Junge Fußballtalente auf der Suche nach Ruhm und Erfolg: Was heißt es, Profifußballer zu sein?

In der idyllischen Stadt Schwäbisch Gmünd träumen junge Fußballtalente davon, entdeckt zu werden. Doch neben dem Training gehören auch Verletzungen und Misserfolge zum Alltag eines Fußballers. Die Gmündner Fußballfraktion versucht, ihre Mitglieder mit Strategien, Mut und Durchhaltewillen auf das Spielen in professionellen Ligen vorzubereiten. Aber was braucht es eigentlich, um ein Fußballstar zu werden? Und wie kann man sich das Leben eines berühmten Spielers vorstellen?

Übung macht den Meister

Der Fußballverein FC Normannia in Schwäbisch Gmünd hat für alle Spieler und Spielerinnen die richtige Trainingsgruppe. Hier üben Frauen und Männer jede Woche auf dem Rasenplatz ihre Pässe und Torschüsse. Während einige dies als Freizeithobby sehen, ist das Training und die Verbesserung der Technik für andere Teil des zukünftigen Karriereplans. Letztere wollen Fußballstars werden, die im Stadion bejubelt werden und den Goldpokal nach Hause hieven dürfen.

Dribbeln, zielen und stürmen will gelernt sein: Darum trainieren Profis rund 6 bis 7 Mal in der Woche. Damit die motivierten Sportler und Sportlerinnen jedoch auf die besten Rasenplätze der Welt gelangen können, benötigen sie mehr als eine Affinität für das Ballspiel. Beweglichkeit, Muskelkraft und Schnelligkeit gehören genauso zu den Attributen, die ein Profispieler mitbringen und trainieren muss.

Durchhalten ist alles

Sobald die eigene Mannschaft in höhere Ligen aufsteigt, werden auch die Gegner stärker und das Spiel weitaus taktischer. Die Spieler freunden sich mehr und mehr mit Strategien an, müssen koordinieren, wohin der Ball geht, wer ihn wegschnappen könnte und wann gezielt werden sollte – vor allem wenn Tausende von Zuschauern mitfiebern, ist dies keine zu unterschätzende Aufgabe.
Wenn der Traum, in einem Spitzenteam zu spielen, wahr wird, fängt der Ernst erst recht an: Dutzende Trainings, Strategie-Meetings und viel Kritik am eigenen Spiel muss man einstecken können. Aber man weiß: Wer Durchhaltewillen zeigt und motiviert bleibt, kann mit dem richtigen Training eines Tages durchaus groß herauskommen.

Zwischen Goldpokalen, Terminkalendern und Krankenhausbetten

Die wenigen Sportler und Sportlerinnen, die es zu Ruhm in der Spitzenklasse schaffen müssen nun vorsichtig vorgehen. Immer wieder überlasten sich Spieler und Spielerinnen aufgrund des randvollen Terminkalenders. Nationale Spiele, Champions League Spiele, Länderspiele und die Meisterschaft lasten den Fußballer-Alltag derartig stark aus, dass ein professioneller Sportler rund jeden dritten Tag auf dem Feld stehen und Bestleistungen zeigen muss. Zu wenig Zeit, um sich zu regenerieren. Die Folgen sind schnellere Verletzungen, die langsamer abheilen können. Ganz zu schweigen davon, sind die Fußballstars auch oft gefragte Sternchen auf Veranstaltungen, wo sie Interviews oder Expertenberichte geben, für die Kameras posieren und Reden halten. Gepaart mit dem hohen Aktivitätslevel ist dieser Lebensstil ganz schön ermüdend.

Natürlich sind der Schmerz und Stress schnell vergessen, wenn man das alles entscheidende Tor schießt und weiß, dass das Team den goldenen Pokal nach Hause nehmen darf.
Trotzdem sollte man sich vor einem solchen Karriereschritt fragen, ob man bereit ist, die Gesundheit –und jede Menge seiner Zeit – aufs Spiel zu setzen, um den Fußball-Traum zu verwirklichen. Ab dem 28. Lebensjahr werden viele Spieler zudem „ausrangiert" und ihre Positionen mit dem Fußball-Nachwuchs besetzt. Die gute Nachricht: Ehemalige Fußballer haben dann die Chance, Trainer, Strategen oder sogar Sportreporter zu werden, um die neue Generation mit dem besten Wissen zu versorgen, damit diese den nächsten WM-Pokal nach Hause holt. Nun aber geht es aber zuerst an den Rasenplatz in Schwäbisch Gmünd.

Bildquelle: Pixabay

© Gmünder Tagespost 26.02.2019 16:26
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