Van Marwijk vor dem Aus

HSV und Stuttgart im freien Fall - FCB locker

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Braunschweigs Norman Theuerkauf (l.), Jan Hochscheidt attackieren Hamburgs Rafael van der Vaart (Mitte).

München - Der HSV hat das Kellerduell in Braunschweig verloren. Trainer van Marwijk steht vor dem Aus. Der FC Bayern hat seine Siegesserie gegen Freiburg fortgesetzt.

Der Hamburger SV hat am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga das Kellerduell verloren und seine Niederlagenserie fortgesetzt. Die Hanseaten kassierten am Samstag mit dem 2:4 (1:0) bei Schlusslicht Eintracht Braunschweig die siebte Pleite in Serie und bleiben mit 16 Punkten Tabellenvorletzter. Damit droht dem umstrittenen Trainer Bert van Marwijk die Ablösung. Auch die weiteren Abstiegskandidaten blieben ohne Sieg. Der SC Freiburg (15. Platz) verlor bei Meister und Tabellenführer FC Bayern München 0:4 (0:3), der VfB Stuttgart (14.) unterlag bei 1899 Hoffenheim 1:4 (0:1) und Eintracht Frankfurt (12.) war beim 0:4 (0:2) in Dortmund chancenlos. Werder Bremen (13.) erkämpfte sich ein 1:1 (0:1) gegen Borussia Mönchengladbach.

Das

Vor dem Rauswurf: HSV-Trainer Bert van Marwijk.

dürfte es gewesen sein für van Marwijk nach seinem 100. Bundesligaspiel. Eine Halbzeit lang führten die Gäste durch den Treffer von Torjäger Pierre-Michel Lasogga in der 23. Minute. Die Hertha-Leihgabe war nach seiner Verletzungspause ins Team zurückgekehrt und rannte nach seinem Tor direkt zu van Marwijk. Doch dann wechselte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht Domi Kumbela ein, der auch dank des zweimal äußerst unglücklich agierenden René Adler im Gäste-Tor mit einem Hattrick den Tabellenletzten bis auf einen Punkt an den HSV heranbrachte. Zwischenzeitig hatte Ivo Ilicevic (76.) für die Hamburger nach den Chaostagen mit der Absage des vermeintlichen Retters Felix Magath ausgeglichen. Das 4:2 für Eintracht erzielte Jan Hochscheid in der Nachspielzeit.

Der FC Bayern hat sich hingegen schon mal ordentlich warmgespielt für die Champions-League-Partie beim FC Arsenal. 19 Minuten konnten die zu Beginn recht forschen Freiburger die Null halten, dann war es passiert. Abwehrspieler Dante (19.) traf mit einem Kopfball, noch vor der Pause erhöhte Xerdan Shaqiri (34./43.), einer von fünf Spielern, die im Vergleich zum Sieg im DFB-Pokalviertelfinale neu in die Startaufstellung kamen, auf 3:0. Beide Male waren die Schüsse des Schweizers abgefälscht, Oliver Baumann im Freiburger Tor hatte keine Chance. Für den Endstand sorgte Claudio Pizarro (88.).

Die teuersten Transfers der Bundesliga-Geschichte

Die teuersten Transfers der Bundesliga-Geschichte

Geld regiert die Welt - und auch die Transfergeschäfte im Fußball. Klicken Sie sich durch die Rangliste der teuersten Bundesliga-Transfers (die Ablösesummen beruhen teilweise auf Schätzungen). © picture alliance / dpa
Shinji Kagawa: Der Japaner kam 2010 für 350.000 € zu Borussia Dortmund und wechselte nach zwei erfolgreichen Jahren für 16 Millionen € im Sommer 2012 zu Manchester United. © picture alliance / dpa
Luiz Gustavo: 16 Millionen € ließen sich die Wolfsburgern den Brasilianer, der beim FC Bayern kaum mehr zum Zug kam, im August 2013 kosten. © picture alliance / dpa
Evanilson (r.): Der Rechtsverteidiger wechselte im Zuge des komplizierten Amoroso-Deals zum FC Parma. Rund 17 Millionen Euro war er den Italienern wert. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Luiz Gustavo: Wurde im Januar 2011 ohne das Wissen Ralf Rangnicks für 17 Millionen € nach München verkauft, Rangnick und Hoffenheim trennten sich kurz darauf. © picture alliance / dpa
Marco Reus: Als Borussia Dortmund im Januar 2012 den Wechsel von Marco Reus zur neuen Saison bekannt gab, hatten die Schwarz-Gelben das Tauziehen gegen den FC Bayern für sich entschieden und profitierten von Reus Ausstiegsklausel. 17,1 Millionen € erhielt Borussia Mönchengladbach. © picture alliance / dpa
Mesut Özil: Für 18 Millionen € wechselte Mesut Özil 2010 zu Real Madrid und erwies sich als richtiger Volltreffer für die Königlichen. © picture alliance / dpa
Nigel de Jong: 19 Millionen € spülte der Verkauf des Holländers an Manchester City im Januar 2009 in die Kassen des Hamburger Sportvereins; bis heute die höchste Ablöse, die der HSV je für einen Spieler bekommen hat. © picture-alliance/ dpa
Roy Makaay: Mit 19,7 Millionen € Ablöse war Roy Makaay 2003 der damalige Rekordeinkauf des FC Bayern. © picture alliance / dpa
Carlos Eduardo: Verließ die TSG Hoffenheim im Sommer 2010 für 20 Millionen € in Richtung Russland zu Rubin Kasan. © picture alliance / dpa
Emerson (l.): Wurde im Sommer 2000 vom AS Rom für umgerechnet 20 Millionen € von Bayer 04 Leverkusen losgeeist. © picture-alliance / dpa
Andre Schürrle (r.): 22 Millionen € mussten die "Blues" 2013 an Bayer 04 Leverkusen überweisen, um sich die Dienste des deutschen Nationalspielers zu sichern. © picture alliance / dpa
Kevin de Bruyne (Mitte): Mit dem jungen Belgier rüstet der VfL Wolsburg weiter auf. 22 Millionen € bezahlten die Wölfe im Januar 2014 für den belgischen Nationalspieler. © picture alliance / dpa
Manuel Neuer: Der Torwart wechselte 2011 unter lautstarken Protest vieler Bayernfans für 22 Mio € vom FC Schalke 04 an die Säbener Straße. © picture alliance / dpa
Arjen Robben: Der niederländische Flügelspieler wechselte 2009 für 24 Mio € von Real Madrid zu den Bayern. © picture alliance / dpa
Marcio Amoroso: Borussia Dortmund kaufte den Stürmer 2001 für 25 Mio € vom FC Parma. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Owen Hargreaves (l.): Der ehemalige Münchner wechselte 2007 für eine Ablösesumme von 25 Mio € zu seinem Lieblingsclub Manchester United. © picture-alliance/ dpa
Thiago Alcantara (l.): Der Spanier folgte seinem Ex-Trainer Pep Guardiola 2013 für 25 Mio € von Barcelona an die Isar. © picture alliance / dpa
Franck Ribery: Der Flügelflitzer kam 2007 für 25 Mio € von Olympique Marseille zum FC Bayern. © picture alliance / dpa
Diego: Der offensive Mittelfeldspieler wechselte 2009 für 27 Mio € von der Bremer Weser nach Italien zu Juventus Turin. © picture-alliance/ dpa
Henrich Mchitarjan (r.): Der Götze-Ersatz kam 2013 von Schachtjor Donezk zum Championsleague-Finalisten Borussia Dortmund. © picture alliance / dpa
Mario Gomez: Der Nationalstürmer kam 2009 für die damalige Rekordsumme von 30 Mio € vom VfB Stuttgart nach München. © picture alliance / dpa
Edin Dzeko: Der ehemalige Wolfsburger verließ den Werksclub 2010 und wechselte für 37 Mio. € zu Manchester City. © picture alliance / dpa
Mario Götze: Kaum ein Wechsel schlug derart hohe Wellen in den letzten Jahren als der Transfer vom Dortmunder Youngster zu den Bayern. 37 Millionen € überwies der FC Bayern nach Dortmund. © picture alliance / dpa
Javier Martinez: Der Baske ist der bis dato teuerste Transfer in der Bundesligahistorie. Bayern München überwies 40 Millionen € an seinen Heimatclub Athletic Bilbao. © picture alliance / dpa
Toni Kroos
Toni Kroos: Der gebürtige Greifswalder wechselte nach dem WM-Sieg mit Deutschland im Juli 2014 vom FC Bayern zu Real Madrid. Angeblich 30 Millionen Euro soll der Transfer den Königlichen wert gewesen sein. © dpa

Für Eintracht Frankfurt hat sich Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang in weniger als einer Woche zum Alptraum entwickelt. Der BVB-Stürmer stellte vier Tage nach seinem entscheidenden Treffer im DFB-Pokalviertelfinale auch im Meisterschaftsmatch gegen die Hessen die Weichen auf Sieg. Mit einem Doppelpack brachte Aubameyang die gastgebenden Borussen in der 10. und 21. Minute in Führung. Tor Nummer drei erzielte Robert Lewandowski per Foulelfmeter (47.). Neuzugang Milos Jojic (68.) erhöhte nicht mal eine Minute nach seiner Einwechslung zum Bundesliga-Debüt. Nach vier Heimspielen mit nur einem Punkte kam der Sieg für den BVB zur rechten Zeit.

Borussia Mönchengladbach und der SV Werder Bremen haben beide den ersten Punkt in der Rückrunde geholt. Raffael brachte die Gäste aus Gladbach beim Krisenclub in der sechsten Minute in Führung. Vorausgegangen war ein übler Fehlpass von Assani Lukimya. Werder drohte erstmals seit 23 Heimduellen mit den Borussen zu verlieren. Bremens Trainer Robin Dutt durfte dann aber doch noch jubeln, als Ludovic Obraniak in der Nachspielzeit einen Freistoß zum 1:1 ins Netz zirkelte.

Immer

Hoffenheims Sven Schipplock (l) jubelt über sein Tor zum 1:0 gegen Stuttgart.

enger wird es derweil für VfB-Trainer Thomas Schneider. Im Hinspiel, seinem Debüt als Coach der Stuttgarter, hatte der Ex-Profi noch einen 6:2-Sieg bejubelt. Diesmal sorgten der ehemalige Stuttgarter Sven Schipplock (12./66.) und Kevin Volland (49.) sowie Roberto Firmino (90.+2/Foulelfmeter) für die nächste Niederlage der Schwaben. Gastgeber Hoffenheim darf sich dagegen freuen, sich im Kampf gegen Abstieg erst einmal etwas Luft verschafft zu haben. Daran vermochte auch der Anschlusstreffer von Antonio Rüdiger (78.) nichts zu ändern, kurz danach sah beim VfB auch noch Moritz Leitner die Gelb-Rote Karte.

dpa

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