Spannende Zeitreise ins Jahr 1900

Am kommenden Wochenende werden die Besucher in Lautern in die Zeit um die Jahrhundertwende zurückversetzt. Dann sind im Ort historische Handwerkskünste und Lebensweisen zu sehen und traditionelle Speisen zu kosten.
  • Bei den Lauterner Waschweibern herrscht stets gute Laune. Foto: Erich Thielscher

Heubach-Lautern. Am kommenden Samstag und Sonntag, 22. und 23. September, findet der schon fast traditionelle Historische Markt in Lautern wieder statt. Die Lauterner Bürger haben für die Besucher sehr viel vorbereitet. Der zum siebten Mal stattfindende Markt zeigt in wieder viele traditionelle Handwerke.

Der Historische Markt, der vom Heimat- und Geschichtsverein Lautern ausgerichtet wird, soll die Zeit um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert widerspiegeln. Er soll zeigen, wie mühevoll das bäuerliche Arbeiten unserer Großeltern und Urgroßeltern war. Die Planung läuft schon seit einem Jahr und wird von den örtlichen Vereinen, Handwerkern, Gärtner, Bauern und vielen Lauterner unterstützt.

Dörfliches Leben wird in Szene gesetzt

Das dörfliche Leben wird in verschiedenen Szenen dargestellt. So verkündet der Dorfbüttel die Neuigkeiten, die Waschweiber halten am Bach ihren Dorftratsch. Straßenmusikanten ziehen spielend durchs Dorf und die Feuerwehrmänner löschen mit ihrer Handpumpe ein Feuer.

Zigeuner lagern im Dorf und Artisten und Zauberer versetzen mit ihren Künsten die Bürger in Staunen. Ein Brautpaar zieht mit ihrer Hochzeitsgesellschaft mit Musikbegleitung von der Kirche zur Festwirtschaft. Kartoffeln werden geerntet. Der Erntewagen wird eingebracht und mit Dreschflegeln wird das Korn gedroschen. In diesem Jahr wird zum ersten Mal ein Kuhgespann mit dabei sein. Limpurger Rinder grasen auf der Weide, im Dorfbach schwimmen Gänse und Enten.

Über 20 Handwerker und Kunsthandwerker zeigen an diesem Wochenende ihre traditionellen Fertigkeiten, damit die alte Handwerkskunst nicht in Vergessenheit gerät.

Traditionelle Künste und Speisen

„Ja, genau so könnte es zu Urgroßvaters Zeiten gewesen sein“, hört man immer wieder sagen. Besonders wichtig ist den Veranstaltern dieses Marktes, dass sich alle Handwerker und Darsteller an historischen Tatsachen orientieren und auch wirklich aussehen und arbeiten wie anno dazumal. Der Heimat- und Geschichtsverein verwandelt den Ort Lautern – mit viel Engagement – für zwei Tage in ein historisches Dorf um das Jahr 1900. Für das leibliche Wohl sorgen traditionelle Gericht vom „Sonndigsbroata“, „Grombiraspatza“, „Linsa und Spätzla“ bis zur Sau am Spieß. Selbstverständlich dürfen hausgemachte Kuchen nicht fehlen.

Dies und vieles mehr können die Besucher beim Historischen Markt am Samstag von 13 bis 19 Uhr und am Sonntag von 10.30 bis 18 Uhr erleben. Am Sonntag um 9.30 Uhr beginnt der Markttag mit einem lateinischen Amt in der Mariä Himmelfahrtskirche in Lautern. pm

© Gmünder Tagespost 20.09.2018 18:50
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