Einfache Tipps gegen unruhige Nächte

Wer unter Schlafproblemen leidet, der ist nicht zu beneiden. Denn der ständige Schlafmangel macht einem auf Dauer zu schaffen. Zwar kann man erholsamen Schlaf nicht erzwingen, doch mit den folgenden Tipps immerhin fördern.

Sich unruhig im Bett hin und her wälzen, auf den Wecker schauen und verzweifelt ausrechnen, wie viele Stunden noch bleiben, bis eben jener klingelt. Oder mitten in der Nacht aufwachen und nicht mehr einschlafen können. Menschen mit Schlafproblemen kennen solche Erlebnisse nur allzu gut. Und wenn die Nacht zur Qual wird, startet man auch ausgelaugt und müde in den Tag. Treten Schlafprobleme häufiger aus, schadet das auf Dauer dem Körper, denn dieser kann sich unter Schlafmangel nur noch schwer regenerieren.

Luftqualität und Zimmertemperatur checken

Luftqualität und Raumtemperatur haben einen enormen Einfluss auf den Schlaf. Denn ist die Luft zu trocken, dann trocknen im Schlaf die Nasen- und Mundschleimhäute aus und es ist Krankheitserregern ein Leichtes, in den Organismus einzudringen. Dann werden die Abwehrzellen des Immunsystems aktiv, was den Schlaf stört.

Die optimale Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer liegt zwischen 40 und 60 %. Pflanzen wie Bogenhanf, Bergpalmen oder Gerbera können zu einer besseren Luftqualität beitragen. Für bessere Raumluft sorgen auch spezielle Geräte wie beispielsweise Luftwäscher - sie filtern sogar Schimmelpilzsporen oder Milbenallergene aus der Luft heraus.

Auch die Raumtemperatur spielt eine wichtige Rolle. In der Nacht schwitzt der Körper am stärksten, daher beträgt die ideale Schlafzimmertemperatur kühle 16 bis 18 Grad.

Koffein und Alkohol vermeiden

Koffein bleibt über einen längeren Zeitraum im Körper, daher sollten Menschen, die generell unter Einschlafproblemen leiden, bereits ab 16 Uhr auf koffeinhaltige Getränke verzichten. Idealerweise lässt man vor dem Schlafengehen auch die Finger von dunkler Schokolade. Denn der Hauptbestandteil der Kakaobohne Theobromin stimuliert wie auch Tein und Koffein das Nervensystem und erweitert die Blutgefäße.

Auch Alkohol ist alles andere als förderlich für eine erholsame Nacht. Zwar wirkt ein Glas Bier oder Wein entspannend, jedoch muss der Körper den Alkohol über Nacht abbauen, was einem erholsamen Schlaf im Wege steht.

Rituale am Abend einführen

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, deshalb helfen feste Schlafenszeiten dabei, besser einzuschlafen. Das Pflegen allabendlicher Rituale wie einer ausgedehnten Hautpflegeroutine, das Lesen eines Buches oder fünf Minuten Meditieren, signalisieren dem Körper, dass es Zeit ist, schlafenzugehen. Zumindest, wenn man es regelmäßig vor dem Zubettgehen tut.

Wen das Gedankenkarussell nicht schlafen lässt, der sollte in seine abendliche Routine Tagebuchschreiben integrieren und sich alles von der Seele schreiben, was ihm in diesem Moment einfällt, um sich nicht die Nacht damit um die Ohren schlagen zu müssen.

Bildrechte: Flickr No278 18 Oct 2009 Go away and let me sleep mcfarlandmo CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

© Gmünder Tagespost 16.08.2018 14:06
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