Erholsamer Schlaf trotz Heuschnupfen

Die Nase läuft, die Augen jucken und tränen – an erholsamen Schlaf ist kaum zu denken. Schuld daran sind die umherfliegenden Pollen. Während einige Allergiker nach den Frühlingsmonaten das Schlimmste überstanden haben, geht es für andere mit den Gräserpollen im Sommer erst richtig los. Je nachdem, auf welche Pollen das Immunsystem reagiert, dauert Heuschnupfen einige Wochen bis mehrere Monate. Darunter leidet häufig auch die Schlafqualität der Betroffenen erheblich. Glücklicherweise gibt es einige wirkungsvolle Maßnahmen, mit denen Pollenallergiker wieder zu einem erholsamen Schlaf finden.

Schlafzimmer pollenfrei halten

Um auch während der Pollensaison erholsam schlafen zu können, muss das Schlafzimmer so pollenfrei wie möglich sein. Frische Luft verbessert zwar den Schlaf, allerdings gelangen durch das geöffnete Fenster auch Pollen ins Zimmer. Wer gern bei offenem Fenster schläft, sollte daher spezielle Pollenschutzgitter am Fensterrahmen befestigen, die außer Pollen praktischerweise auch unliebsame Insekten fernhalten.

Hält man sich im Freien auf, bleiben umherfliegende Pollen leicht an der Kleidung und in den Haaren haften. Aus diesem Grund sollte die Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer abgelegt werden. Zudem ist es ratsam, abends vor dem Schlafengehen zu duschen und die Haare zu waschen. So bleibt das Kissen weitgehend pollenfrei. Dennoch sollte man die Bettwäsche während der Pollensaison wöchentlich wechseln. Des Weiteren ist es hilfreich, im Schlafzimmer auf Pollenfänger wie Vorhänge, Gardinen oder Teppiche zu verzichten und stattdessen zum Beispiel vor den Fenstern Jalousien anzubringen.

Symptome von innen lindern

Viele Allergiker greifen auf Arzneimittel wie Tabletten oder Nasenspray zurück, die helfen, Symptome wie allergischen Schnupfen zu lindern. Bei Tabletten ist es sinnvoll, diese nicht erst morgens, sondern bereits abends einzunehmen. So werden die Symptome bereits nachts gelindert und die Wirkung hält auch am nächsten Tag noch an.

Zusätzlich zur Einnahme von Medikamenten hilft es, die Nasenschleimhaut vor dem Schlafengehen zu befeuchten; sehr wirkungsvoll sind Dampfbäder. Dafür bringt man einen großen Topf Wasser mit ein bis zwei Teelöffeln Salz zum Kochen. Wenn das Wasser sprudelt, nimmt man den Topf vom Herd und inhaliert den Dampf vorsichtig circa zehn Minuten lang.

Allergiker sollten in der Heuschnupfen-Saison außerdem darauf achten, histaminarme Lebensmittel zu essen und auf histaminreiche Nahrungsmittel und solche, die Histamine im Körper freisetzen, weitgehend zu verzichten. Dazu gehören unter anderem Nüsse, verschiedene Obstarten wie Zitrusfrüchte sowie geräucherte Fisch- und Fleischprodukte. Des Weiteren sollten Allergiker ausreichend trinken, denn das hält die Schleimhäute ebenfalls feucht. Empfehlenswert sind mindestens zwei Liter Wasser oder Kräutertee täglich. Alkohol hingegen kann die Symptome einer Allergie verstärken, dies gilt auch für Kaffee und schwarzen Tee. Daher sollten Betroffene diese Getränke nur in Maßen konsumieren.

Bildrechte: Flickr Meadow Richard Gillin CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

© Gmünder Tagespost 18.06.2019 08:24
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