Bildung

„Digitalpakt“ geht auf die Zielgerade

Umsetzung im Land geklärt: Jede Schule bekommt ein Budget.
Feste Budgets und Planungssicherheit für fünf Jahre: So soll die Digitalisierung der Schulen in Baden-Württemberg gelingen. Das Land hat sich mit den Vertretern von Städten, Kommunen und Kreisen auf ein Modell zur Umsetzung des „Digitalpakts Schule“ geeinigt. Demnach wird der Landesanteil der fünf Milliarden Euro schweren Bundesförderung, rund 650 Millionen, nach einem Pro-Schüler-Schlüssel auf alle Schulen des Landes verteilt.

Das geht aus einer zwischen den Beteiligten ausgehandelten Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums hervor, die demnächst beschlossen werden soll. Das Geld solle „im Verhältnis der Schülerzahlen auf die (...) Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft verteilt werden“, heißt es in dem Papier, das dieser Zeitung vorliegt.

Da Land und Kommunen den lange umstrittenen Zuschuss aus Berlin aufstocken, stehen im Südwesten bis 2024 insgesamt gut 800 Millionen Euro für digitale Vernetzung, Schulserver, und IT-Geräte zur Verfügung. Pro Schüler kann somit jede Schule voraussichtlich rund 430 Euro einkalkulieren. Die festen Budgets sollen ein „Windhundverfahren“ verhindern.

Voraussetzung ist, dass jede Schule einen „Medienentwicklungsplan“ vorlegt: eine Digitalisierungsstrategie. Alle Beteiligten gehen davon aus, dass weitere Investitionen und Anstrengungen nötig sind: Lehrerfortbildung, Technik-Wartung, neue Geräte. Axel Habermehl

Südwestumschau
© Südwest Presse 14.06.2019 07:45
200 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.