Hallo Herr Nachbar, Lust zu feiern?

Nachbarschaft An lauen Sommertagen können Anwohner gemeinsam ein Fest ausrichten. Tipps zur Organisation hat die nebenan.de Stiftung.
  • Foto: Andrea Warnecke/dpa-mag

Anlässe gibt es viele: Es kann einfach der warme Abend sein, der zum Grillen lockt. Oder man organisiert gemeinsam mit einer muslimischen Gemeinde in der Nachbarschaft ein Mondschein-Fest im Fastenmonat Ramadan. Mit Einbruch der Dunkelheit dürfen Muslime das Fasten brechen.

Wer mit seinen direkten Nachbarn im Haus feiern möchte, macht ein Walking Dinner: Jeder Gang wird in einer anderen Wohnung gekocht, jeweils in Zweierteams wechseln die Teilnehmer von Ort zu Ort. Will jemand sich anfangs nicht so stark öffnen und die eigene Wohnung nicht zur Verfügung stellen, sollte er nach einem geeigneten zentralen Ort suchen, etwa ein Park in der Nähe oder der Innenhof.

Einladen und integrieren

Einladungen in Hausflure hängen oder in Briefkästen stecken – das geht einfach. Wer mutig ist, klingelt selbst an den Türen. Um auch nicht deutsch sprechende Mitbürger zu integrieren, können Nachbarn die Texte auch in Englisch, Französisch, Türkisch, Polnisch oder Arabisch aufschreiben.

Vorlagen bietet zum Beispiel die nebenan.de Stiftung online unter https://www.tagdernachbarn.de/de/downloads zum Download an.

Man sollte prüfen, ob Genehmigungen für das Fest notwendig sind.

Wichtig: Werden die Gäste nicht direkt eingeladen oder sind sie nicht persönlich miteinander verbunden, kann es sich um eine öffentliche Veranstaltung handeln. Dann sollte man prüfen, inwieweit Genehmigungen und von wem für das Fest notwendig sind.

Mitstreiter finden

Alleine ein Fest zu stemmen, ist aufwendig und teuer. Besser ist: Jede Person, die sich anmeldet, fragen, ob sie mithelfen kann. Die Unterstützung reicht von der gemeinsamen Organisation bis hin zum Mitbringen von Speisen, Getränken und Sitzgelegenheiten. Im Normalfall sind alle begeistert und helfen mit. Auch nachher beim Aufräumen, Spülen und was sonst so anfällt. Der „Festplatz“ sollte dann auch sauber und ohne irgendwelche Zerstörung verlassen werden.

So kann auch der Gemeinschaftssinn in der Nachbarschaft verstärkt werden und im Alltag für ein besseres Klima untereinander sorgen. dpa

© Gmünder Tagespost 31.05.2019 15:36
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