Medizinisch sinnvoll oder reines Wunschdenken? Die Wirkungsweise von CBD-Öl

CBD-Öl ist eine Substanz, die sich aus dem Terminus "Cannabidiol" ableitet. Dieser Begriff bezieht sich wiederum auf einen Wirkstoff, der aus der Pflanze "Cannabis Sativa" gewonnen wird. Im Gegensatz zu normalem Cannabis hat dieser Wirkstoff keinen berauschenden Effekt. Vielmehr zeichnet sich diese Cannabispflanze durch ihre medizinische Wirkung aus.

Wie wird CBD-Öl hergestellt?

CBD-Öl wird durch ein verhältnismäßig unkompliziertes Verfahren gewonnen. Denn die Substanz setzt sich nur aus zwei unterschiedlichen Bestandteilen zusammen. Die wichtigste Ingredienz ist Hanfsamen-Öl, das in besonderen Öl-Mühlen aus Hanfsamen kalt gepresst wird. Weiterhin besteht CBD-Öl aus CBD-Extrakt. Diese Zutat wird über eine Destillation von Hanfblüten bzw. Hanfknospen in Alkohol gewonnen. Diese Kombination aus beiden Bestandteilen ergibt zusammen das CBD-Öl.

Die Wirkung von CBD-Öl bei Schmerztherapien

Obwohl CBD-Öl aus der Marihuana-Pflanze gewonnen wird, hat das Extrakt nicht automatisch die gleiche Wirkung. Wirkstoffe wie THC führen in Marihuana zu einem berauschenden Effekt. Allerdings ist die Interaktion von CBD mit den entsprechenden Rezeptoren aus dem Gehirn um ein Hundertfaches geschwächt. Vielmehr soll das aus Hanfsamen gewonnene Öl in der Lage sein, unterschiedliche Krankheitsbilder zu lindern. Besonders effektiv soll CBD-Öl bei einer Therapie von Schmerzpatienten sein, die unter starken chronischen Schmerzen leiden und anderenfalls auf starke Schmerzmittel zurückgreifen müssten.

Weitere Behandlungsgebiete in der Übersicht

Weiterhin wirkt sich das Öl positiv auf die Behandlung alkoholbedingter Hirnschäden aus. Gemäß einer Studie aus Kentucky soll der Wirkstoff Schädigungen der Hirnstruktur regulieren, die durch einen übermäßigen Alkoholkonsum verursacht wurden. Eine Verminderung von Angstzuständen hängt maßgeblich von der CBD-Sorte ab, die Betroffene konsumieren. In diesem Zusammenhang belegte eine Studie, dass mit CBD behandelte Patienten deutlich weniger Ängste ausstehen mussten. In der Krebstherapie soll die Substanz ein Gen zur Bildung von Krebszellen deaktivieren. Dieses für das Metastieren zuständige Gen wird gestoppt. Das Wachstum von Krebs wird dadurch eingeschränkt. Zudem soll CBD-Öl zu einer deutlichen Minderung der Symptome einer Krebserkrankung beitragen.

Hilft das Öl bei der Alzheimer-Therapie?

Für die Alzheimer-Therapie bestätigen Wissenschaftler ebenfalls eine massive Linderung der Krankheitssymptome. Positive Effekte werden ebenfalls bei einer Behandlung psychotischer Symptome, Schizophrenie oder einer Belastung des Herzens durch eine Chemotherapie vermutet. Zudem erstrecken sich die Anwendungsgebiete mit CBD-Öl auf Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, Menstruationsschmerzen, Stress sowie Epilepsie.

Bislang liegen keine Langzeitstudien vor

Gemäß Angaben der WHO löst das CBD-Öl nach aktuellem Stand der Forschung keine gesundheitlichen Probleme aus. Zudem gibt die WHO an, dass die Einnahme des Öls nicht zu einer Abhängigkeit führt. Diese Fakten klingen im ersten Moment vielversprechend. Doch eines sei noch erwähnt: da derzeit noch keine Langzeitstudien vorliegen, kann über etwaige Konsequenzen von CBD-Öl bisher nur spekuliert werden. Es scheint erwiesen zu sein, dass der Wirkstoff Nebenwirkungen wie Schwindel, Erbrechen, Übelkeit oder Durchfall auslösen kann. Deshalb ist es dringend empfehlenswert, die Einnahme des Öls im Vorfeld mit einem Arzt zu besprechen.

Bild: Pixabay user:7raysmarketing

© Gmünder Tagespost 28.05.2018 13:35
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