Ein Jubiläum der besonderen Art

Anlässlich des Jubiläums 10 Jahre Salvator-Freundeskreis hält Münsterpfarrer und Dekan Robert Kloker am Sonntag, 4. August, um 17 Uhr vor der Felsenkapelle eine Abendandacht. Zudem erscheint ganz druckfrisch der zweite Salvatorbrief.
  • Der Salvator-Freundeskreis hat in liebevoller Arbeit den Kreuzweg am Nepperberg wieder hergerichtet. Foto: Salvator-Freundeskreis

Schwäbisch Gmünd. Mehr als 50 Einzelprojekte bewältigten die Mitglieder des Salvator–Freundeskreises zum Erhalt und zur Erneuerung der über 400 Jahre alten Wallfahrtsstätte St. Salvator am Nepperberg.

Der Auslöser zur Gründung des Freundeskreis war der spontane Besuch des 2009 neu gewählten Schwäbisch Gmünder Oberbürgermeisters Richard Arnold zusammen mit Stefan Kirchenbauer und I.K.H. Herzogin Diane von Württemberg auf dem Salvator. Die Verwunderung und das Erstaunen über das einmalige Denkmal veranlasste Herzogin Diane zur spontanen Übernahme der Schirmherrschaft zum Erhalt dieses Kleinods.

Die Begeisterung von I.K.H. Diane war ansteckend: „150 Mitglieder zählt der Verein Salvator-Freundeskreis“, erklärt Vorsitzender Werner K. Mayer. Rund 35 Mitglieder bringen sich regelmäßig bei Arbeitseinsätzen ein und haben aus dem ehemals etwas verwilderten Gelände und den Stationen des Kreuzwegs sowie den Altären einen wunderbaren sakralen Pfad der Hoffnung, der Andacht und des Innehaltens gemacht.

Dazu betätigten sich die Mitstreiter nicht nur als Forstarbeiter, Schlosser, Maurer, Maler und Restauratoren. Vielfältige Aktionen und Führungen, organisiert von Vorstand Winfried Kienhöfer, richteten immer wieder das Bewusstsein der Bürger auf den Salvator. Eines der großen Highlights ist dabei die heuer zum dritten Mal abgehaltene Nacht des Lichts, bei der die Wallfahrtsstätte in einen Farbenrausch getaucht wird. Auch die „Geistigen Genüsse“ kamen nicht zur kurz, das „Nepperle“ ein eigens für die Salvatorklause gebrautes Bier wird an den Öffnungstagen der Salvatorklause serviert.

Rund 80 Mitstreiter konnte der Vorsitzende Rolf Crummenauer für den Betrieb der Klause aktivieren. Eines der Glanzstücke ist die renovierte Kapellenbühne, die jetzt als stilvoller Dokumentations- und Ausstellungsraum genutzt wird. 2017 konnte der St. Salvator auf sein 400-jähriges Jubiläum zurückblicken. Zu Ehren und zur Würdigung dieses Ereignisses wurde am Ende des Pfads der Hoffnung die Salvator-Segenshand installiert, die sich nun als weithin sichtbares Symbol als „alles regelnder Kosmos“ auf dem Salvator erhebt.

150 Mitglieder zählt der Verein Salvator-Freundeskreis.

Werner K. Mayer  Vorsitzender

Präsentation des zweiten Salvatorbriefs zum Jubiläum

Am 4. August findet zum Jubiläum des Freundeskreis auf dem Felsplateau vor der Felsenkapelle um 17 Uhr eine Abendandacht, zelebriert von Münsterpfarrer Dekan Robert Kloker, statt. Die Andacht wird musikalisch umrahmt von den „Swabian Brass“. Gleichzeitig wird die druckfrische Ausgabe des zweiten Salvatorbriefs präsentiert und ausgelegt. Der Pfad der Hoffnung führt darin hinauf zur Segenshand und offenbart, der Salvator ist mehr als nur ein Kreuzweg, sondern soll den Besuchern auch Hoffnung spenden. Ein Gedicht von Traudl Hirschauer eröffnet den Reigen an Aufsätzen.

Der Beitrag von Dekan Robert Kloker lautet: „Die Verklärung Jesu – eine biblische Hoffnungsgeschichte. Professor Hildegard Kasper bringt eine biblische Hoffnungsgeschichte über „das Licht der Verklärung im mystischen Halbdunkel“ zum Ausdruck. Vom ehemaligen Dekan Immanuel J.A. Nau wird ein Aufsatz „vom Lichtblick zum Durchblick zum Licht“, veröffentlicht. Vorsitzender Werner K. Mayer brachte seine Gedanken über den Pfad der Hoffnung, der zur Segenshand führt, zum Ausdruck. aro

© Gmünder Tagespost 02.08.2019 18:00
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