Innenverteidiger jetzt Stammspieler

„Da ist dieser kleine persönliche Makel“: Lucas Hernandez blickt auf schwere Bayern-Zeit zurück

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Lucas Hernandez hadert mit seiner Rolle beim Champions-League-Sieg des FC Bayern 2020.
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Lucas Hernandez ist unumstrittener Stammspieler beim FC Bayern. Den Abwehr-Star plagt seit seiner ersten Saison jedoch ein „kleiner persönlicher Makel“.

München – Lucas Hernandez scheint in dieser Saison endgültig beim FC Bayern durchzustarten. In seinem vierten Jahr in München ist der Franzose in der Innenverteidigung gesetzt. An der Seite von Dayot Upamecano oder dem neuen Abwehrboss Matthijs de Ligt überzeugt der Linksfuß mit Fleiß und Zweikampfstärke. Gegen Bochum war Hernandez aufgrund seiner Vielseitigkeit als Vertreter von Linksverteidiger Alphonso Davies gefragt. Für die aktuelle Saison hat sich der 26-Jährige viel vorgenommen und möchte eine persönliche Scharte auswetzen.

Lucas Hernández
Geboren: 14. Februar 1996 (Alter 26 Jahre), Marseille, Frankreich
Größe: 1,84 m
Ehepartnerin: Amelia Ossa Llorente (verh. 2017)
Voller Name: Lucas François Bernard Hernández Pi
Aktuelles Team: FC Bayern München

Lucas Hernandez: Beim Champions-League-Sieg des FC Bayern nur auf der Bank

„Ich bin zwar froh, die Champions League gewonnen zu haben, aber da ist dieser kleine persönliche Makel, unter anderem im Finale nicht gespielt zu haben. Darum will ich dieses Finale nicht nur wieder erreichen, sondern auch gewinnen!“, sagte Lucas Hernandez im Interview mit Bild. Der 80-Millionen-Euro-Rekordeinkauf des FC Bayern München war in seiner ersten Saison 2019/20 oft verletzt. Beim Final-Turnier der Champions League 2020 in Lissabon kam Hernandez nur beim 8:2 im Viertelfinale gegen Barcelona für sechs Minuten zum Einsatz, saß ansonsten auf der Bank.

„Wir wollen jede Saison alles gewinnen, natürlich auch wieder die Champions League. Und ich dann gerne als Stammspieler“, erklärte Hernandez seine Ambition und die der Bayern. Im Vorjahr war bereits im Viertelfinale gegen Außenseiter Villarreal Schluss. In diesem Jahr soll in der Königsklasse mindestens das Finale drin sein. Hasan Salihamidzic machte eine Ansage an Europas Giganten: „Wollen um alle drei Titel spielen“.

FC Bayern: Abwehr um Lucas Hernandez und Upamecano jagt Bundesliga-Rekord

Mit nur einem Gegentor aus den ersten drei Spielen stellt der FC Bayern die beste Abwehr der Bundesliga. Der Rekord liegt bei 17 Gegentreffern aus der Saison 2015/16 – natürlich aufgestellt von den Bayern selbst. „Die Saison hat sehr gut begonnen. Unsere Mannschaft ist sehr stabil. Und natürlich versuchen wir auch dieses Jahr, so wenige Gegentore wie möglich zu kassieren. Wenn wir damit dann auch noch den Rekord knacken, wäre das eine super Sache“, sagte Hernandez. „Allerdings ist das nicht das Wichtigste – die Titel mit dem Team zählen.“

Rekord-Summe 222 Millionen Euro: Die 11 teuersten Transfers der Geschichte

Paul Pogba guckt emotional
Paul Pogba belegt den 11. Platz. Für 105 Millionen Euro holte Manchester United 2016 den Franzosen von Juventus Turin zurück. 2012 wechselte er aus der Jugend ablösefrei nach Italien.  © Oscar del Pozo/AFP
Romelu Lukaku zeigt nach oben.
113 Millionen Euro hat sich der FC Chelsea Romelu Lukaku kosten lassen. 2021 wechselte er von Inter Mailand auf die Insel. Trotz der stolzen Transfer-Summe belegt er „nur“ Platz 10.  © Franck Fife/AFP
Eden Hazard blickt in die Kamera
Eden Hazard, dessen Bruder Thorgan beim BVB aufläuft, wechselte 2021 vom FC Chelsea zu Real Madrid. Die Königlichen bezahlten für den Transfer nicht weniger als 115 Millionen Euro.  © John Thys/AFP
Cristiano Ronaldo geht im Manchester Trikot über den Platz
Natürlich gehört auch CR7, aka Cristiano Ronaldo, zu den teuersten Transfers der Geschichte. Bei Real Madrid erzielte er in 438 Spielen 450 Tore. Deswegen musste Juventus Turin tief in die Tasche greifen: 117 Millionen Euro kostete seine Verpflichtung. Inzwischen spielt er bei Manchester United.  © Gareth Fuller/Imago
Jack Grealish feiert mit dem Pokal
Jack Grealish belegt den 7. Platz in der Liste. Sein Wechsel von Aston Villa nach Manchester City kostete den Sky Blues 117,5 Millionen Euro. Im August 2021 ging der Transfer über die Bühne, sein Vertrag geht bis Juni 2027. © Xinhua/Imago
Antoine Griezmann ballt im Trikot von Atletico Madrid die Faust
Bei Atlético Madrid und der französischen Nationalmannschaft überzeugte Antoine Griezmann auf ganzer Linie – auch den FC Barcelona. Die Katalanen kauften im Sommer 2019 den heute 31-Jährigen für 120 Millionen Euro. Zwischenzeitlich wurde er allerdings wieder an Atlético Madrid ausgeliehen.  © Pierre-Philippe Marcou/AFP
Joao Felix ballt die Faust
Der Angreifer Joao Felix zählt ebenfalls zu den teuersten Transfers der Geschichte. Seine Verpflichtung kostete Atlético Madrid 127,2 Millionen Euro. 2019 erhielt er den Golden Boy Award als bester U21-Spieler Europas. © Oscar del Pozo/AFP
Philippe Coutinho läuft über den Platz
Auf Platz vier ist Philippe Coutinho. FC Barcelona hat 135 Millionen Euro an Liverpool gezahlt. Richtig durchsetzen konnte er sich bei den Blaugranas allerdings nicht. 2019 – ein Jahr nach seiner Verpflichtung in Barcelona – wurde er erst an den FC Bayern, dann an Aston Villa verliehen. An den England-Klub wurde er dann 2022 verkauft.  © Douglas Magno/AFP
Ousmane Dembélé verschränkt lachend die Hände hinter dem Kopf
Wir sind auf dem Siegertreppchen angekommen: Platz drei der teuersten Transfers aller Zeiten belegt Ousmane Dembélé. Bei seinem Wechsel vom BVB zum FC Barcelona kassierte Borussia Dortmund 140 Millionen Euro. Sein Vertrag beim FC Barcelona geht bis Juni 2022. © Lluis Gene/AFP
Kylian Mbappé läuft über den Platz
Kylian Mbappé ist der zweitteuerste Transfer aller Zeiten. Sein Wechsel ließ sich AS Monaco fürstlich entlohnen. 180 Millionen Euro musste Paris Saint-Germain bezahlen. Ursprünglich sollte seine Verpflichtung 145 Millionen Euro kosten, durch seine Verlängerung bei den Hauptstädtern im Jahr 2022 stieg die Summe aber nochmal um 35 Millionen Euro – aufgrund von Bonuszahlungen. © STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL/Imago
Neymar rennt über den Platz
Mit weitem Abstand führt Neymar die Liste der teuersten Transfers an. Auch hier musste Paris Saint-Germain tief in die Tasche greifen: 222 Millionen Euro kostete die Rekordverpflichtung. Sein Vertrag läuft bis 2025.  © Michael Baucher/Imago

Die Abwehr ist im zweiten Jahr unter Trainer Julian Nagelsmann einfach besser aufeinander abgestimmt. Hernandez und Dayot Upamecano präsentieren sich bislang als verlässliches Duo. „Dayot und ich haben diese Saison mehr Routine miteinander und kennen uns einfach besser“, erklärte der Weltmeister von 2018.

FC Bayern: Abwehr-Boss de Ligt macht komplette Defensive besser

Auch der 67-Millionen-Neuzugang Matthijs de Ligt scheint die Defensive der Bayern allein mit seiner Anwesenheit besser zu machen. „Es ist toll, dass Matthijs hier ist. Ich finde, dass wir in allen Mannschaftsteilen einen starken Konkurrenzkampf haben. Für das Team ist das sehr gut“, so Hernandez. „Für uns bedeutet es, dass wir uns nie ausruhen können – jederzeit könnte man auf der Bank landen. So müssen wir in jedem Training alles geben.“ De Ligt feierte in Bochum doppelte Premiere und erklärt seine Boss-Rolle. (ck)

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