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Babbel verrät: Thomas Müller wollte weg - Doch Bayern-Ikone verhinderte Abgang

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Der Kampf um die Meisterschale: Hermann Garland, Hansi Flick und Thomas Müller
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Der FC Bayern ohne Thomas Müller? Kaum vorstellbar. Allerdings hätte es auch anders kommen können, wie Markus Babbel jetzt verrät.

München – Robert Lewandowski zog es nach Barcelona, Matthijs de Ligt spielt jetzt in München und Mario Götze bei Eintracht Frankfurt – die Bundesliga-Stars sind äußerst wechselfreudig. Der Transfermarkt brummt. Dass es auch anders geht, zeigt Thomas Müller, der seit 2008 beim FC Bayern spielt.

Mehr als 600 Einsätze für den Rekordmeister gehen inzwischen auf sein Konto. Der 32-Jährige ist aus dem Bayern-Kader nicht mehr wegzudenken und prägt die Mannschaft schon seit Jahren. Mittlerweile hat er sogar Oliver Kahn im Ranking der Bayern-Rekordspieler überholt.

Thomas Müller stand kurz vor dem Wechsel zu Hoffenheim

Ex-Profi Markus Babbel erinnert nun im Interview mit Sport1 daran, wer Thomas Müller im Bayern-Kader gehalten hat: „Wenn Hermann Gerland nicht gewesen wäre, wäre Thomas Müller nach Hoffenheim gegangen.“ Gerland trainierte Müller in der Amateur-Mannschaft. Kurz vor seinem Durchbruch überlegte der Weilheimer, nach Hoffenheim zu wechseln. Trainer Gerland setzte sich daraufhin vehement für seinen Schützling ein und sorgte dafür, dass er in München bleibt.

Für Markus Babbel ein gutes Beispiel dafür, wie sehr auch die Vereine in der Verantwortung stehen, ihre eigenen Spieler zu halten und zu fördern: „Meistens ist es ja so: Wenn man aus dem eigenen Stall ist, dann wird man erstmal so ein bisschen kleiner gehalten. [...] Wenn Hermann Gerland nicht gewesen wäre, dann würde Thomas Müller jetzt nicht 632 Pflichtspiele für den FC Bayern haben. Dann hätte er sie jetzt vielleicht für Hoffenheim. Da gehören eben immer zwei Seiten dazu.“

Babbel lobt die Motivation von Thomas Müller

Laut Babbel kommt es öfter vor, dass Vereine Talente in ihren eigenen Reihen nicht ausreichend wahrnehmen und sich zu wenig für sie einsetzen. Eine Haltung, die Babbel nicht verstehen kann: „Wenn ich so einen Spieler habe wie Thomas Müller – man sieht ja, was der mit bewegt und was für eine Gier er nach wie vor hat.“

Der ehemalige Nationalspieler sieht Müller weiterhin ganz vorn und zeigt sich begeistert von seinem Willen, immer noch mehr zu geben: „Er will Rekorde holen, er will gefühlt 20 Mal Deutscher Meister hintereinander werden, er will jetzt nochmal zur Weltmeisterschaft.“

Steht Müller gegen Mailand auf dem Platz?

Bevor diese Träume wahr werden, stehen aber noch einige Herausforderungen an – Müller selbst warnte zuletzt vor zu viel Euphorie. Obwohl die Bayern gut in die Saison gestartet sind, mussten sie bei den letzten beiden Matches jeweils ein Unentschieden in Kauf nehmen. Beim 1:1 gegen Union Berlin kam Müller erst in der 62. Minute zum Einsatz und konnte das Remis auch nicht mehr abwenden.

Am heutigen Mittwoch steht nun das erste Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand auf dem Programm. Hermann Gerland wird es sich sicher ansehen – und sein ehemaliger Schützling Müller vermutlich auf dem Platz stehen. (cm)

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