July: Kirche sollte häufiger beraten

Württembergs Landesbischof weist auf das große Netzwerk und Wissen etwa in Flüchtlingsfragen hin.
Flüchtlingskrise, soziale Fragen, Europa – Politik und Wirtschaft sollten nach Ansicht von Bischöfen in Baden-Württemberg stärker auf die Erfahrungen der Kirchen mit weltweiten Problemen bauen. „In diesen schnell wandelnden Zeiten besitzen die Kirchen eine deutlich stärkere Erfahrung als man das gemeinhin glaubt“, sagte der evangelische Landesbischof in Württemberg, Frank Otfried July. „Kirchen sind weltweit vernetzt bis in bildlich jedes Dorf in Afrika.“ Sie seien daher gute Ratgeber auch für Politiker und Manager.

Auch der katholische Erzbischof von Freiburg warb für den Dialog mit der Kirche. Stephan Burger räumte aber auch ein, „dass sich unsere christliche Ethik nicht verlustfrei in tagesaktuelle politische Entscheidungen umsetzen lässt“. Nach Ansicht Julys besitzt die Kirche unter anderem bei einem Thema wie Fluchtursachen „ein gutes Netzwerk“.

Erzbischof Burger sieht die Kirche als wichtigen Partner: „Wenn Staat und Kirche in einem guten Dialog stehen, können sie sich zum Wohl der Menschen gut ergänzen.“ dpa
© Südwest Presse 15.08.2019 07:45
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