Leserbeiträge

Zur Verschandelung des Zeiselbergs

Auf Mihm vertraut - auf Sand gebaut - den Hang versaut...

Die Wurzeln der Robinien bewahrten den Hang vor dem Abrutschen. OB Arnold und sein oberster Stadtverschandeler wollten eine neue städtebauliche Attraktion schaffen, Stadträte wie Herr Preiß stimmten der Rodung des Zeiselbergs zu. Außerdem wurde für den Bau eines "Bürgerwegs" der Hang seitlich abgetragen, dabei wurden Wurzeln gekappt. Jetzt droht - oh Wunder! - der Hang mitsamt den paar verbliebenen Kastanien abzurutschen. Eine 4 Meter hohe Stützmauer sei erforderlich, damit die Bäume stehen bleiben könnten. Das komme die Stadt zu teuer, meinen Preiß und Sorg.

Auch da irrren die Herren Preiß und Sorg. Jungbäumchen und Weinreben können die Erosion des Sandsteins nicht aufhalten. Früher oder später muss diese potthässliche Stützmauer aus Beton ohnehin den Berg abstützen. Dann kann man sie auch gleich bauen und so wenigstens die Kastanienbäume bewahren. Aber bitte, holt Bauingenieure, die ihr Handwerk verstehen. Am besten von auswärts, sonst sehe ich schwarz.

Das einst lauschige Plätzchen oben auf dem Zeiselberg wurde sowieso dazu verdammt, zu einer kahlen Event-Plattform mit überdimensionierter Gastronomie zu verkommen. Bravo! Schilda lässt grüßen!

© Harald Seiz 27.03.2018 11:36
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