Kritik an Münchner Chefetage

„Wie kann das sein?“ Sky-Experte Hamann legt gegen Bayern-Bosse nach

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Sky-Experte für die Bundesliga: Ex-Bayern-Spieler Dietmar Hamann.
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Sky-Experte Dietmar Hamann kritisiert die Bosse des FC Bayern München scharf für deren Verhalten in der Wechsel-Fehler-Causa. Trainer Julian Nagelsmann bekommt stattdessen ein Lob.

München – Dietmar „Didi“ Hamann hat die Bosse des FC Bayern* erneut scharf für deren Rolle in der Freiburger Wechsel-Fehler-Causa kritisiert. Nach dem 1:0 der Münchner gegen den FC Augsburg in der Fußball-Bundesliga* lobte der Sky-Experte dagegen FCB-Trainer Julian Nagelsmann für dessen Entschuldigung an Sport-Club-Coach Christian Streich.

FC Bayern: Dietmar „Didi“ Hamann kritisiert Münchner Bosse erneut

Hamann bemängelte, dass Nagelsmann vor seinen umstrittenen Äußerungen zu dem Fall nicht besser von seinem Klub aufgeklärt worden war. „Was ist mit der Kommunikationsabteilung vom FC Bayern*? Wie kann das sein?“, sagte der gebürtige Münchner. Dem Trainer des deutschen Bundesliga-Rekordmeisters* bescheinigte der frühere Nationalspieler indes „ein Zeichen von Stärke, ein Zeichen von Größe, was ich in der Vorstandsetage der Bayern vermisst habe“.

Das ist schwache Führung.

Sky-Experte Dietmar Hamann über die Bayern-Bosse

„Ich bin schon einer, der seine Meinung sagt. Ich bin aber auch einer, der zugibt, wenn er einen Fehler gemacht hat. In dem Fall habe ich einen Fehler gemacht. Ich habe die große Dimension des Rechtes, des Sportrechtes, des e.V.-Rechtes nicht auf dem Schirm gehabt und auch nicht begriffen. Da bin ich ehrlich“, hatte Nagelsmann zuvor im Interview bei Sky erklärt und bekräftigt: „Sorry an Freiburg, sorry an Christian. Ich hoffe, dass das Verhältnis nicht leidet. Ich habe einen Fehler gemacht und ich stehe dazu.“

Julian Nagelsmann: Bayern-Trainer entschuldigt sich beim SC Freiburg

Unter der Woche hatte der 34-jährige Oberbayer auf der Pressekonferenz an der Säbener Straße in München* noch gesagt: „Aus persönlicher Sicht kann ich nicht verstehen, dass Freiburg das macht. Weil sie in den 18 Sekunden, glaube ich, nicht zwei Tore gemacht hätten. Ich persönlich hätte es nicht gemacht, weil ich finde, dass du einen Fehler eines Dritten ausnutzt, um selber vielleicht zu Punkten zu kommen, weil der Druck der Fans oder Sponsoren so groß wird.“

Im Video: FC-Bayern-Trainer Julian Nagelsmann über den Einspruch Freiburgs

Hamann hatte die Münchner Bosse indes schon zuvor deutlich kritisiert. „Keiner von den Bayern hat ein Schuldeingeständnis abgegeben. Dabei haben sie die Tafel mit einer falschen Nummer hochgehalten“, meinte der 48-Jährige im Interview mit Spox und Goal: „Die Krönung war das selbstherrliche Zitat von Michael Gerlinger, der gesagt hat: ‚Wir sind überzeugt, dass das DFB-Sportgericht nach den anwendbaren Regelungen nur zu einer Entscheidung kommen kann: Die Wertung unseres 4:1-Sieges bleibt erhalten‘. Das ist an Selbstherrlichkeit nicht zu überbieten. Das ist schwache Führung. Wenn ich einen Fehler mache, muss ich mir das auch eingestehen. Aber jetzt die Freiburger in die Ecke der Unsportlichkeit zu drängen, ist bodenlos.“ (pm) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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