Guten Morgen

Schutz fürs Mauldäschle

Anke Schwörer-Haag über eine dringend notwendige Erfindung

MNS kürzt der Verwaltungsprofi inzwischen routiniert ab. Mund-Nasen-Schutz übersetzt der Otto-Normalverbraucher. Mancher Sprachästhet verzichtet sogar auf das Nasen-n, weil ja nur ein Riechorgan bedeckt werden müsse. Der Schwabe sagt liebevoll „Mauldäschle“. Und hat sich zwar längst gewöhnt an das schützende Tuch, wasch- und wiederverwertbar in der Regel, weil: Man ist ja sparsam und umweltbewusst.

Was aber, nebenbei bemerkt, durchaus seine Tücken hat. Denn verlässt der Mann den Zug, den Bus oder den Einkaufsladen, wanderts Mauldäschle umgehend in die Hosadasch, nicht nur bei Hitze. Frau geht es ebenso: schwupp, das Mauldäschle abgenommen und in die Handdasch damit, bis zum nächsten Gebrauch. Ohooo!?! Nicht nur der Hygieniker bekommt Gänsehaut bei dieser Vorstellung. Deshalb wird’s Zeit für ein Mauldäschledäschle als Schutz für die MNS, passend für Hosa- und Handdasch und am liebsten auch noch desinfizierend.

© Gmünder Tagespost 31.07.2020 20:28
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