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Welches Bett ist bei Hausstaubmilbenallergie geeignet?

Hausstaubmilben lauern überall – vor allem in Wohntextilien. Sie ernähren sich von Hautschuppen und fühlen sich in Menschennähe wohl. Das richtige Bett verringert lästige Allergiesymptome und fördert einen erholsamen Schlaf – doch welches Bett ist das richtige? Wir klären auf.

Warum Allergiker nachts von Hausstaubmilben geplagt werden

Hausstaubmilben sind kein Ungeziefer. Die mikroskopisch kleinen Spinnentiere sind ein ganz normaler Bestandteil unseres Alltags. Sie ernähren sich von Hautschuppen und siedeln sich dort an, wo wir Menschen uns auch gerne aufhalten: in Decken, Kissen, Teppichen, Sofas und Matratzen.

Etwa 10% der Menschen reagieren jedoch allergisch auf die Ausscheidungen der Hausstaubmilben. Der Kot der Tierchen wird mit der Luft aufgewirbelt und eingeatmet. Die allergischen Reaktionen reichen von einem leichten Kitzeln in der Nase bis hin zu juckenden, tränenden und geschwollenen Augen, einem anhaltenden Husten und häufigem Niesen oder Niesattacken. Die Vermehrung der Hausstaubmilben sollten daher durch das richtige Bett und Ambiente so gut wie möglich aufgehalten werden.

Unter diesen Voraussetzungen eignet sich ein normales Bett bei Hausstaubmilbenallergie

Ein normales Bett mit Lattenrost ist in der richtigen Umgebung für Allergiker geeignet. Die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer sollte geringgehalten werden und das Bett sollte von oben und unten gut belüftet werden. Denn in einem warmen und feuchten Klima finden Hausstaubmilben den perfekten Nährboden und vermehren sich rasant.

In einer geschlossenen Nische sollte das Bett also nicht stehen. Am besten steht ein Allergiker freundliches Bett mit Lattenrost frei oder mit einem kleinen Abstand zur Wand in einem kühlen, trockenen Zimmer. Die Decke sollte tagsüber zurückgeschlagen werden, unter dem Bett sollten keine Gegenstände oder Bettwäsche gelagert werden, um die Luftzirkulation nicht einzuschränken.

Eignet sich ein Boxspringbett für Hausstaubmilbenallergiker?

Ein hochwertiges Boxspringbett eignet sich gut für Allergiker, denn durch die doppelte Unterfederung aus Boxspring mit Federkern und der Federkernmatratze wird eine gute Luftzirkulation gefördert und Feuchtigkeit kann sich nicht festsetzen. Ein individueller Aufbau mit passendem Toppermaterial verbessert außerdem das Schlafklima.

Damit sich keine Hausstaubmilben in dem Stoff des Kopfteils und des Rahmens ansiedeln können, empfiehlt sich für Allergiker ein abwischbarer Leder- oder Kunstlederbezug. Für den idealen Aufbau eines individuell anpassbaren Boxspringbetts ist eine Boxspringbetten Beratung bei einem Fachhändler empfehlenswert.

Das Wasserbett bei Hausstaubmilbenallergie

In der Matratze eines Wasserbetts können sich keine Hausstaubmilben festsetzen – auf der aufliegenden Schaumstoffschicht allerdings schon. Ein spezieller Milbenschutzbezug sorgt für Abhilfe, kann die Atmungsaktivität und das Schlafklima jedoch negativ beeinflussen. Etwas schwierig ist die Reinigung unter dem Bett: Die schwere Wasserbettmatratze liegt oft auf einem geschlossenen Podest. Es ist nicht möglich, den Raum unter dem Bett zu wischen.

Für alle Bettarten gilt außerdem: Der Matratzenbezug sollte einfach abnehmbar sein und regelmäßig bei 60 Grad gewaschen werden. Ein Waschgang bei dieser Temperatur tötet alle Hausstaubmilben ab, verlangsamt die Ausbreitung und verringert Allergiesymptome.

Photo by Im3rd Media on Unsplash

© Gmünder Tagespost 31.08.2020 11:34
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