Neuer Rassismus-Skandal?

Er beleidigte offenbar eigene Spieler: FC Bayern feuert langjährigen Mitarbeiter 

  • schließen

Der FC Bayern feuert einen langjährigen Mitarbeiter. Der Zeugwart soll die FCB-Stars Serge Gnabry und Eric Maxim Choupo-Moting rassistisch beleidigt haben.

München - Unruhe vor dem so wichtigen Spiel in der Champions League gegen RB Salzburg (hier im Live-Ticker). Den FC Bayern* überschattet wieder einmal ein Rassismus-Skandal. Diesmal geht es aber nicht, wie in der Vergangenheit bereits, um das Nachwuchsleistungszentrum, sondern um die Profis. Serge Gnabry und Eric Maxim Choupo-Moting sollen von einem langjährigen FCB-Mitarbeiter beleidigt worden sein. Der FC Bayern zieht nach dem aktuellen Vorfall Konsequenzen und entlässt den Zeugwart, wie die Bild berichtet.

FC Bayern feuert langjährigen Mitarbeiter: Gnabry und Choupo-Moting rassistisch beleidigt

Was war vorgefallen? Der Zwischenfall ereignete sich an der Säbener Straße. Der angesprochene Zeugwart war dem Bericht zufolge auf dem Vereinsgelände des FC Bayern unterwegs, zusammen mit seiner Tochter. Den beiden liefen die dunkelhäutigen Bayern-Stars Serge Gnabry und Eric Maxim Choupo-Moting über den Weg.

„Solche brauchst du mir nicht mit nach Hause bringen“, soll der Zeugwart seiner Tochter gesagt haben. Diesen Satz haben andere Angestellte offenbar gehört und die Vereinsführung davon unterrichtet. Für die Bosse war die Sache klar: Die Aussage wurde als rassistisch eingestuft und der Mitarbeiter sofort freigestellt.

Die Mannschaft wurde laut Bild über die Entlassung bereits von Sportvorstand Hasan Salihamidzic in Kenntnis gesetzt. Vom FC Bayern und dem Mitarbeiter, der seit über zehn Jahren angestellt war, gab es zunächst keine Stellungnahme.

FC Bayern: Serge Gnabry (li.) und Eric Maxim Choupo-Moting wurden offenbar von einem Mitarbeiter rassistisch beleidigt.

FC Bayern erlebt nicht den ersten Rassismus-Skandal

Für den FC Bayern ist es leider nicht der erste Vorfall schwerer Diskriminierung. Im Sommer 2020 gab es am FC-Bayern-Campus einen Rassismus-Skandal um einen Jugendtrainer, der aufgrund seiner Äußerungen in Chats entlassen wurde. Der Ex-Mitarbeiter wurde zu einer Geldstrafe und einem Berufsverbot von 18 Monaten verurteilt.

„Der FC Bayern steht als weltoffener Klub für Toleranz sowie gegen Ausgrenzung und Diskriminierung in jeder Form“, sagte Präsident Herbert Hainer. Der Verein rief vor zwei Jahren die Initiative „Rot gegen Rassismus“ ins Leben. Das schnelle Handeln nach der unangemessenen Äußerung des Zeugwarts ist somit nicht verwunderlich. Rassismus soll im Keim erstickt werden. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © kolbert-press/Christian Kolbert via www.imago-images.de

Zurück zur Übersicht: Fußball