War ein Asylbewerber Brandstifter?

Polizei Brand in der Anschlussunterbringung: Nach kriminaltechnischen Untersuchungen nimmt Kripo Verdächtigen fest.
  • So sah es nach dem Brand in der Unterkunft aus. Foto: Feuerwehr

Ellwangen. Am Samstag war früh morgens ein Feuer in einem Gebäude in der Aalener Straße ausgebrochen, in dem Asylbewerber sowie Wohnsitzlose untergebracht sind. Die Kriminalpolizei hatte umgehend die Ermittlungen übernommen, die auch mit kriminaltechnischer Spurensicherung einhergingen.

Staatsanwaltschaft sowie Polizei gehen nunmehr davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. In dringendem Tatverdacht steht ein 21 Jahre alter Afghane, der das Feuer in seinem Zimmer gelegt haben soll.

Der Asylbewerber, der bei Eintreffen der Rettungskräfte nicht mehr aufzufinden war, konnte schließlich am Mittwoch in Ellwangen angetroffen und festgenommen werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde er am Donnerstagvormittag dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der den beantragten Haftbefehl in Vollzug setzte. Der Tatverdächtige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Am Samstag war es gegen 3.55 Uhr in der Frühe zu dem Brand gekommen. Die Bewohner wurden durch die Rauchmelder geweckt und alarmierten die Feuerwehr. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich fünf Personen im Haus, die sich entweder selbst auf die Straße in Sicherheit bringen oder von der Feuerwehr Ellwangen unversehrt gerettet werden konnten.

Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Die Höhe des Brandschadens könnte sich auf bis zu 100 000 Euro belaufen. Das Gebäude ist derzeit unbewohnbar.

© Gmünder Tagespost 13.06.2019 15:52
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