ulm isoliert versorgt. Das Gesundheitsamt ermittelt die Infektionskette.

Im Stadtkreis Heilbronn gibt es seit dem späten Montagnachmittag einen neuen bestätigten Corona-Fall. Das meldet das Sozialministerium. Eine 51-jährige Frau wurde nach einer privaten Reise in die Lombardei bzw. nach Livigno (vom 21. Februar bis 27. Februar) positiv getestet. Sie befindet sich aktuell in häuslicher Isolation, ebenso wie ihre Kontaktpersonen.

Das Sozialministerium meldet fünf weitere Corona-Fälle in Baden-Württemberg aus dem Landkreis Heilbronn. Im ersten Fall handelt es sich um einen männlichen Bewohner (Jahrgang 1935) eines Altersheims. Er war Kontaktperson eines COVID-19-Infizierten. Die stationäre Aufnahme erfolgte am Freitag, 28.Februar. Beim zweiten Fall handelt es sich ebenfalls um eine Kontaktperson des oben erwähnten COVID-19-Infizierten. Es ist eine Arbeitskollegin (Jahrgang 1966). Sie befindet sich seit dem 28.Feburar in stationärer Isolation. Deren Tochter wurde ebenfalls positiv getestet. Sie befindet sich auch in stationärer Isolation seit dem 28.Feburar. 
Des Weiteren hatte sich eine asymptomatische männliche Person am 28.2 testen lassen – auch hier wurde eine Infektion bestätigt.

Am späten Sonntagabend wurden vier weitere Corona-Infektionen in Baden-Württemberg bestätigt, damit steigt die Zahl auf 20. Das Gesundheitsamt Mannheim meldete drei Fälle. Laut Pressemitteilung des Sozialministeriums handelt es sich dabei um eine 68-jährige männlich Kontaktperson zu dem bestätigten Heidelberger Fall eines Südtirol-Heimkehrers. Die Person ist asymptomatisch und befindet sich in häuslicher Isolation. Die Kontaktpersonenermittlung läuft.

Im zweiten Fall handelt es sich um einen 24-jährigen Mann, der an den Fastnachtsumzügen in Heinsberg (NRW) teilgenommen hatte. Außer einer episodenhaften leichten Erkältung (25. bis 27.Februar) gab der Mann keine weiteren Beschwerden an. Er befindet sich in häuslicher Isolation seit dem 26.Februar. Die Kontaktpersonenermittlung wurde aufgenommen.

Der dritte Infizierte ist ein 54-jähriger männlicher Iranheimkehrer aus der Provinz Ghom (Rückkehr am 24.Februar). Der Patient leidet an so genannten respiratorischen Symptomen. Die stationäre Einlieferung ist veranlasst. Eine Kontaktpersonenermittlung ist initiiert.

In Baden-Württemberg wurde am Wochenende ein weiterer bestätigter Corona-Fall aus dem Raum Freiburg bekannt. Es handelt sich um einen 41-jährigen Mann ohne Bezug zu den vorbekannten Fällen. Symptombeginn war der 26. Februar. Innerhalb der Inkubationszeit erfolgte laut Pressemitteilung des Sozialministeriums offensichtlich eine Reise nach Basel (21.2 bis 23.2.). Die stationäre Aufnahme des Patienten wurde veranlasst.

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg ist am Samstag ein weiteres Mal gestiegen. Das Gesundheitsamt Freiburg teilte mit, dass es bei dem neuesten Fall um eine 42-jährige weibliche Kontaktperson zu einem bereits bestätigten Fall aus Freiburg handele. Die Frau werde zu Hause im Kreis Emmendingen ebenfalls isoliert betreut.

In Baden-Württemberg wurde am späten Freitagnachmittag ein weiterer bestätigter Corona-Fall im Landkreis Göppingen bekannt. Es handelt sich laut Sozialministerium um eine männliche Person mit milder "respiratorischer Symptomatik", also Atemwegsbeschwerden, die bereits am 25. Februar als Kontaktperson Kategorie 1 identifiziert und "häuslich abgesondert wurde", heißt es in der Mitteilung. Der am 28. Februar abgenommene Abstrich wurde positiv getestet. Der Patient wird stationär untergebracht.

Am Freitagnachmittag wurde ein weiterer bestätigter Corona-Fall im Landkreis Heilbronn bekannt. Das teilt das Sozialministerium mit. Es handelt sich um einen 32-jährigen Mann, der sich bis zum 21. Februar in Mailand aufgehalten hat und am 23. Februar an Atemwegsbeschwerden erkrankte. Der Abstrich erfolgte am 27. Februar und wurde in einem niedergelassenen Labor positiv getestet. Die stationäre Aufnahme des Patienten ist veranlasst.

Am Freitag um die Mittagszeit wurden zwei weitere bestätigte Corona-Fälle bekannt. In einem Fall handelt es sich um einen Mann aus Nürnberg, der sich geschäftlich in Karlsruhe aufhält. Der positive Test wurde dem Gesundheitsamt Karlsruhe heute Vormittag gemeldet. Der Patient befindet sich inzwischen im Städtischen Klinikum Karlsruhe und wird dort medizinisch betreut. Die Familie des Mannes in Nürnberg hat ebenfalls Atemwegerkrankungen.

Ein weiterer Fall wird aus Freiburg gemeldet. Ein Mann aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit Reise-Anamnese nach Italien (Bergamo, Lombardei) wurde am Donnerstag positiv getestet. Das örtliche Gesundheitsamt koordiniert die weiteren Ermittlungen. Der Patient befindet sich aktuell in häuslicher Isolation.

In einem Fall, der Donnerstagabend bekannt wurde, handelt es sich um einen Mann aus dem Landkreis Ludwigsburg, der innerhalb der so genannten Influenza-Surveillance „herausgefischt“ wurde. Das bedeutet, dass Proben im Labor des Landesgesundheitsamtes, die negativ auf Influenza getestet wurden, automatisch auch auf das Corona-Virus hin untersucht werden. Dies ist der erste Fall, der auf diese Art ermittelt wurde. Das teilt das Sozialministerium mit.

Beim anderen Fall handelt es sich um einen Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis, der sich am Mittwochabend nach seiner Rückkehr aus dem Ski-Urlaub in Südtirol mit leichten Symptomen in der Notfallambulanz der Heidelberger Universitätsklinik vorgestellt hat. Der Test fiel am späten Donnerstagabend positiv aus. Der Mann befand sich in einer entsprechenden hierfür eingerichteten Quarantäne-Station in der Uniklinik Heidelberg.

Am Donnerstagabend wurden weitere Fälle bestätigt: Bei drei Infizierten handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bzw. der Stadt Freiburg. Sie gehören zu einer Gruppe Geschäftsreisender, die zwischen dem 19. und 21. Februar an einem Business-Meeting in München teilgenommen hatten, so das Ministerium für Soziales und Integration in einer Pressemitteilung am Donnerstagabend.

Ein weiterer bestätigter Fall wurde aus dem Landkreis Böblingen gemeldet. Dieser steht im direkten Zusammenhang mit dem Göppinger Cluster – es handelt sich bei der Person um eine Kontaktperson zu der Reisebegleiterin des Indexfalles aus Göppingen.

Am Dienstagabend (25. Februar) wurde bei einem Patienten in Baden-Württemberg eine Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) nachgewiesen. Das war die erste bestätigte Infektion im Land, heißt es in einer Pressemitteilung des Sozialministeriums. Bei dem Patienten handelt es sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen, der sich vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt hat.

Nach den zwei positiven Corona-Testergebnissen am Mittwoch (26. Februar) in Tübingen hat das Landesgesundheitsamt am Mittwochabend einen weiteren Fall in Rottweil bestätigt. Bei den beiden Infizierten in Tübingen handelt es sich, so das Ministerium, um die Reisebegleiterin des Göppinger Corona-Patienten sowie deren Vater. Bei einem weiteren Fall handelt es sich um einen 32-jährigen Mann aus dem Landkreis Rottweil, der am 23. Februar mit seiner Familie aus dem Risikogebiet in Italien (Provinz Lodi, Codogno) eingereist ist. Am frühen Mittwochabend hat sich der Verdacht schließlich bestätigt. Seine mitgereiste Ehefrau und sein Kind sind negativ getestet worden und bleiben in häuslicher Absonderung.

Vorsichtsmaßnahmen

Zur Vermeidung des Ausbruchs des Coronavirus im Ostalbkreis wird bei begründetem Verdachtsfall die Bevölkerung ausdrücklich darum gebeten vor Besuch einer Praxis, vor Besuch des Geschäftsbereiches Gesundheit des Landratsamtes, vor Besuch der Kliniken oder vor Besuch der Notfall-Praxen am Wochenende dort mit den zuständigen Stellen zuerst telefonisch Kontakt aufzunehmen. In Absprache mit den Ärztinnen und Ärzten werden dann weitere Schritte besprochen und ggf. weitere Maßnahmen eingeleitet.

Bei Verdacht auf eine Ansteckung oder bei vorhandenen Symptomen gelten die folgenden Telefonnummern für den Ostalbkreis als erste Anlaufstelle:
• Zuständiger Hausarzt
• Geschäftsbereich Gesundheit, Landratsamt Ostalbkreis: 07361 503-1900
• Ostalb-Klinikum Aalen: 07361 55-0
• Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd: 07171 701-0
• St. Anna-Virngrund-Klinik: 07961 881-0
Nach Kontakt mit einem Erkrankten oder einer Reise in das Risikogebiet ohne Erkrankungszeichen ist der GB Gesundheit des Landratsamtes der erste Ansprechpartner.

Informationen für Schulen und Kindergärten

Das Kultusministerium hat am Donnerstag alle knapp 5.000 öffentlichen und privaten Schulen sowie alle rund 8.900 Kindergärten und Kindergartenträger in Baden-Württemberg in Hinblick auf das Coronavirus informiert. In einem Schreiben von Amtschef Michael Föll gibt das Ministerium Hinweise, wie bei Verdacht von Infektionen mit dem Coronavirus umzugehen ist und welche Unterstützungsmöglichkeiten und Vorgehensweisen bereit stehen. „Die Fachleute des Robert-Koch-Institutes schätzen das Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aktuell als gering bis mäßig ein. Dennoch gehen sie davon aus, dass die Zahl der Infektionen weiter ansteigen wird. Deshalb ist es mir ein wichtiges Anliegen, die Schulen und Kitas im Land so gut wie möglich zu informieren und ihnen Hilfestellungen mit an die Hand zu geben“ sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und ergänzt: „Mit dem Ende der Faschingsferien und dem Start des Unterrichts in der kommenden Woche steigt sicherlich auch der Informationsbedarf seitens der Eltern. Deshalb ist es gut, wenn sich alle mit den Vorgehensweisen vertraut machen können. Damit lassen wir die Schulen und Kitas nicht alleine.“

Derzeit besteht nach Einschätzung der Gesundheitsbehörden kein Anlass, den Schul- und Kitabetrieb einzuschränken. Erhält die Schule oder Kindertagesstätte Kenntnis von vorgenannten Verdachtsfällen, nimmt die jeweilige Schul- oder Kitaleitung unverzüglich mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt Kontakt auf.

Patient aus Göppingen besuchte Kino in Neu-Ulm

Wie das Gesundheitsamt Neu-Ulm mitteilte, besuchte der Patient am Samstag, 22. Februar, das Kino im Dietrich-Theater in Neu-Ulm. Der Film „Bad Boys“, der im Saal 8 um 20 Uhr gezeigt wurde. Insgesamt war der Saal 8, in dem der Patient den Film "Bad Boys" angesehen hatte, mit einer Kapazität von 330 Sitzplätzen mit 138 Personen besetzt. Die Person saß in Reihe 2 auf Platz 13.

Die Möglichkeit einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus besteht für Personen, die mindestens 15 Minuten in Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt mit dem Erkrankten waren. Der Personenkreis, auf den dies zutrifft, lasse sich im Nachhinein nicht näher abgrenzen. Besucher, die die oben genannte Aufführung besucht haben, sollten in den nächsten 10 Tagen auf Krankheitssymptome wie Fieber, Husten oder Schnupfen achten. Treten diese auf, müssen sie alle nicht notwendigen Kontakte zu anderen Personen minimieren und telefonisch ihren Hausarzt und das für ihren Wohnort zuständige Gesundheitsamt kontaktieren und auf den Filmbesuch hinweisen.

Appell an Reiserückkehrer

Minister Lucha appelliert an Reiserückkehrer, den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu folgen: Menschen, die nach ihrer Einreise aus Gebieten, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollen

  •  unnötige Kontakte vermeiden
  •  nach Möglichkeit zu Hause bleiben
  •  beim Husten und Niesen Abstand zu anderen Menschen halten bzw. in die Armbeuge      niesen oder husten
  •  nach Möglichkeit nur ein Taschentuch benutzen, das sofort entsorgt wird
  •  regelmäßig und gründlich Hände mit Wasser und Seife waschen. Hier Nachlesen wie richtige Handhygiene geht.
  •  Berührungen von Nase, Augen und Mund vermeiden
  •  nach telefonischer Anmeldung unter Hinweis auf die Reiseregion einen Arzt aufsuchen.

Barmer verlängert Info-Hotline

Angesichts dieser neuen Entwicklung verlängert die Barmer Krankenkasse ihre Hotline zum Coronavirus. Experten geben hier Tipps, wie man sich und die Familie schützen kann und bereits Verdachtsfälle erkennt. „Das Coronavirus ist ernst zu nehmen. Eine Panik ist aber nicht angebracht. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen wissen, wann tatsächlich Gefahr droht und wie sie sich bestmöglich schützen. Medizinexperten geben Tipps, die auf dem aktuellen medizinischen Stand der Forschung basieren“, sagt Kai Nar, Regionalgeschäftsführer bei der BARMER. Die kostenlose Hotline steht uneingeschränkt allen Bundesbürgern rund um die Uhr zur Verfügung unter 0800 84 84 111.

Krankenkassen übernehmen Test bei Verdachtsfällen

Die Krankenkassen übernähmen die Kosten für den Test auf den Coronavirus bei begründeten Verdachtsfällen. Anspruch auf diesen Test haben Risikogruppen wie Personen, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Angesichts zunehmender Infektionszahlen mit dem Coronavirus machen sich viele Bürger Sorgen, auch was Einschränkungen im Alltag angeht. Ein Krisenstab in Berlin stößt nun die nächsten Schutzmaßnahmen an:

© Gmünder Tagespost 28.03.2020 18:29
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