Nach hitziger Impfdebatte

FC Bayern München: Joshua Kimmich wohl gegen Corona geimpft

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Joshua Kimmich hatte angekündigt, auf einen Totimpfstoff warten zu wollen. Mittlerweile ist der FC-Bayern-Spieler wohl gegen Corona geimpft.

Kassel – Erst haben ihn Bedenken gequält, jetzt hat sich der Star des FC Bayern München aber wohl für eine Impfung gegen das Coronavirus entschieden. Bei einem Treffen der Mannschaft Anfang März soll Kimmich einen Impfnachweis vorgelegt haben, wie die Bild-Zeitung berichtet. Eine offizielle Bestätigung des Fußballers steht noch aus.

Auch der FC Bayern äußerte sich noch nicht zum Impfstatus seines Mittel- und Abwehrspielers. In der Vergangenheit hatte der Verein klar hinter Kimmich gestanden*. Seine Mannschaftskollegen sind laut Berichten der Bild-Zeitung aber mutmaßlich schon informiert. Kimmich soll demnach die Zweifel im Team aus der Welt geschafft haben. Weil der Bayern-Star bereits eine Corona-Infektion* durchgemacht hatte, gilt er jetzt als grundimmunisiert.

FC Bayern-Spieler wollte auf Totimpfstoff warten: Corona wird zum Karriereknick für Kimmich

Joshua Kimmich hat sich vermutlich bereits gegen Corona impfen lassen. (Archivbild)

Der Fußballer hatte sich lange Zeit gegen eine Impfung ausgesprochen, Kimmich hatte angegeben, auf einen Corona-Totimpfstoff zu warten*. Darunter litt auch seine Fußballkarriere. Zweimal musste Kimmich in Quarantäne, nachdem er als Ungeimpfter Kontakt zu Infizierten hatte. Dann traf es den Leistungssportler selbst. Eine anschließende Corona-Infektion ließ Kimmich für insgesamt sechs Ligaspiele ausfallen.

Doch der FC Bayern-Spieler hatte Glück, die Infektion verlief mild. Trotzdem kämpfte Kimmich auch nach seiner Genesung mit Lungen-Problemen*. Seine Rückkehr zu Team und Training verzögerten sich. Später gab Kimmich gegenüber dem ZDF an, sich schon zum Zeitpunkt der Infektion für eine Impfung entschieden zu haben.

Kimmich löst hitzige Impfdebatte aus: FC Bayern-Spieler sah Corona-Impfung lange kritisch

Der Impfstatus des FC Bayern Spielers hatte zuvor immer wieder zu hitzigen Debatten geführt, nachdem der 27-Jährige gegenüber dem TV-Sender Sky erklärt hatte, er habe „persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht“. In der darauffolgenden Impfdebatte hatte sich auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach* (SPD) geäußert. Lauterbach hatte Kimmich angeboten, ihn persönlich gegen Corona zu impfen* – inklusive Aufklärungsgespräch, wie der Minister gegenüber der Zeitschrift Bunte erklärte.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte FC Bayern München-Spieler Joshua Kimmich ein ganz persönliches Corona-Impfangebot gemacht. (Archivbild)

Nachdem Kimmich schon im Dezember vergangenen Jahres angekündigt hatte, sich impfen zu lassen, war auch der Gesundheitsminister zurückgerudert. „Das ist großartig, ich habe ihn nie verurteilt. Der Körper ist sein Kapital, da hatte er Ängste“, sagte der SPD-Politiker.

Für Fußballer Joshua Kimmich rückt die Impfdebatte nun aber erst einmal in den Hintergrund. Der Sportler wird zum dritten Mal Vater. Um bei der Geburt in München dabei sein zu können, trainiert Kimmich noch nicht mit der Nationalmannschaft, die sich in Frankfurt auf die Test-Länderspiele gegen Israel und die Niederlande vorbereitet. (Kim Hornickel) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marcus Brandt/dpa/Archivbild

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