Was Oma schon wusste

Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen motivieren und ins Freie locken, ist der Körper meist noch träge. Mit den richtigen Nährstoffen kommt man im Frühling schnell in Schwung.
  • Ob Diabetes, Osteoporose oder „nur“ die Frühjahrsmüdigkeit – die richtige Ernährung hilft, fit zu bleiben. Foto: fotolia.de/valeriy555

Viele Menschen fühlen sich nach dem dunklen und kalten Winter oft müde und schlapp. Mit Bewegung und den richtigen Nährstoffen kommt man schnell aus so einem Tief heraus.

Auf der Ernährungsseite braucht der Körper jetzt Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiße. Auf den Speiseplan gehört nun besonders viel frisches Obst, Gemüse und knackige Salate. Gute Eiweißlieferanten sind etwa mageres Fleisch, Molkereiprodukte und Hülsenfrüchte.

Wichtig für den Schwung ins Frühjahr sind dabei vor allem zwei Aspekte: eine gesunde, ausgewogene Ernährung und viel Bewegung.

Erlebnisse für den Frische-Kick   

Was wir essen, beeinflusst ganz wesentlich, wie wir uns fühlen. Auf der Suche nach einer gesünderen Ernährung probieren viele die unterschiedlichsten Kochkonzepte aus.

Schon seit geraumer Zeit angesagt ist etwa Paleo, auch bekannt als Steinzeit-Ernährung. Der Verzicht auf Zucker und künstliche Zusatzstoffe ist gesund und verleiht sowohl Körper als auch Geist den gewünschten Energieschub für die wärmere Jahreszeit. Die Paleo-Ernährung lebt von der Idee, dass nur Lebensmittel verzehrt werden dürfen, die bereits vor rund 20.000 Jahren gegessen wurden. Einblicke und viele Tipps erhält man bei einem Kochkurs, wie er etwa von Jochen Schweizer angeboten wird. Dabei bereiten die Teilnehmer eigenhändig ein Menü á la Steinzeit zu und lernen so einiges rund um die Ernährung der Familie Feuerstein. Anschließend kann man auch zu Hause den Alltag mit neuen Geschmackseindrücken beleben.

Nötig ist zum Beispiel Magnesium. Es ist wichtig für die Muskeln, reguliert die Spannung der Blutgefäße und sorgt dafür, dass die Botenstoffe Serotonin und Melatonin gebildet werden können. Es kommt in Getreideprodukten und unpoliertem Reis vor. Gute Lieferanten sind Nüsse und Sonnenblumenkerne, Milchprodukte, Obst und Gemüse sowie magnesiumreiches Mineralwasser.

Magnesium und Vitamine im Blick

Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung der Vitamine B und D. Sie sind wichtig für das Funktionieren des Immunsystems und die Bildung der Botenstoffe. Vitamin B1 ist darüber hinaus bedeutsam für die Gewinnung von Energie aus Nahrung, während Vitamin D auch den Knochen zugutekommt. Vitamin D wird bei Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet. In der kalten und dunkleren Jahreszeit ist Vitamin-D-Mangel in Deutschland weit verbreitet. Es ist kaum möglich, die fehlende körpereigene Produktion durch die Nahrung auszugleichen.

Öffentlich wenig bekannt ist die Bedeutung des Coenzyms Q10. Dieses ist für die Energieproduktion in den Zellen unabdingbar. Es kommt hauptsächlich in Fleisch und Fisch vor, speziell in Innereien. Durch Braten von Fleisch sinkt der Anteil jedoch um 30 Prozent.

Die Frühjahrsmüdigkeit sollte nach zwei bis vier Wochen wieder verschwinden und der Körper dann auf Frühling eingestellt sein. Stark wechselhaftes „Aprilwetter“ kann diesen Prozess jedoch noch verzögern. djd/akz-o

© Gmünder Tagespost 06.03.2019 19:37
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