Tönnies: "Wir wollen angreifen"

Schalke träumt von der Schale

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Jefferson Farfán träumt von der Meisterschaft

München - Seit dem Bestehen der Fußball-Bundesliga hat Schalke 04 es nicht geschafft den Titel zu holen. Die Knappen sind aber willig, dem großen Favorit, dem FC Bayern ein Bein zu stellen.

50 Jahre ohne Meisterschale. Für den Schalke 04 ist diese Statistik traurig aber wahr. Vorne dabei waren sie so gut wie immer. Für den großen Coup hat es dennoch nicht gelangt. Diese Saison soll es aber anders laufen. Die Knappen werden versuchen, dem großen Titelfavorit FC Bayern in die Suppe zu spucken.

Der Verein aus Gelsenkirchen hat in der Vorbereitung zur neuen Saison viel dafür getan. Es wurden Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. Adam Szalai, Felipe Santana, Christian Clemens und Leon Goretzka werden als Neuzugänge vom Verein vermeldet. Julian Draxler hat in der vergangenen Woche bereits festgestellt: "Es ist viel Feuer bei uns drin. Es reift eine neue Mentalität, die uns vergangene Saison abhandengekommen war. Bei Schalke herrscht Aufbruchstimmung."

Auch Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies glaubt an die Qualität der Schalker Jungs: "Wir wollen diese Saison angreifen. Ich bin mir sicher, dass richtig Zug in der Mannschaft sein wird", wird er in der SportBild zitiert.

Die wichtigsten Bundesliga-Transfers des Sommers

Die wichtigsten Bundesliga-Transfers des Sommers

Die Bundesliga-Manager sind fleißig - und verpflichten auch diesen Sommer wieder jede Menge neuer Spieler. Wir haben eine Auswahl der wichtigsten Transfers in die Bundesliga (und aus dem Oberhaus ins Ausland oder zu unterklassigen Vereinen) für Sie zusammengestellt. Beendete Leihen, die nicht zu einer Weiterverpflichtung führten, sind nicht mit angegeben. Auch Spieler, dessen neues Ziel noch unklar ist, fehlen. Die Ablösesummen sind teils geschätzt © dpa
Der FC Bayern verpflichtet Mario Götze von Borussia Dortmund für 37 Millionen Euro © picture alliance / dpa
Der FC Bayern verpflichtet Jan Kirchhoff vom FSV Mainz 05 ablösefrei © picture alliance / dpa
Der FC Bayern verpflichtet Thiago Alcantara vom FC Barcelona für rund 20 Millionen Euro. © dpa
Der FC Bayern gibt Mario Gomez für etwa 16 Millionen Euro an den AC Florenz ab © dpa
Der FC Bayern gibt Anatoli Timoschtschuk ablösefrei an Zenit St. Petersburg ab © dpa
Borussia Dortmund verpflichtet Sokratis von Werder Bremen für 9,5 Millionen Euro © picture alliance / dpa
Borussia Dortmund verpflichtet Pierre-Emerick Aubameyang von AS Saint-Etienne für geschätzt 14 Millionen Euro © dpa
Borussia Dortmund verpflichtet Henrich Mchitarjan von Schachtjor Donezk für 27,5 Millionen Euro © dpa
Bayer Leverkusen verpflichtet Kostas Stafylidis (l.) von PAOK Saloniki für 1,5 Millionen Euro © picture alliance / dpa
Bayer Leverkusen verpflichtet Robbie Kruse (l.) von Fortuna Düsseldorf für 1,5 Millionen Euro © dpa
Bayer Leverkusen verpflichtet Heung-Ming Son vom Hamburger SV für etwa zehn Millionen Euro. © dpa
Bayer Leverkusen verpflichtet Emir Spahic vom FC Sevilla. Über die Ablösesumme haben die Vereine Stillschweigen vereinbart © dpa
Bayer Leverkusen gibt Daniel Carvajal (r.) für 6,5 Millionen Euro an Real Madrid ab © dpa
Bayer 04 Leverkusen verpflichtet Roberto Hilbert von Besiktas Istanbul. Der Verteidiger wechselt ablösefrei und bekommt einen Zweijahresvertrag © dpa
Bayer Leverkusen gibt Michael Rensing ablösefrei an Fortuna Düsseldorf ab © dpa
Bayer Leverkusen verkauft Michal Kadlec an Fenerbahce Istanbul. Dafür dürften mehr als fünf Millionen Euro Ablöse fließen © dpa
Andre Schürrle wechselt für 22 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum FC Chelsea London © dpa
Bayer verpflichtet Emre Can vom FC Bayern München für vier Jahre. © AFP
Schalke 04 verpflichtet Felipe Santana von Borussia Dortmund für eine Million Euro © picture alliance / dpa
Schalke 04 verpflichtet Leon Goretzka vom VFL Bochum für 3,5 Millionen © dpa
Schalke 04 verstärkt sich für acht Millionen Euro mit Adam Szalai vom FSV Mainz 05. © picture alliance / dpa
Kevin-Prince Boateng wechselt für 12 Millionen vom AC Mailand ins Ruhrgebiet. Der Mittelfeldspieler unterschreibt beim FC Schalke 04 für vier Jahre und erhält die Rückennummer 9 © afp
Dennis Aogo wechselt leihweise für ein Jahr vom Hamburger SV zum FC Schalke. Die "Knappen" besitzen zudem eine Kaufoption für den Linksfuß. © dpa
Teemu Pukki vom FC Schalke 04 zieht es nach Schottland. Der Finne wechselt zu Celtic Glasgow für kolportierte 2,5 Millionen Euro. © dpa
Der SC Freiburg verpflichtet Mike Hanke von Borussia Möchengladbach ablösefrei. © picture alliance / dpa
Der SC Freiburg verpflichtet Gelson Fernandes von Sporting Lissabon (zuletzt verliehen nach Sion) © dpa
Der SC Freiburg verpflichtet Felix Klaus von Greuther Fürth für 1,5 Millionen Euro © picture alliance / dpa
Eintracht Frankfurt verpflichtet Jan Rosenthal vom SC Freiburg ablösefrei © picture alliance / dpa
Eintracht Frankfurt verpflichtet Vaclav Kadlec von Sparta Prag © dpa
Eintracht Frankfurt verpflichtet Johannes Flum vom SC Freiburg für 2,2 Millionen Euro © picture alliance / dpa
Eintracht Frankfurt leiht sich Joselu von der TSG 1899 Hoffenheim für 800.000 Euro aus. © picture alliance / dpa
Eintracht Frankfurt holt sich Stephan Schröck von der TSG 1899 Hoffenheim für 500.00 Euro. © picture alliance / dpa
Der 1. FC Kaiserslautern leiht Olivier Occean von Eintracht Frankfurt für zwei Jahre Jahre aus © picture alliance / dpa
Der Hamburger SV verpflichtet Lasse Sobiech von Borussia Dortmund für 1,2 Millionen Euro © dpa
Der Hamburger SV leiht Johan Djourou für rund 750.000 Euro ein Jahr lang vom FC Arsenal aus mit anschließender Kaufoption. © dpa
Pierre-Michel Lasogga wechselt von Hertha BSC leihweise für eine Saison zum Hamburger SV. © dpa
Borussia Mönchengladbach verpflichtet Max Kruse vom SC Freiburg für 2,5 Millionen Euro © picture alliance / dpa
Borussia Mönchengladbach verpflichtet Raffael von Dynamo Kiew (zuletzt an Schalke ausgeliehen) © dpa
Hannover 96 verpflichtet Salif Sané (r.) von Nancy für zwei Millionen Euro © picture alliance / AP Photo
Hannover 96 verpflichtet Edgar Prib von der SpVgg Greuther Fürth für 2,5 Millionen Euro © picture-alliance-dpa-tz
Hannover 96 verpflichtet Leonardo Bittencourt (r.) von Borussia Dortmund für drei Millionen Euro. © dpa
Hannover 96 gibt Mario Eggimann (r.) ablösefrei zu Union Berlin ab © dpa
Der Brasilianer Marcelo wechselt von der PSV Eindhoven zu Hannover 96.
Sergio da Silva Pinto verlässt Hannover 96 und wechselt zu UD Levante © dpa
Hannover 96 gibt Daniel Royer (zuletzt an den 1. FC Köln verliehen) an Austria Wien ab. © dpa
Der 1. FC Nürnberg verpflichtet Daniel Ginczek von Borussia Dortmund (zuletzt zu St. Pauli verliehen) für 1,5 Millionen Euro © picture alliance / dpa
Der 1. FC Nürnberg verpflichtet Emanuel Pogatetz vom VfL Wolfsburg © dpa
Der 1. FC Nürnberg sichert sich die Dienste von Makoto Hasebe. Der japanische Mittelfeldspieler wechselt aus Wolfsburg zu den Franken und erhält in Nürnberg einen dreijahresvertrag. © AFP
Der 1. FC Nürnberg 05 gibt Timmy Simons (m.) für ca. eine Million Euro an den FC Brügge ab. © dpa
Der VfL Wolfsburg verpflichtet Daniel Caligiuri (l.) vom SC Freiburg für 2,5 Millionen Euro © dpa
Der VfL Wolfsburg verpflichtet Luiz Gustavo vom FC Bayern München für eine Ablösesumme zwischen 15 und 20 Millionen Euro. © dpa
Der VfL Wolfsburg holt sich Timm Klose für fünf Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg. © dpa
Der VfL Wolfsburg gibt Simon Kjaer zum OSC Lille ab © dpa
Der VfB Stuttgart verpflichtet Konstantin Rausch von Hannover 96 ablösefrei © picture alliance / dpa
Der VfB Stuttgart verpflichtet Sercan Sararer von Greuther Fürth ablösefrei © picture alliance / dpa
Der VfB Stuttgart verpflichtet Mohammed Abdellaoue von Hannover 96 für 3,5 Millionen Euro © dpa
Karim Haggui wechselt von Hannover 96 zum VfB Stuttgart und erhält einen Zweijahresvertrag. © dpa
Der VfB Stuttgart verpflichtet Daniel Schwaab von Bayer Leverkusen ablösefrei © picture alliance / dpa
Der VfB Stuttgart leiht Moritz Leitner von Borussia Dortmund für zwei Jahre aus © dpa
Der VfB Stuttgart gibt Tamas Hajnal an den FC Ingolstadt ab © dpa
Und auch Serdar Tasci verlässt die Schwaben. Der Kapitän wechselt zu Spartak Moskau © dpa
Der FSV Mainz 05 verpflichtet Christoph Moritz von Schalke 04 ablösefrei © picture alliance / AP Photo
Der FSV Mainz 05 verpflichtet Johannes Geis von Greuther Fürth für eine Million Euro © picture alliance / dpa
Der FSV Mainz 05 verpflichtet Sebastian Polter vom VfL Wolfsburg (zuletzt nach Nürnberg ausgeliehen) für eine Million Euro © picture alliance / dpa
Der FSV Mainz 05 verpflichtet Shinji Okazaki (vorne) vom VfB Stuttgart. Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart © dpa
Der FSV Mainz 05 verpflichtet Julian Koch von Borussia Dortmund (zuletzt ausgeliehen nach Duisburg) für 0,6 Millionen Euro © picture-alliance/ dpa
Der FSV Mainz 05 gibt Andreas Ivanschitz (r.) ablösefrei an UD Levante ab © dpa
Werder Bremen verpflichtet Cedric Makiadi (r.) vom SC Freiburg für drei Millionen Euro © picture alliance / dpa
Werder Bremen verpflichtet Nils Petersen von Bayern München (zuletzt schon nach Bremen verliehen) für drei Millionen Euro © dpa
Werder Bremen verpflichtet Luca Caldirola von Inter Mailand für 2,5 Millionen Euro. Er war jedoch zuletzt an Brescia Calcio ausgeliehen. © dpa
Marko Arnautovic verlässt Werder Bremen und wechselt in die Premier League zu Stoke City. © dpa
Der FC Augsburg verpflichtet Halil Altintop ablösefrei von Trabzonspor © dpa
Der FC Augsburg leiht Raphael Holzhauser vom VfB Stuttgart aus. © dpa
Der FC Augsburg verpflichtet Raúl Bobadilla vom FC Basel. Über die Ablöse haben die Vereine Stillschweigen vereinbart © dpa
1899 Hoffenheim verpflichtet Igor de Camargo von Borussia Mönchengladbach (zuletzt schon nach Hoffenheim verliehen) für 1,4 Millionen Euro © dpa
1899 Hoffenheim verpflichtet Tarik Elyounoussi von Rosenborg Trondheim. Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart © dpa
Hertha BSC verpflichtet Sebastian Langkamp (l.) vom FC Augsburg ablösefrei © picture alliance / dpa
Hertha BSC verpflichtet Alexander Baumjohann vom 1. FC Kaiserslautern ablösefrei © picture alliance / dpa
Hertha BSC verpflichtet Johannes van den Bergh (l.) von Fortuna Düsseldorf ablösefrei © dpa
Hertha BSC verpflichtet Hajime Hosogai von Bayer Leverkusen für eine Million Euro © picture alliance / dpa
Hertha BSC gibt Roman Hubnik an Viktoria Pilsen ab © dpa
Eintracht Braunschweig verpflichtet Jan Hochscheidt von Erzgebirge Aue für 0,4 Millionen Euro © picture alliance / dpa
Eintracht Braunschweig verpflichtet Marco Caligiuri vom FSV Mainz 05 ablösefrei © picture alliance / dpa
Eintracht Braunschweig verpflichtet für 500.000 Euro Torsten Oehrl vom FC Augsburg. © picture alliance / dpa

Möglicherweise müssen die "Königsblauen" aber noch den Verlust eines Publikumslieblings hinnehmen. Für den derzeit noch verletzten Papadopolus liegt angeblich ein Angebot aus Liverpool vor. Die "Reds" bieten für den Griechen demnach bis zu 15 Millionen Euro. Auch Jefferson Farfán wurde von anderen Vereinen angeworben. Dieser will sich aber voll und ganz auf den FC Schalke konzentrieren und eventuell den ein oder anderen Titel gewinnen: "Ich habe nicht einmal über Abschied nachgedacht. Tatsächlich hat mir mein Berater erzählt, dass es Anfragen für mich gab. Ich bin aber sehr glücklich auf Schalke. Mein Titel-Traum lebt immer noch. Dafür müssen wir alles geben, auch wenn Bayern natürlich der große Favorit sein wird."

Kahn, Kobra, Közle & Co.: Unvergessene Kult-Kicker

Kahn, Kobra, Közle & Co.: Unvergessene Kult-Kicker

Ohne Typen wäre der Fußball langweilig. Es gibt viele Namen, bei denen es im Kopf echter Fans klingelt und "Weißt Du noch ...?"-Gedanken geweckt werden. Dafür müssen die Männer nicht einmal Weltklasse-Fußballer gewesen sein wie Oliver Kahn (Foto): Manchmal reichte eine Glanzleistung, eine Verfehlung, eine Eigenschaft, um vom Fußballer zum Kult-Kicker zu werden. Wir haben ganz subjektiv die Lieblinge der jüngeren Fußballgeschichte gesammelt. © dpa
Ailton: Kult, weil er erst unterschätzt wurde und sich dann immer weiter überschätzt hat. Der Wander-, Paradies- und seltsame Vogel tingelte nach seinen Karriere-Höhepunkten bei Werder und Schalke durch die Fußballwelt. Die Clubs wurden immer kleiner, das Mundwerk blieb groß. © dpa
Karl Allgöwer: Kult, weil nur wenige Abwehrspieler in der Bundesliga-Geschichte so torgefährlich waren wie der "Karle". Der Libero gehört zu den Kult-Spielern des VfB Stuttgart und absolvierte in den 80er Jahren 338 Bundesliga-Spiele für die Schwaben. Allgöwer erzielte dabei satte 129 Tore. Besonders gefürchtet waren seine wuchtigen Freistöße, weshalb er irgendwann den Spitznamen "Knallgöwer" verpasst bekam. © dpa
Mario Basler: Kult, weil kaum ein anderer Fußballer in der jüngeren Bundesliga-Geschichte so sehr zwischen Genie und Wahnsinn pendelte wie "Super-Mario". Der Hitzkopf eckte auf nahezu all seinen Profi-Stationen an, hatte aber stets einen flotten Spruch auf den Lippen. Beispiele gefällig? "Jede Seite hat zwei Medaillen" oder "Wir haben zwei eigene individuelle Fehler bei den Toren gemacht" oder "Mich interessiert nicht, wer spielt. Hauptsache ich spiele." © dpa
Perry Bräutigam: Kult, weil er der ostdeutsche Gegenentwurf war. So sympathisch, diszipliniert und grundehrlich, dass es fast schon wieder revolutionär war. Im Dezember 1990 durfte er im Aufgebot der Nationalmannschaft sogar gesamtdeutsche Länderspiel-Luft schnuppern. © dpa
Ansgar Brinkmann: Kult, weil er 15 Stationen abklapperte und sogar bei der Polizei eine dicke Akte "Ansgar Brinkmann" hinterlegt ist. Darin stehen: Verwicklung in mehrere Prügeleien, die Flucht vor einer Alkoholkontrolle, die Pleite eines Reha-Zentrums. Auch wenn er nie ein Vorbild war: Ein Fan-Liebling war der "weiße Brasilianer" immer. © dpa
Manfred Burgsmüller: Kult, weil er nach seiner Fußball-Karriere mit 52 als ältester Profi-Footballer der Welt (Foto) bekannt wurde. Der Fighter versuchte außerdem publikumswirksam, den SSV Hacheney vor dem Abstieg zu retten und flimmerte in der passenden Doku-Soap "Helden der Kreisklasse" (kabel eins) über die Fernsehschirme. © dpa
Stéphane Chapuisat: Kult, weil "Chappi" der edelste schweizerische Import seit dem Emmentaler ist. Für Borussia Dortmund erzielte er über 100 Treffer. Mit seinem legendären Kung-Fu-Tritt verfehlte Oliver Kahn den Stürmer. © dpa
Stefan Effenberg: Kult, weil viele erst im Nachhinein begriffen haben, was die Bayern an ihm hatten. Trotz des Stinkefingers: Effenberg war ein echter Leader, einer, der Fans und vor allem auch Mitspieler mitreißen konnte. Und Geschichten wie diese sorgen immer noch für ein Schmunzeln: Effe musste 10.000 Euro zahlen, weil er einen Polizisten als "Arschloch" beschimpft haben soll. Effenberg behauptet allerdings, er habe nur "Einen schönen Abend noch" gesagt. © dpa
Yves Eigenrauch: Kult, weil "Yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyves" im Herzen jedes Schalke-Fans ein riesiger Platz sicher ist. Im Film "Fußball ist unser Leben" spielte Eigenrauch sich selbst. Die Hamburger Band Tomte widmete ihm mit "Yves wie hältst du das aus" sogar ein Lied und würdigte damit seine Zeit als tapferer Reservist. © dpa
Walter Frosch: Kult, weil der DFB seinetwegen die Gelb-Sperre eingeführt hat. 1976/1977 kassierte er in der zweiten Liga 27 gelbe Karten bei 37 Einsätzen. Deswegen sah sich der DFB zum Handeln gezwungen und führte die Gelbsperre nach damals noch vier Karten ein. Außerdem wurde Frosch als passionierter Kettenraucher bekannt. Er ging mal mit einer Schachtel Marlboro aufs Feld und zündete sich beim Abschiedspiel für Klaus Thomforde sogar auf dem Rasen eine Kippe an. © dpa
Thomas Häßler: Kult, weil man wahre Größe nicht in Zentimetern misst. Vor allem die Löwen-Fans sind ihm ewig dankbar: Der laufende Meter führte das Team in der Saison 1999/2000 auf den 4. Rang der Bundesliga. "Icke" hat Fußballgeschichte geschrieben und versucht heute, mit seinem Plattenlabel MTM auch noch Musikgeschichte zu schreiben. © dpa
René Higuita: Kult, weil er der offensivste Torhüter aller Zeiten ist - in jeder Hinsicht. Eigentlich konzentriert sich diese Zusammenstellung auf Spieler aus der Bundesliga, aber einer wie Higuita darf natürlich nicht fehlen. Legendär seine Sturmläufe übers Feld, die ihm drei Länderspieltore einbrachten. Noch legendärer: Am 6. September 1995 klärte er im Wembley-Stadion einen Ball auf der Torlinie mit beiden Hacken. © AP
Volker Ippig: Kult, weil der ehemalige Torhüter des FC St. Pauli das Image des FC St. Pauli als "der etwas andere Verein" prägte. Ippig hütete in den 80er Jahren 70 Mal das Tor der "Kiezkicker" in der Bundesliga und der 2. Bundesliga, machte aber vor allem neben dem Platz von sich reden. So gehörte Ippig der Kommune in der besetzten Hamburger Hafenstraße an und reiste für einige Zeit nach Nicaragua, um dort Aufbauarbeit zu leisten. © dpa
Valdas Ivanauskas: Kult, weil man sich einen Spitznamen wie "Ivan der Schreckliche" erst mal verdienen muss. Seine erste Station als Spieler war Vėtra Vilnius in Rūdiškės (Versuchen Sie gleich gar nicht, das auszusprechen), seine wichtigste der Hamburger SV. Er war der erste Litauer im deutschen Profifußball, und auch wenn seine Quote mit 13 Treffern bei 91 Bundesligaspielen beim HSV eher dürftig war, liebten ihn die Fans. © dpa
Oliver Kahn: Kult, weil ... da fragen Sie noch? Ein Weltklasse-Torhüter, ein Weltklasse-Typ mit Ecken und Kanten. Und außerdem der einzige Titan der Welt. Legendär seine Gefühlsausbrüche, legendär seine fairen Gesten wie gegenüber Jens Lehmann vor dem WM-Elferschießen gegen Argentinien. Ohne ihn wurde die aktive Fußballwelt um ein Prachtexemplar ärmer. Danke, Olli! © dpa
Karl-Heinz Körbel: Kult, weil sich Beliebtheit auch in Zahlen ausdrückt. Mit 602 Bundesligaeinsätzen ist "Charly" nach wie vor Rekordhalter und gab in jedem einzelnen Spiel alles. Im übrigen ist sein Name Pflichtwissen für jedes Fußball-Quiz. © dpa
Peter Közle: Kult, weil der Stürmer (l.) wohl der einzige Oberbayer ist, der im Ruhrpott gleich zwei Bundesliga-Vereine aufmischte. Der gebürtige Trostberger (an der Alz), in den 90er Jahren noch mit gewaltiger Haarpracht, erzielte zwischen 1993 und 1998 für den MSV Duisburg und den VfL Bochum Tore am laufenden Band. Nach seiner aktiven Karriere arbeitete Közle unter anderem als Experte für den TV-Sender Premiere. © dpa
Thorsten Legat: Kult, weil der Eisenfuß nicht nur für schlimme Verfehlungen, sondern auch auf dem Platz für eine kompromisslose Gangart bekannt war. Auf der Contra-Seite: Legat kritzelte das Wort "Negersaft" auf die Trinkflasche seines Mitspielers Pablo Thiam und wurde gefeuert. Außerdem schlug er einen Mann krankenhausreif und zückte in einer Fast-Food-Filiale ein Samurai-Schwert. Auf der Pro-Seite: Legat bereut seine Entgleisungen inzwischen und war der erste echte Wadenbeißer seit Berti Vogts. © dpa
Pierre Littbarski: Kult, weil "Littis" O-Beine wohl für immer unerreicht bleiben werden. Trotz seiner beiden "Säbel" avancierte Littbarski zum absoluten Kult-Kicker beim 1. FC Köln. Mit der Nationalmannschaft wurde der Mann mit der Nummer 7 1990 Weltmeister. Neben seinen O-Beinen war auch das Goldkettchen das Markenzeichen des gebürtigen Berliners. Der 1,68 Meter "kleine" Litti erzielte 1985 das Tor des Jahres und ließ seine Karriere - passend zur Körpergröße - in Japan ausklingen. © dpa
Lothar Matthäus: Kult, weil der Rekordnationalspieler immer wieder für unfreiwillige Komik sorgte. "Manchmal spreche ich zuviel" ist nur eines seiner berühmten Zitate. Außerdem wollte er "nicht den Sand in den Kopf stecken". Auch heute ist er noch höchst umstritten, nicht zuletzt, weil er sich für jeden frei werdenden Trainerposten ins Gespräch bringt. © dpa
Andreas Möller: Kult, weil ihm nicht nur der Schweiß übers Gesicht floss. Der begnadete Dribbler war als Heulsuse verschrien und der erste Bundesliga-Spieler überhaupt, der wegen einer Schwalbe (Möller: "Schutzschwalbe") gesperrt wurde. Vielleicht auch deswegen wollte er unbedingt ins Ausland, "ob Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien". © dpa
Augustine Azuka Okocha: Kult, weil der Mann, den alle nur "Jay-Jay" nannten, die Dribbelkunst erfand. Der KSC und Oliver Kahn bekamen dies am unvergessenen 31. August 1993 zu spüren. Jay-Jay dribbelte durch den KSC-Strafraum, umspielte Oliver Kahn und erzielte das "Tor des Jahres 1993", das für manche das "Tor des Jahrzehnts" war. © dpa
Frank Ordenewitz: Kult, weil ihm einer der bekanntesten Aussprüche der Fußball-Welt zu verdanken ist. "Mach et, Otze!" ist zum geflügelten Wort geworden. Am 7. Mai 1991 sollte er sich im DFB-Pokal-Halbfinale auf Anweisung von Trainer Rutemöller nach seiner gelben Karte (die ihn fürs Endspiel gesperrt hätte) einen Platzverweis abholen. Die hätte er auch in einem Ligaspiel absitzen können. Rutemöller damals: "Ich finde, man sollte ihm die Chance nicht nehmen, und da hab ich gesagt: 'Mach et, Otze!'" © dpa
Willy Sagnol: Kult, weil er der Spieler mit den meisten Ypsilons im Namen ist. Die große Karriere des "Willyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy" nahm ein tragisches Ende - der Außenverteidiger konnte wegen einer Verletzung nicht weitermachen. © Sampics
Edgar Schmitt: Kult, weil der KSC-Angreifer 30 Jahre alt werden musste, um eine Nacht zu erleben, die sein Leben verändern sollte. Am 2. November 1993 erzielte der damalige Stürmer des KSC beim 7:0-Sieg im Uefa-Pokal gegen Valencia vier Tore. Eine Woche zuvor hatte Schmitt einen schweren Autounfall, bei dem sich sein Wagen vier Mal überschlagen hatte, unverletzt überstanden. Nach diesen beiden einschneidenden Ereignissen erhielt Schmitt zwei Spitznamen: Edgar Looping Schmitt und Euro-Eddy. © dpa
Asgeir Sigurvinsson: Kult, weil man auch mit einem schwer auszusprechenden Vornamen in der Bundesliga Karriere machen kann. Uli Hoeneß lockte den Isländer 1981 zum FC Bayern. Noch ehe er dort richtig angekommen war, wurde ihm ein "deutscher" Spitzname verpasst: Sigi. Nach einem Jahr wechselte Sigi zum VfB, wo er in acht Jahren auf insgesamt 194 Bundesliga-Spiele kam. Ach ja, geboren wurde Sigurvinsson in Vestmannaeyar. Oder sagen wir' s doch einfach so: Er ist ein Vessi. © AP
Uli Stein: Kult, weil er der unverwüstlichste Keeper der jüngeren deutschen Fußballgeschichte ist. Er nannte Teamchef Franz Beckenbauer bei der WM 1986 in Mexiko einen "Suppenkasper" und verdiente sich damit das sofortige Heimflugticket. Im zarten Alter von 49 Jahren feierte Stein 2003 ein Comeback beim Oberligisten VfB Fichte Bielefeld (Foto). © dpa
Thomas Strunz: Kult, weil es, um es mit Giovanni Trappatoni zu halten, über den ehemaligen Bayern-Stars nur eines zu sagen gibt: "Was erlaube Struuuuuuuuuuuunz?" © dpa
Alain Sutter: Kult, weil selten ein Bayern-Spieler wallenderes Haar hatte. Bei Bayern habe er den Spaß am Fußball verloren, so der Schweizer. Auch die Bayern verloren schnell den Spaß an Alain Sutter. Unter Giovanni Trapattoni war er 1994/95 nur Ergänzungsspieler und flüchtete anschließend nach Freiburg. Sutter trägt noch heute wallendes Haupthaar, einen mystischen Bart und lebt auf Mallorca. © dpa
Carlos Valderrama: Kult, weil ihn viele für den besten kolumbianischen Spieler aller Zeiten halten. Und weil wir seine Frisur für die beste Fußballer-Tolle aller Zeiten halten. Deswegen bekommt auch er als "internationaler" Spieler eine Wild Card für diese Zusammenstellung. In seiner Heimatstadt Santa Maria hat man ihm ein Denkmal gebaut - mit gelbem Haar, versteht sich. © AP
Fritz Walter: Kult, weil er der schwäbischste Schwabe der Bundesliga-Geschichte ist. "Fritzle" schoss sich in die Herzen der Fans des VfB Stuttgart. Nach ihm wurde sogar später das Vereinsmaskottchen Fritzle benannt. Im Toreschießen war er eine Granate, im Rechnen eher ein Rohrkrepierer. Walter: "Der Jürgen Klinsmann und ich, wir sind ein gutes Trio. Ich meinte: ein Quartett." © AP
Uwe Wassmer: Kult, weil er drei Treffer in einem Spiel gegen den FC Bayern erzielte. Dafür lieben ihn die Bayern-Hasser und hassen ihn die Bayern-Lieberden. Der 27. November 1993 war der große Tag des damaligen Freiburgers. © dpa
Jürgen Wegmann: Kult, weil Wegmann laut eigener Aussage als Stürmer "giftiger als die giftigste Kobra" war. Sein Spruch "Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech hinzu" wurde ebenso berühmt wie sein kassierter Faustschlag von Uli Stein. Nachdem er eine Zeit lang von Hartz IV lebte, fand er einen Job im Fanshop des FC Bayern in Oberhausen. © dpa
Marc Wilmots: Kult, weil die Bezeichnung "Kampfschwein" (Wilmots' Spitzname: Willi, das Kampfschwein)von großem Einsatz zeugt. Er war einer der großen Euro-Fighter, die Schalke 1996/1997 zum UEFA-Pokal-Gewinn führten. Nach seiner aktiven Karriere versuchte er sich als Politiker und war von 2003 bis 2005 Mitglied im belgischen Senat. © AP
Wolfram Wuttke: Kult, weil der kleine Dribbler eines der größten deutschen Talente der vergangenen Jahrzehnte war - und es doch nicht so richtig nach oben schaffte. "Seine charakterlichen Defizite standen ihm aber für eine größere Karriere im Weg", analysierte Experte Günter Netzer später. Wuttke hatte während seiner Karriere Probleme mit nahezu all seinen Trainern. So bezeichnete er Jupp Heynckes beispielsweise als "Osram", womit sich der Kicker über die Gesichtsfarbe seines Gladbach-Trainers lustig machen wollte. © AP
Wynton Rufer: Kult, weil er neue Maßstäbe im Elfmeterschießen setzte. Wie er den Keeper verladen konnte, beeinflusste kommende Fußballer-Generationen. Natürlich war "Kiwi" bei Werder und dem FCK auch wegen seiner fußballerischen Klasse ein Fan-Liebling. © dpa
Axel Kruse: Kult, weil sich der Hitzkopf laut eigener Aussage während seiner Karriere in jedem Spiel "den A*** aufgerissen" hat. Passend dazu meinte er nach einem 13-Sekunden-Einsatz auf die Frage, ob sich sein Einsatz gelohnt habe: “Für mich war es wichtig zu sehen, dass ich konditionell mithalten konnte…“ Nach seiner Fußball-Karriere machte er Karriere im American Football. Kruse: „Beim Football muss man nicht ins Tor schießen, sondern oben drüber. Das konnte ich immer ganz gut…“ © dpa
Franco Foda: Kult, weil er einmal ein ganzes Stadion zum Lachen brachte. Am 12. Dezember 1987 wurde Foda während der Südamerika-Reise der Nationalmannschaft in Brasilien eingewechselt. Als der Stadionsprecher den Wechsel ansagte, brachen die 20.000 Zuschauer in lautes Gelächter aus. Der Grund: Franco Foda heißt auf Portugiesisch in etwa soviel wie "gratis schnackseln". Randnotiz: Das Spiel in Brasilia war Fodas "erstes Mal"... Gemeint ist sein erstes von insgesamt zwei Länderspielen. © dpa
Hans Sarpei: Der Publikumsliebling wurde dank Facebook zum Kult-Kicker. Dort tauschten die Fans Sprüche in Chuck-Norris-Manier aus. Sarpei kann aus einem Wasserhahn auf Ex trinken, heißt es. © dpa

dav

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