Land am Rand

Erpresser will Geld von Polizei

Vor fiesen Tricks von Erpressern warnt die Polizei ohne Unterlass. Tag für Tag versuchen Kriminelle mit Lügenstorys leichtgläubigen Mitmenschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Am liebsten räumen sie ganze Konten leer. Immer wieder fallen Opfer auf angebliche Nichten und Neffen, auf nicht existierende Kommissare rein.

Wie schnell man zum Ziel von Gelderschwindlern werden kann, hat sich jetzt im Polizeipräsidium Heilbronn herumgesprochen. Dort ging die E-Mail eines Unbekannten ein, der innerhalb von 72 Stunden 2000 Euro haben möchte. Zahlbar in der Digitalwährung Bitcoin. Sollte der Betrag nach drei Tagen nicht eingegangen sein, würde er ein Video mit eindeutigen Handlungen im Genitalbereich veröffentlichen. Die Drohung verpuffte. Denn in der Mitteilung heißt es lapidar: „Wer ist gemeint?“ Immerhin arbeiten fast 1600 Damen und Herren in der Dienststelle, natürlich anständige Leute. Präsident Hans Becker würde für alle die Hand ins Feuer legen.

Mit den angeblichen Aufnahmen, mittels einer speziellen Software entstanden beim Betrachten von einschlägigen Internetseiten, wie der Erpresser behauptet, sind schon mehrfach verängstigte Menschen um einen Teil ihres Vermögens gebracht worden. „Solche Mails sind derzeit leider Standard und gehen immer häufiger bei vielen Online-Usern ein“, berichtet die Polizei.

Alle Adressaten solcher Drohungen sollten es der Heilbronner Dienststelle gleichtun: „Auf gar keinen Fall Geld überweisen.“ Hans Georg Frank
© Südwest Presse 15.08.2019 07:45
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