Umweltfreundlich heizen mit Elektroheizung

So wird die Elektroheizung zur ökologischen Alternative

Elektroheizungen sind umstritten. Befürworter schätzen vor allem den effizienten Betrieb und die günstigen Anschaffungskosten. Gegner kritisieren insbesondere die Ökobilanz. Doch mit der Verwendung von Ökostrom wird die Elektroheizung schnell zur grünen Alternative. Denn auch herkömmliche Heizungen sind nicht gerade umweltfreundlich.

So heizt Deutschland

Der größte Teil der Heizungen in deutschen Haushalten wird derzeit noch mit Gas und Öl betrieben. Fast jede zweite Heizungsanlage läuft mit Erdgas. Rund 26,8 Prozent heizen noch mit Erdöl. Das bedeutet, dass beim Heizen immer noch fossile Brennstoffe dominieren. Doch die Gewinnung von Erdöl und Erdgas geht mit erheblichen Umweltverschmutzungen einher. Immer wieder kommt es zu Unfällen auf den Ölplattformen oder beim Transport. Für die Gewinnung fossiler Brennstoff an Land werden wichtige Naturräume gerodet und damit der Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten vernichtet. Und auch die Gewinnung von Gas- und Ölreserven durch das sog. Fracking ist umstritten, da die Folgen der verwendeten toxischen Chemikalien im Grundwasser noch nicht bekannt sind.

Insbesondere die Verbrennung der fossilen Brennstoffe geht mit erheblichen Umweltbelastungen einher. Das hierbei freigesetzte Kohlendioxid reichert sich in der Atmosphäre an, trägt zur Zerstörung der Ozonschicht bei und fördert die menschgemachte globale Erderwärmung. Zudem gelangt der bei der Verbrennung entstehende Feinstaub über unsere Atemwege in die Lunge und den Blutkreislauf. Das kann verschiedene Krankheiten wie Krebs, Schlaganfälle oder Herzkreislauf- oder Atemwegserkrankungen auslösen. Noch schlechter wird die Ökobilanz von herkömmlichen Heizungen, durch versäumte Sanierungen. Zu selten werden veraltete Heizungsanlagen in Deutschland saniert oder modernisiert. Dies hätte eine Einsparung des Energieverbrauchs und damit einen geringere Nutzung von fossilen Brennstoffen zur Folge.

Umweltfreundliches Heizen

Aber was ist die Alternative zu Erdöl und Erdgas? Es gibt verschiedene umweltfreundlichere Heizungsmethoden wie etwa eine Solarthermieanlage, eine Geothermie, Pelletöfen, Wärmepumpen oder Biogasanlage. Sie alle haben Vor- und Nachteile. Gemein ist ihnen jedoch, dass sie wesentlich ökologischer heizen, als Heizanlagen mit Erdöl oder Erdgas. Die Solarthermieanlage nutzt zur Wärmegewinnung die Energie der Sonne, die Geothermie dagegen die Erdwärme. Pelletöfen heizen mit Holz. Wärmepumpen fördern die Wärme von Luft und/oder Wasser über die Anlage in die Wohnräume. In Biogasanlagen wird hingegen die bei Vergärung von Biomasse entstehende Energie nutzbar gemacht. Der Nachteil solcher ökologischen Heizanlagen sind häufig die hohen Kosten und der Aufwand bei der Anschaffung. Hier stellen Elektroheizungen eine günstige Alternative dar.

Elektroheizung als umweltfreundliche Alternative

Wem es nicht möglich ist oder wem die Kosten oder der Aufwand zu hoch sind, eine ökologische Heizanlage in der eigenen Wohnung oder im Eigenheim installieren zu lassen, der benötigt eine schnelle und günstige Alternative. Wer seine Räume bereits mit einer Elektroheizung beheizt, kann schnell und einfach seinen Stromanbieter wechseln. Dabei sollte man auf einen seriösen Naturstromanbieter setzen, der zu 100 Prozent grünen Strom anbietet. Mit diesem einfachen Wechsel wird die Elektroheizung zu einer grünen Alternative. Wer hingegen ein neues Heizsystem möchte, das schnell und günstig eingebaut werden kann, ohne dass dabei große bauliche Veränderungen erfolgen müssen, sollte ebenfalls auf eine Elektroheizung mit Ökostrom setzen. Ökostrom gewinnt Energie aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse. Bei der Energiegewinnung wird kein oder kaum CO2 freigesetzt und die Umwelt dadurch nicht belastet. Grüner Strom ist nicht nur bei einer Elektroheizung wichtig, generell sollte jeder Haushalt Ökostrom beziehen, um der zunehmenden Umweltverschmutzung entgegenzuwirken und den menschgemachten Klimawandel einzudämmen.


Bildquelle: chris gill Unsplash.com

© Gmünder Tagespost 03.12.2018 13:46
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