Bajramaj-Wechsel sorgt für Eklat

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Fatmire Bajramaj wechselt den Verein

Frankfurt/Main - Einen Tag nach dem Einzug in das Champions-League-Finale ist bei Turbine Potsdam Feuer unterm Dach. Der Wechsel von Potsdams Nationalspielerin Fatmire Bajramaj zum Pokalsieger 1. FFC Frankfurt sorgt für Missstimmung.

Eklat in der Frauenfußball-Bundesliga: Der Wechsel der Nationalspielerin Fatmire Bajramaj von Turbine Potsdam zum 1. FFC Frankfurt hat den seit Jahren schwelenden Streit zwischen Turbine-Trainer Bernd Schröder und FFC-Manager Siegfried Dietrich neu entfacht. Die Hessen hatten am Montag die Verpflichtung der gebürtigen Kosovo-Albanerin zur neuen Saison bekannt gegeben.

„Wir haben Respekt vor unseren Gegnern, aber es gibt einen Verein in der Bundesliga, der kennt das einfach nicht. Man baggert nicht hinter dem Rücken des betroffenen Vereins Spielerinnen an!“, schimpfte Urgestein Schröder, der Bajramajs Berater Dietmar Ness zudem als „Pharisäer“ bezeichnete: „Der hat mit den letzten vier Transfers 50.000 Euro verdient.“

So schön ist der Frauenfußball

So schön ist der Frauenfußball

Frauenfußball ist schön! Das beweist nicht nur Celia Okoyino da Mbabi (Deutschland). Zugegeben: Mit verbissenem Gesicht im Schlabbertrikot macht nicht jede Kickerin eine schöne Figur. Aber auch im Jersey sind viele Kickerinnen sehr attraktiv anzusehen - und erst recht neben dem Platz. © Getty
Wir nehmen Sie mit auf einen Streifzug durch die Schönheit des Frauenfußballs. Und zeigen Ihnen die hübschesten Fotos von Athletinnen aus aller Welt mit Schwerpunkt Deutschland - es sind übrigens auch Kickerinnen dabei, die ihre Karriere schon beendet haben. Das Foto zeigt Alexandra Popp (Deutschland) © Getty
Kim Kulig und Kristina Gessat (Deutschland) © Getty
Turid Knaak (Deutschland) © Getty
Sarah Günther (Deutschland) © Getty
Sarah Günther (Deutschland) © Getty
Celia Okoyino da Mbabi (Deutschland) © Getty
Anna Paulson (Schweden) © Getty
Stina Segerstrom (Schweden) © Getty
Anneli Giske (Norwegen) © Getty
Ursula Holl, Kim Kulig (Deutschland) © Getty
Fatmire Bajramaj, Martina Müller (Deutschland) © Getty
Manoe Meulen (r., Niederlande) © dpa
Fatmire Bajramai (r) und Anja Mittag (Deutschland) © dpa
Fatmire „Lira“ Bajramaj (Deutschland) © Getty
Simone Laudehr (Deutschland) © DFB/Horst Hamann
Birgit Prinz (Deutschland) © DFB/Horst Hamann
Kerstin Garefrekes (Deutschland) © DFB/Horst Hamann
Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
Inka Grings (Deutschland) © Getty
Anja Mittag (l.) und Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
Anja Mittag und Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
Anja Mittag und Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
Fatmire Bajramaj (Deutschland) © Getty
Inka Grings (Deutschland) © Getty
Inka Grings (Deutschland) © Getty
Simone Laudehr (Deutschland) © Getty
Simone Laudehr (Deutschland) © Getty
Simone Laudehr (Deutschland) © Getty
Simone Laudehr (Deutschland) © Getty
Simone Laudehr (Deutschland) © Getty
Lisa Weiß (Deutschland) © Getty
Ursula Holl (Deutschland) © Getty
Fatmire Bajramaj (Sturm) © Getty
Celia Okoyino da Mbabi (Sturm) © Getty
Turid Knaak (Deutschland) © Getty
Marina Hegering, Anne Bartke, Turid Knaak und Alexandra Popp (Deutschland) © Getty
Svenja Huth, Marina Hegering, Anne Bartke, Turid Knaak, Alexandra Popp und Kristina Gessat (Deutschland) © Getty
Alexandra Popp (Deutschland) © Getty
Dzsenifer Marozsan (Deutschland) © Getty
Julia Simic (Deutschland) © Getty
Esther Sunday (Nigeria) © Getty
Lena Goessling (Deutschland) © Getty
Nia Künzer (Deutschland) © Getty
Nia Künzer (Deutschland) © Getty
Nia Künzer (Deutschland) © Getty
Nia Künzer (Deutschland) © Getty
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Sarah Günther (Deutschland) © Getty
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Sarah Günther (Deutschland) © Getty
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Nia Künzer (Deutschland) © Getty
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Anna Sjoestroem (Schweden) © Getty
Anna Sjoestroem (Schweden) © Getty
Anna Sjostrom (Schweden) © Getty
Sonja Fuss (Deutschland) © Getty
Anja Mittag, Celia Okoyino da Mbabi (Deutschland) © Getty
Julia Simic (Deutschland) © Getty
Nadine Kessler (Deutschland) © Getty
Navina Omilade (Deutschland) © Getty
Nia Künzer (Deutschland) © Getty
Nia Künzer (Deutschland) © Getty
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Annike Krahn, Lisa Weiss (Deutschland) © Getty
Nadine Angerer, Ariane Hingst  (Deutschland) © Getty
Leonie Maier (Deutschland) © Getty
Turid Knaak (Deutschland) © Getty
Katie Chapman (England) © Getty
Fatmire Bajramaj, Martina Müller (Deutschland) © Getty
Nia Künzer (Deutschland) © Getty
Das wird eine schöne WM! © Getty/Montage

Schröders Frust ist allerdings nicht ganz nachzuvollziehen. Denn die 23-Jährige Bajramaj hatte bereits am Freitag sowohl der Mannschaft als auch dem Trainer ihre Entscheidung mitgeteilt. „Herr Schröder lebt in seiner eigenen Welt. Es war davon auszugehen, dass er ausrastet und ohne sachlich zu bleiben seine Wut rauslässt“, sagte deshalb FFC-Manager Dietrich am Montag dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Dietrich unterstrich, dass der Transfer Bajramajs sauber und vor allem in Absprache mit dem Turbine-Management über die Bühne gegangen sei. „Herr Schröder muss kapieren, dass auch im Frauenfußball professionelle Strukturen eingezogen sind. Das war ein ganz seriöser Vorgang. Aber er misst ohnehin mit unterschiedlichem Maß. Denn als Lira Bajramaj vor zwei Jahren von Duisburg nach Potsdam gewechselt ist, ist das auch während der Saison passiert. Damals wurde Lira sogar auf der Homepage auf einem offiziellen Foto mit einem Turbine-Sponsor als Neuzugang präsentiert“, sagte Dietrich.

Dennoch wünscht Dietrich Turbine einen Sieg im Finale der Champions League gegen den französischen Vertreter Olympique Lyon am 26. Mai in London. „Ich wünsche Lira und Turbine Potsdam, dass sie auch in diesem Jahr gewinnen. Das wäre für den deutschen Frauenfußball erneut eine tolle Sache“, sagte er. Derweil hofft Schröder, dass Bajramaj auch in den kommenden Wochen mit ihren Gedanken noch in Potsdam ist: „Sie hat Vertrag bis zum 30. Juni - und wehe, sie bewegt sich nicht.“

Bajramaj selbst sieht den Wechsel an den Main ganz gelassen. Ohnehin hat sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erstens ist sie in Zukunft wieder näher an ihrer in Mönchengladbach wohnenden Familie, zweitens wird ihr der neue Dreijahresvertrag finanziell mehr einbringen. „Mit der WM 2011 beginnt für mich eine sehr spannende Zeit, die ich nach zwei wirklich tollen Jahren in Potsdam und der Mega-Herausforderung mit der Nationalmannschaft sehr gerne beim 1. FFC Frankfurt fortsetzen möchte. Frankfurt spielt einen sehr attraktiven Fußball, wird professionell gemanagt und bietet neben den sportlichen Möglichkeiten auch interessante Perspektiven im bestens aufgestellten Umfeld“, sagte Bajramaj.

sid

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