Schalke hofft auf Zahltag gegen 1860

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Von links: Benedikt Höwedes, Manuel Neuer und Kevin Kuranyi in Feierlaune

München - Das Achtelfinale im DFB-Pokal ist für den krisengeschüttelten FC Schalke 04 eine dankbare Einnahmequelle. „Wir dürfen uns keinen Ausrutscher erlauben“, sagt Magath.

“Den Spielern sollte klar sein, dass wir uns gegen einen Zweitligisten keinen Ausrutscher erlauben dürfen“, sagte Schalke-Chefcoach Felix Magath vor der Partie beim TSV 1860 München. “Jede Einnahme, die unseren Etat entlastet, können wir gebrauchen.“ Gleichzeitig bekräftigte er, Nationaltorwart Manuel Neuer trotz Finanznot in der Winterpause nicht zu verkaufen.

Auch die Frankfurter hoffen im einzigen Bundesliga-Duell gegen Bayern München auf einen positiven Emotionenschub. “Wir glauben von der ersten Minute an unsere Chance“, setzt Eintracht-Trainer Michael Skibbe auf die Revanche für das unglückliche 1:2 am Samstag an der Isar. Seine Bilanz als Chefcoach gegen die Bayern ist jedoch ernüchternd: Zehn Spiele, kein Sieg. “Wir müssen einen Sahnetag haben, um die Bayern aus dem Pokal zu werfen“, weiß er und fordert: “Wir müssen einfach besser Fußball spielen.“

DFB-Pokal-Sensationen seit 1990

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 © dpa/mm
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1. DFB-Pokal-Runde 2012/2013: Gleich sechs Bundesligisten flogen schon in der 1. Runde raus, fünf davon gegen Drittligisten oder Amateurvereine. So wie 1899 Hoffenheim, dass gegen den Regionalligisten Berliner AK mit 0:4 unter die Räder kam. © dpa
Mit dem TSV Havelse kam gegen den 1. FC Nürnbereg ebenfalls ein Regionalligist gegen einen Bundesligisten weiter. Havelse gewann 3:2 nach Verlängerung. © dpa
Drittligist Kickers Offenbach bezwang Bundesliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth mit 2:0. © dpa
Debakel für den Bundesliga-Dino: Bei Drittligist Karlsruher SC schied der Hamburger SV mit 2:4 aus. © dpa
Mit dem selben Ergebnis, allerdings nach Verlängerung, unterlag Werder Bremen bei Preußen Münster. © dpa

Diese Maxime gilt auch für die Münchner, deren Trainer Louis van Gaal durch den Last-Minute-Sieg in Frankfurt dem Kreuzfeuer der Kritik entronnen ist. “Ich habe gehört, dass das Pokalfinale hier wunderschön ist“, sagte der Niederländer am Dienstag. Nach dem Sieg gegen die Eintracht sieht er sein Team in der Liga auf Kurs, aber der Pokal hat für ihn ebenfalls große Bedeutung: “Es ist ein Titel und könnte sehr wichtig sein am Ende der Saison.“ Für die Bayern wäre es der 15. Pokal-Triumph seit 1957. Deshalb wird auch Jörg Butt im Tor und Vertreter Michael Rensing auf der Bank bleiben.

Die Müchner Stadtrivalen von 1860 schielen gegen Schalke auf das große Pokal-Geld. “Es wäre eine Genugtuung, und ein Genuss, wenn wir Sieg und 'Kohle' einfahren würden“, sagte 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers. Sein Trainer Ewald Lienen hält dies nicht für ausgeschlossen: “An einem Tag ist alles möglich, wenn alles stimmt.“

Maskottchen in Deutschlands Fußball-Stadien

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Auch Außenseiter 1. FC Kaiserslautern spekuliert bei Titelverteidiger Werder Bremen auf einen Coup. “Wir wollen uns nicht vorführen lassen, sondern an den Bremern aufrichten und uns gut aus der Affäre ziehen“, sagte FCK-Coach Marco Kurz. Leichter gesagt, als getan gegen die Hanseaten, die im Höhenflug sind: 12 Punkte und 11:1- Tore lautet die Bilanz der letzten vier Liga-Partien. Außerdem liegt die letzte Pokal-Heimniederlage der Bremer 21 Jahre zurück.

“Man weiß, dass die Bremer Fußball spielen können“, meinte Lauterns Linksverteidiger Alexander Bugera, “aber wir dürfen deshalb nicht ängstlich auftreten.“ Mut könnte den “Roten Teufeln“ machen, dass Werder-Torjäger Claudio Pizarro wegen einer Verletzung im Sprunggelenk möglicherweise nicht spielen kann. Der Peruaner schoss in dieser Saison bereits zwölf Treffer. “Ich will nicht hoffen, dass er ausfällt, aber ausschließen kann ich es auch nicht“, sagt Bremens Trainer Thomas Schaaf.

Keck wirbt Zweitligist TuS Koblenz vor dem Gastspiel bei 1899 Hoffenheim auf der Website um die Gunst der Fans. “Wir haben schon mal Platz gemacht“, lautet der Titel auf einem auf der Website gezeigten Bild, in dem eine Lücke im Pokalschrank des Clubs zu sehen ist. Durch das 2:1 im Zweitliga-Duell in Fürth konnten die Koblenzer Selbstvertrauen tanken. “Jeder erwartet eine Klatsche. Wir können aber völlig ohne Druck dorthin fahren“, sagte Abwehrspieler Rico Morack. “Wenn wir sicher stehen, einen Konter setzen und viel, viel, viel Glück haben, könnte uns vielleicht ja eine Überraschung gelingen.“

Weniger schwärmerisch blickt sein Trainer Uwe Rapolder dem Pokal- Spiel entgegen: “Das ist für uns ein schweres und wenig attraktives Los, aber wir wollen uns nicht beschweren.“ Klagen über das Pokal-Los gibt es auch bei Hoffenheim nicht. Chefcoach Ralf Rangnick warnt aber vor Hochmut und mahnt: “Wenn wir das Spiel mit hundertprozentiger Einstellung angehen, werden wir den Platz als Sieger verlassen.“

dpa

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