Blick mal zurück

Mit einem Fahrschein durchs ganze Land

Schon vor 50 Jahren war Thema, was die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs heute noch umtreibt: Die Industrie-und Handelskammer Stuttgart forderte damals einen integrierten Fahrplan und einen Einheitstarif über alle Verkehrsverbünde hinweg. Das „zersplitterte Verkehrsangebot“ sollte mit einem Verbundsystem attraktiver werden, forderte die IHK. Hamburg habe so ein Verbundsystem bereits eingeführt, das habe sich in kürzester Zeit „gut bewährt“, berichtete die SÜDWEST PRESSE im August 1969. „Am auffallendsten ist bei diesem Verbundsystem, dass der seit Jahren rückläufige Trend im Fahrgastaufkommen des öffentlichen Personennahverkehrs, der in anderen Städten beängstigende Formen angenommen hat, in Hamburg zum Stillstand gekommen ist“, so der IHK-Sprecher. Die Bahn hatte damals auch im Südwesten die Stilllegung unrentabler Strecken angekündigt. Das sei ihr auch nicht zu verübeln, solange die Zahl der Fahrgäste weiter zurückgehe, so die IHK. Und heute? Da wird die Inbetriebnahme stillgelegter Strecken geprüft. Und das „BW-Tarif-Ticket“ soll 2021 kommen – gültig von jeder ÖPNV-Haltestelle zu jeder anderen. aw
© Südwest Presse 15.08.2019 07:45
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben

Kommentare

In my humble opinion

Gegenüber solchen 'Verwaltungs-Mühlen' sind die sprichwörtlichen 'Mühlen Gottes' ja geradezu Hochgeschwindigkeitsmahlwerke.