China wirft EU Einmischung vor

China hat der EU „unverantwortliche und irregeleitete Bemerkungen“ zu Hongkong vorgeworfen. Chinas Außenamtssprecher Geng Shuang sagte, die EU solle aufhören, sich in Hongkongs und die „inneren Angelegenheiten Chinas“ einzumischen.

Nach den Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten in Hongkong hatte ein EU-Sprecher zur Zurückhaltung auf beiden Seiten aufgerufen. Die EU teile „viele der Bedenken der Hongkonger“ gegenüber dem Gesetz, das auf Ersuchen der chinesischen Justiz Überstellungen von verdächtigten Personen ermöglichen soll. „Es ist eine heikle Sache, die potenziell weitreichende Konsequenzen für Hongkong und sein Volk, für die EU und seine Bürger wie auch für die Zuversicht von Geschäftsleuten in Hongkong hat“, sagte der EUSprecher. Auch Deutschland trägt die EU-Position ausdrücklich mit, wie es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß.

Zehntausende Menschen hatten am Mittwoch das Regierungsviertel in Hongkong blockiert. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei, die Gummigeschosse und Tränengas einsetzte. 70 Menschen wurden verletzt. dpa
© Südwest Presse 14.06.2019 07:45
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