Auftaksieg gegen Stuttgart

Mainz feiert gegen VfB starken Saisoneinstand

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Shinji Okazaki traf gegen seine Ex-Kollegen aus Stuttgart.

Mainz - Ausgerechnet der Ex-Schwabe Shinji Okazaki und Jung-Nationalspieler Nicolai Müller haben den FSV Mainz 05 zu einem 3:2 (1:1)-Auftaktsieg gegen den VfB Stuttgart geschossen.

Mit einem Doppelpack (14./79. Minute) krönte Müller seinen überzeugenden Auftritt. Okazaki (65.) traf am Sonntag vor 30 000 Zuschauern gleich in seinem ersten Bundesliga-Spiel für die Rheinhessen - und das gegen seinen Ex-Club. Vedad Ibisevic (16.) und Martin Harnik (82.) trafen in einer turbulenten Partie für die Schwaben.

Nach dem mühsamen Einzug in die Playoffs der Fußball-Europa-League musste der VfB aber dennoch in der Bundesliga einen Dämpfer hinnehmen. Die Mainzer bleiben seit 2005 gegen den Süd-West-Rivalen daheim ohne Niederlage und konnten sich über einen geglückten Saisonstart freuen.

VfB-Trainer Bruno Labbadia löste sein akutes Defensivproblem nach der Verletzung von Georg Niedermeier mit dem Duo Serdar Tasci und Benedikt Röcker in der Innenverteidigung. Moritz Leitner und Ibisevic kamen nach dem 0:0 gegen Plowdiw in der Europa-League-Qualifikation für den Offensivdrang neu ins Team. Mainz setzte im Vergleich zum Pokalsieg bei Fortuna Köln auf ein neues Trio - inklusive Neuzugang Sebastian Polter im Sturm.

05-Coach Thomas Tuchel wollte gleich zum Saisonstart „den Funken überspringen lassen“. Nicolai Müller folgte vor den Augen von Bundestrainer-Assistent Hansi Flick auf's Wort. Mit einem tollen Solo düpierte er Gotuko Kasai sowie den strauchelnden Rookie Röcker und schoss ein. Die Freude wehrte aber nur kurz. Nach einer Flanke von Ibrahima Traoré war Ibisevic schneller am Ball als Bo Svensson. Die Mainzer Führung war schon wieder dahin.

Männer mit Binde: Die Kapitäne der 18 Bundesligisten

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Kurz darauf musste der angeschlagene Tasci doch passen und wurde durch Linksverteidiger Konstantin Rausch ersetzt. Daniel Schwaab rückte ins Abwehrzentrum. Der Ordnung in der notgedrungen schon wieder erneuerten VfB-Abwehr tat das nicht gut.

Der sehr agile Müller sorgte für reichlich Verwirrung, bediente Polter (29.), der aber aus kurzer Distanz den Ball an Stuttgarts Torwart Sven Ulreich nicht vorbeibrachte. Wenig später kam Okazaki (32.) frei zum Schuss - wieder war Ulreich richtig postiert.

„Das ist ein sehr intensives Spiel“, konstatierte Mainz-Manager Christian Heidel zur Pause im TV-Sender Sky. „Ein paar Tore“ wünschte er sich noch von seinem Team. Der Wille der Rheinhessen war zu spüren. Doch die VfB-Defensive hatte sich nun besser gefunden. Und vorne hatte Martin Harnik (55./62.) zweimal die Riesenchance zur Führung. Schlussmann Müller reagierte prächtig. Dazwischen war Zdenek Pospech nicht minder aussichtsreich an Ulreich gescheitert.

Bei Okazakis Flachschuss ins kurze Eck war Ulreich chancenlos. Danach erhöhte Müller mit seinem zweiten Tor. Namensvetter Heinz Müller entschärfte gekonnt zwei Freistöße von Rausch (67./71.), ließ aber einen Ball vor die Füße Harniks prallen, der zum Anschlusstor einschob. Dadurch wurde es nochmals spannend.

dpa

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