Neuer Star kommt in Fahrt

Nagelsmann lobt Bayern-Neuzugang: „Rammelt so ein bisschen von hinten“

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Der FC Bayern München hat mit einem 4:0-Sieg über Leverkusen einen ersten Schritt aus der Krise gemacht. Trainer Julian Nagelsmann lobte dabei auch Verteidiger Matthijs de Ligt.

München - Seine ersten Wochen waren nicht ganz einfach. Wie sollten sie das auch sein, schließlich ging alles blitzschnell: Die Turbo-Einigung von Juventus Turin und dem FC Bayern, die USA-Reise, das erste Spiel samt Tor, die knallharten Trainings an der Säbener Straße und schließlich die ersten Pflichtspiele. Matthijs de Ligt hat einen turbulenten Sommer hinter sich. Jetzt, im Herbst, ist er angekommen beim deutschen Rekordmeister. Und dafür gibt es Lob vom Trainer.

Julian Nagelsmann betonte in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder, dass sein Neuzugang noch etwas Zeit brauche, um sich an seinen neuen Verein zu gewöhnen. Schließlich sind die Unterschiede zwischen Serie A und Bundesliga, zwischen der „Alten Dame“ und der „Schwarzen Bestie“ groß.

Nagelsmann lobt Bayern-Neuzugang de Ligt: „Rammelt so ein bisschen von hinten“

Das betonte de Ligt auch in Interviews immer wieder. Weil beim FC Bayern aktiver nach vorne verteidigt wird, musste er sich umstellen - vor allem fitter werden. Dieser Prozess scheint nun abgeschlossen. Nach der Verletzung von Lucas Hernandez ein guter Zeitpunkt, schließlich muss der niederländische Nationalspieler die Lücke nun füllen.

De Ligt erledigte zuletzt gegen Bayer Leverkusen (4:0) einen guten Job. Die Bayern gewannen deutlich, Trainer Nagelsmann lobte nach der Partie aber nicht nur die Offensive. Auch für de Ligt hatte der Coach warme Worte: „Er hat eine große Gabe zu wissen, was er perfekt kann und was er nicht ganz so gut kann und dementsprechend sein Spiel sehr anzupassen“, sagte der 35-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Er verfolgt die Stürmer oft bis ins Mittelfeld und lässt sie einfach nicht mehr drehen. Er macht dann auch mal ein kleines Foul und rammelt so ein bisschen von hinten. Da ist er sehr unangenehm.“

Rekord-Summe 222 Millionen Euro: Die 11 teuersten Transfers der Geschichte

Paul Pogba guckt emotional
Paul Pogba belegt den 11. Platz. Für 105 Millionen Euro holte Manchester United 2016 den Franzosen von Juventus Turin zurück. 2012 wechselte er aus der Jugend ablösefrei nach Italien.  © Oscar del Pozo/AFP
Romelu Lukaku zeigt nach oben.
113 Millionen Euro hat sich der FC Chelsea Romelu Lukaku kosten lassen. 2021 wechselte er von Inter Mailand auf die Insel. Trotz der stolzen Transfer-Summe belegt er „nur“ Platz 10.  © Franck Fife/AFP
Eden Hazard blickt in die Kamera
Eden Hazard, dessen Bruder Thorgan beim BVB aufläuft, wechselte 2021 vom FC Chelsea zu Real Madrid. Die Königlichen bezahlten für den Transfer nicht weniger als 115 Millionen Euro.  © John Thys/AFP
Cristiano Ronaldo geht im Manchester Trikot über den Platz
Natürlich gehört auch CR7, aka Cristiano Ronaldo, zu den teuersten Transfers der Geschichte. Bei Real Madrid erzielte er in 438 Spielen 450 Tore. Deswegen musste Juventus Turin tief in die Tasche greifen: 117 Millionen Euro kostete seine Verpflichtung. Inzwischen spielt er bei Manchester United.  © Gareth Fuller/Imago
Jack Grealish feiert mit dem Pokal
Jack Grealish belegt den 7. Platz in der Liste. Sein Wechsel von Aston Villa nach Manchester City kostete den Sky Blues 117,5 Millionen Euro. Im August 2021 ging der Transfer über die Bühne, sein Vertrag geht bis Juni 2027. © Xinhua/Imago
Antoine Griezmann ballt im Trikot von Atletico Madrid die Faust
Bei Atlético Madrid und der französischen Nationalmannschaft überzeugte Antoine Griezmann auf ganzer Linie – auch den FC Barcelona. Die Katalanen kauften im Sommer 2019 den heute 31-Jährigen für 120 Millionen Euro. Zwischenzeitlich wurde er allerdings wieder an Atlético Madrid ausgeliehen.  © Pierre-Philippe Marcou/AFP
Joao Felix ballt die Faust
Der Angreifer Joao Felix zählt ebenfalls zu den teuersten Transfers der Geschichte. Seine Verpflichtung kostete Atlético Madrid 127,2 Millionen Euro. 2019 erhielt er den Golden Boy Award als bester U21-Spieler Europas. © Oscar del Pozo/AFP
Philippe Coutinho läuft über den Platz
Auf Platz vier ist Philippe Coutinho. FC Barcelona hat 135 Millionen Euro an Liverpool gezahlt. Richtig durchsetzen konnte er sich bei den Blaugranas allerdings nicht. 2019 – ein Jahr nach seiner Verpflichtung in Barcelona – wurde er erst an den FC Bayern, dann an Aston Villa verliehen. An den England-Klub wurde er dann 2022 verkauft.  © Douglas Magno/AFP
Ousmane Dembélé verschränkt lachend die Hände hinter dem Kopf
Wir sind auf dem Siegertreppchen angekommen: Platz drei der teuersten Transfers aller Zeiten belegt Ousmane Dembélé. Bei seinem Wechsel vom BVB zum FC Barcelona kassierte Borussia Dortmund 140 Millionen Euro. Sein Vertrag beim FC Barcelona geht bis Juni 2022. © Lluis Gene/AFP
Kylian Mbappé läuft über den Platz
Kylian Mbappé ist der zweitteuerste Transfer aller Zeiten. Sein Wechsel ließ sich AS Monaco fürstlich entlohnen. 180 Millionen Euro musste Paris Saint-Germain bezahlen. Ursprünglich sollte seine Verpflichtung 145 Millionen Euro kosten, durch seine Verlängerung bei den Hauptstädtern im Jahr 2022 stieg die Summe aber nochmal um 35 Millionen Euro – aufgrund von Bonuszahlungen. © STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL/Imago
Neymar rennt über den Platz
Mit weitem Abstand führt Neymar die Liste der teuersten Transfers an. Auch hier musste Paris Saint-Germain tief in die Tasche greifen: 222 Millionen Euro kostete die Rekordverpflichtung. Sein Vertrag läuft bis 2025.  © Michael Baucher/Imago

Matthijs de Ligt mittlerweile Stammspieler beim FC Bayern München

Klingt natürlich etwas befremdlich, aber es ist klar, was Nagelsmann meint: De Ligt ist eng dran an seinen Gegenspielern, lässt ihnen keinen Raum, sitzt ihnen quasi im Nacken. Der Trainer lobte weiter: „In der Luft ist er natürlich bärenstark bei Standards, aber auch die langen Bälle hat er gut wegverteidigt. Er coacht auch viel im Training. Er hat eine nicht ganz so gute Zeit bei Juve gehabt. Es ist normal, dass er ein bisschen Rhythmus braucht, den kriegt er jetzt. Aktuell ist er der stabile Spieler, denn wir uns erhofft haben. Deswegen haben wir ihn ja verpflichtet.“

Julian Nagelsmann, Trainer des FC Bayern München.

De Ligt und Innenverteidiger-Partner Dayot Upamecano spielen sich immer besser ein - die nächste Bewährungsprobe gibt es wohl am Dienstagabend in der Champions League, wenn die Bayern im dritten Gruppenspiel auf Viktoria Pilsen treffen. Wahrscheinlich wird dann auch ein weiterer Sommer-Neuzugang in der Startaufstellung stehen. (akl)

Rubriklistenbild: © IMAGO/osnapix / Titgemeyer

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