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Kultur- und Heilpflanze Hanf

Die Geschichte von Hanf als Kulturpflanze ist lang und hat eine Tradition von Jahrtausenden. Die Menschen nutzten den Hanf zur Herstellung von Textilien, Papier und Seilen zum Beispiel für ihre Schiffe. Außerdem fanden sie Wege, um auch Seife aus der Hanfpflanze herzustellen. In der Hanfpflanze steckt ein gehöriges Potenzial und sie ist Nutz- und Heilpflanze zugleich. Vor allem das in ihr enthaltene Cannabidiol (CBD) macht den Hanf für die medizinische Forschung interessant. Wer selbst an guten CBD-Produkten interessiert ist, findet solche bei Natucan.de.

Entscheidend ist das CBD

Das CBD ist eines von bislang 113 im Hanf entdeckten Cannabinoiden, die insgesamt 40 % der Substanz des Hanfes ausmachen. CBD wurde im Jahre 1940 entdeckt und seine chemische Struktur erst 1963 entschlüsselt. Ein weiterer Meilenstein war die Entdeckung des Endocannabinoid-Systems (ECS) durch Allyn Howlett im Jahre 1987. Dadurch konnten mannigfaltige Reaktionen von CBD auf vitale geistige und körperliche Prozesse festgestellt werden. Aber auch unabhängig davon ist die Interaktion von CBD mit verschiedenen Rezeptoren und Rezeptor-Systemen überaus komplex. Die Heilwirkung von CBD ist ein weites Feld, wie Theodor Fontane sagen würde. Lassen wir es in diesem Ratgeber beackern:

Der Unterschied zwischen CBD und THC

Viele Menschen assoziieren mit Hanf einen Rausch und befürchten, dass CBD eben diesen auslösen könne. Sie haben Bilder von den rauschenden Festen aus der 68er Zeit und der Spaßgesellschaft Ende der 1990er Jahre im Kopf, in denen die Droge Haschisch bzw. Marihuana oft eine präsente Rolle einnahm. Diese Befürchtung, dass CBD einen Rausch auslösen kann, ist allerdings unbegründet. Rein rechtlich darf CBD nämlich nur als Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland verkauft werden, wenn der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt. THC ist das psychoaktive Cannabinoid, das für die Rauschwirkung verantwortlich ist.

Um THC fernzuhalten und CBD in hohen Konzentrationen zu gewinnen, stehen den Spezialisten mehrere Extraktionsverfahren mit Kohlenstoffdioxid, Alkohol, Wasser und Trockensieben zur Verfügung. Am verbreitetsten ist die Destillierung über Kohlenstoffdioxid. Bei diesem Verfahren wird die Pflanzensubstanz decarboxyliert. Das CBD wird nun durch Wärmeenergie von den Säuregruppen gelöst. Nach Dr. Rudolf Brenneisen reicht bereits eine fünfminütige Erhitzung von Hanf auf 190 Grad Celsius für einen vollständigen Erfolg aus. Um die Sache noch besser zu machen: Bei der CO2-Extraktion bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe der Hanfpflanze enthalten. Diese beeinflussen sich gegenseitig und sorgen für eine Wirkungsverstärkung, die umgangssprachlich als Synergieeffekt und medizinisch als Entourage-Effekt bekannt ist.

Um den unterschied zwischen CBD und THC zu verdeutlichen, muss erwähnt werden, dass CBD an einer zentralen Stelle im CB1-Rezeptor als Antagonist der Gegenspieler von THC ist. Als Faustregel gilt, dass CBD immer dort entspannt und beruhigt, wo THC aufputscht und Ängste (bis hin zu Wahnvorstellungen) erzeugt. Dabei funktioniert dieser Antagonismus nach dem Prinzip: „kleine Ursache, große Wirkung“. Denn von ihrer Struktur her sind sich CBD und THC sehr ähnlich. Beide Cannabinoide bestehen aus 21 Kohlenstoffatomen, 30 Wasserstoffatomen und 2 Sauerstoffatomen. Lediglich ein Atom, das beim CBD anders angeordnet ist, unterscheidet das CBD vom THC und sorgt für diese tiefgreifenden Unterschiede beider Cannabinoide hinsichtlich ihres Wirkkomplexes.

Die CBD Wirkung im menschlichen Körper

CB1 und CB2

Der Wirkkomplex von CBD auf körperliche und geistige Prozesse ist überaus vielfältig. Kardinal ist sicherlich die Interaktion von CBD auf das ECS. Hier dockt das CBD an die Rezeptoren CB1 und CB2 an. Das CB1 befindet sich innerhalb der Nervenbahnen im Zentralen Nervensystem (ZNS) und Darm, während das CB2 die Bereiche um das Immunsystem und den Knochenaufbau abdeckt. Von Bedeutung sind hier vor allem die Wechselwirkungen mit dem Endocannabinoid Anandamid. Forscher konnten vor allem sieben Funktionen des ECS aufdecken, die durch CBD stimuliert werden. Dabei handelt es sich um das Abwehrsystem, Schmerzempfinden, die Angst, Stimmung, den Appetit, Schlaf und die Regulierung der Körpertemperatur.

GPR-Rezeptoren

Weitere wichtige Rezeptoren, die durch CBD beeinflusst werden, sind GPR 3 und GPR 6, die wiederum mit den Nerven und dem Gehirn interagieren. So legten medizinische Forschungen offen, dass der GPR3-Rezeptor sich auf Alzheimer auswirkt und der GPR-6-Rezeptor auf Parkinson. Dies ist der Hintergrund für den derzeitigen Off-Label-Einsatz von CBD als Antidementivum. Weitere Nervenerkrankungen, bei denen CBD helfen könnte, sind Fibryomalgie, Rheuma und Multiple Sklerose (MS). Derzeit diskutiert wird, ob CBD sich auch mit dem Rezeptor GPR 12 kurzschließen kann, was wirkungsmäßig mit der Unterstützung der Zellproliferation und der Unterdrückung von Metastasen im Kampf gegen Krebs einhergehen würde.

Auch der GPR-55-Rezeptor, der erst 1999 entdeckt wurde, steht im Zusammenhang mit der Krebstherapie. Der vielseitige Rezeptor steht darüber hinaus mit Krampfanfällen, der Epilepsie und dem Reizdarmsyndrom in enger Beziehung. Seine Lokalisierung unter anderem im Hippocampus, dem Gehirnbereich für das bewusste Denken, Langzeitgedächtnis und räumliche Vorstellungsvermögen, erklärt zudem teilweise die neuroprotektiven und mental stärkenden Eigenschaften von CBD, von denen Konsumenten immer wieder berichten. Außerdem hat der GPR-55-Rezeptor die Aufgabe, Entzündungen aufzulösen, was wiederum auf die bekannten anti-inflammatorischen Eigenschaften von CBD verweist.

Vanilloid-Rezeptoren

Die Vanilloid-Rezeptoren betreffen das menschliche Schmerzempfinden. Die Wechselwirkung von CBD mit VR1 sind die Ursache dafür, dass noch bis in die 1920er Jahre 60 % aller Schmerzmittel auf Cannabinoiden basierten. Der Einfluss von CBD auf den VR1 ist also für die schmerzhemmende Wirkung von CBD verantwortlich. Der VR2 wiederum, der ebenfalls von CBD positiv beeinflusst wird, steht wie auch die Rezeptoren GPR12 und GPR 55 im Zusammenhang mit der Krebsbekämpfung.

Weitere Wirkweisen von CBD

Zudem interagiert CBD mit Opioid-Rezeptoren, was zwei Vorteile bietet: Zum einen kann sich durch die CBD Einnahme der Stress lösen und zum anderen ist diese erfreuliche Eigenschaft nicht mit der bei Opioiden durchaus möglichen Suchtproblematik verbunden. Außerdem verstärkt CBD die Aufnahme von 5-HT1A im menschlichen Körper, wobei es sich dabei um die erste Vorstufe von Serotonin handelt. Aus diesen Gründen gibt es auch Kunden, die aufgrund des Wunsches nach einer besseren Stimmung 5-HTP in Reinform einnehmen oder in Form der zweiten Vorstufe Tryptophan. CBD begünstigt zudem die Konzentration von Dopamin und bindet an den Nucleosid-Transporter-1. Dadurch wird der Signalweg für Adenosin verstärkt und es werden mit Noradrenalin und Adrenalin weitere Neurotransmitter ausgeschüttet. Auch ist die Wechselwirkung von CBD mit dem Schlafhormon Melatonin positiv.

Terpene und Flavonoide

Die Mineralstoffe und Vitamine von CBD sind generell gesundheitsfördernd. Noch interessanter, weil exklusiver, sind sogar die Terpene und Flavonoide. Dabei handelt es sich um die ätherischen Öle und Pflanzenfarbstoffe von CBD. Nach Studienergebnissen verstärken diese den Wirkkomplex der Heilsubstanz. Außerdem schützen sie die Pflanze vor feindlichen Erregern, sodass diese dem CBD eine zusätzliche antimikrobielle sowie antibakterielle Wirkung verleihen und der Türöffner für einen bunten Strauß weiterer hilfreicher Eigenschaften sind. Insbesondere die Flavonoide, von denen bislang ca. 800 bekannt sind, machen die Heilpflanzen spezifisch.

Aus diesem Grund wird die ausschließliche Konzentration von Teilen der Molekularbiologie auf die CBD-Extraktion problematisiert. Angeregt wird in diesem Kontext, dass das CBD sein volles Wirkspektrum inklusive den Entourage-Effekt nur dann vollauf entfalten könne, wenn der Heilpflanze möglichst viele wertvollen Inhaltsstoffe enthalten bleiben. Deshalb macht es für Kunden Sinn, beim Kauf von CBD Produkten auch auf die zusätzlichen Ingredienzien zu achten.

Gegen was hilft CBD?

An dieser Stelle sei angemerkt, dass es sich bei den beschriebenen Prozessen lediglich um diejenigen handelt, die von der medizinischen Forschung bereits erkannt wurden. Generell steckt diese bei CBD auch aufgrund seiner späten Entdeckung noch in den Kinderschuhen, sodass eine Vielzahl weiterer Wirkprofile vermutet werden. Doch bereits jetzt ist das Reservoir möglicher Anwendungen von CBD beeindruckend. CBD wirkt antientzündlich, schmerzhemmend, gegen Übelkeit, neuroprotektiv, muskelrelaxierend, stimmungsaufhellend, angstlösend, beruhigend und appetitregulierend, was CBD als diätetische Unterstützung attraktiv macht.

Des Weiteren sind entkrampfende, antioxidative, antiallergene und schlaffördernde CBD Eigenschaften bekannt. Auch wurde CBD bislang erfolgreich in Studien zur Suchtmittelentwöhnung getestet und kann auch hier einen wichtigen Beitrag leisten. Dank der Förderung des Zellstoffwechsels wie auch seiner inflammatorischen Eigenschaften ist CBD zudem ein beliebtes Kosmetikum gegen Hauterkrankungen und -irritationen aller Art. Die Anzahl von Studien, in denen CBD gegen bestimmte Krankheiten getestet wird, steigt von Jahr zu Jahr. Die Komplexität und Vielseitigkeit von CBD rechtfertigt den Hype um CBD in den letzten Jahren. Allerdings sei vor überzogenen Erwartungen gewarnt, denn wie viele Medikamente kann CBD zwar helfen. Es gibt aber auch Kunden, die keine Wirkungen auch nach regelmäßiger Einnahme verspüren. 

CBD Öl ist die beliebteste Darreichungsform

Generell lässt sich CBD Öl gegen Schmerzen und andere Beeinträchtigungen in überaus vielfältiger Weise vom Organismus aufnehmen. CBD kann geschluckt, gegessen, getrunken, geraucht, verdampft und auf die Haut aufgetragen werden, wobei im letzteren Fall zwar die hautbildfördernden Eigenschaften von CBD verstärkt, die anderen Wirkungskomplexe aber deutlich abgeschwächt werden. Am beliebtesten ist die CBD Öl Einnahme aus mehreren Gründen:

Die Applikation von CBD Öl geschieht tröpfchenweise und ist von daher relativ geschmacksneutral und vor allem unkompliziert. Außerdem kann das CBD in Form von Öl passgenau eingenommen werden. Üblich ist der Verkauf von CBD Öl in Reformhäusern, Apotheken, Drogerien und im Online-Handel mit unterschiedlichen Konzentrationen von CBD. Diese finden meist in Fünferschritten statt; zum Beispiel wird das Öl mit einem CBD-Anteil von 5, 10, 15, 20, 25 und 30 % angeboten. Geringere Konzentrationen von CBD Öl wie 2 oder 3 % sind Kindern und Haustieren vorbehalten. Zudem lässt die CBD Öl Einnahme die sublinguale Einnahme zu, die besonders schnell und effektiv ist. Hierbei wird das Öl unter die Zunge geträufelt und dort belassen. Nach 30 bis 60 Sekunden sind die Wirkstoffe von der Mundschleimhaut resorbiert. 

© Gmünder Tagespost 18.03.2020 09:13
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