Zähe Verhandlungen in München

Geht Lewandowski? Ex-Berater von Bayern-Star bringt neuen Klub ins Spiel - „Es gab ständig Angebote“

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Torjäger des FC Bayern: Robert Lewandowski.
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Das Transfergerücht, Robert Lewandowski könnte vom FC Bayern zum FC Barcelona wechseln, wird nicht dementiert. Jetzt spricht sein Ex-Berater dazu - und nennt einen weiteren Interessenten.

München - Robert Lewandowski will die Säbener Straße in München angeblich verlassen. Doch: Der FC Bayern will ihm angeblich keine Freigabe erteilen. So berichtet es die Bild. Der FC Barcelona soll dem Ausnahmestürmer derselben Quelle zufolge wiederum über 30 Millionen Euro Gehalt pro Jahr bieten. Und vor allem eine längere Vertragslaufzeit als der deutsche Bundesliga-Rekordmeister. Als Ablöse sind laut dem Podcast „Bayern-Insider“ 35 Millionen Euro im Gespräch.

Robert Lewandowski: Verlässt der Superstürmer den FC Bayern München?

Bei all den Transfergerüchten hat sich jetzt auch der Ex-Berater des Bayern-Stars in die Debatte eingeschaltet: Maik Barthel. Der Spieleragent plauderte im Podcast „Bayern-Insider“ über frühere Interessenten - und er brachte in diesem Zuge einen weiteren Klub als möglichen neuen Arbeitgeber ins Gespräch. „Real Madrid wollte Robert tatsächlich zu diesem Zeitpunkt ebenso verpflichten wie der FC Bayern München. Und es gab Angebote und Gespräche. Das ist komplett richtig“ erzählte Barthel der Bild über den Zeitpunkt, als sich der polnische Superstürmer 2014 für einen Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Bayern entschied. Die „Königlichen“ hätten dem Angreifer seinerzeit einen Sechs-Jahres-Vertrag geboten, schilderte er.

Real Madrid war allgegenwärtig.

Ex-Berater Maik Barthel über Robert Lewandowski

Auf die Frage, ob Real Madrid Lewandowskis großer Traum gewesen sei, antwortete Barthel: „Ist es, glaube ich, heute noch. Es gab immer die Aussagen von Real Madrid, dass sie die Verpflichtung gerne machen würden, aber immer vor dem Hintergrund, dass der FC Bayern damit einverstanden sein muss.“ Bei Lewandowski selbst „war Real Madrid allgegenwärtig. Das ist ein schwieriger Punkt. Letzten Endes hat Robert aber immer professionell seinen Job erfüllt, und das bis heute“, erklärte Barthel: „Das Ansinnen des Wechsels zu Pini Zahavi war tatsächlich das Ziel Real Madrid oder ein Wechsel überhaupt.“ In der Saison 2018/19 hatte Lewandowski die Zusammenarbeit mit Barthel beendet und war zum Spielerberater Pini Zahavi gewechselt.

Im Video: Lewandowski-Abgang? Nagelsmann „wünscht“ sich Verbleib in München

Aber warum zögert Robert Lewandowski, dessen Vertrag in München im Sommer 2023 ausläuft, nun mit einer Verlängerung. Weil er sich mit 33 Jahren nochmal eine andere Herausforderung suchen will? „Ich bin mir sicher, dass das ein Grund ist. Zum einen ist Robert schon ziemlich lange in Deutschland. Der kennt alles, hat hier alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt“, sagte Barthel: „Es ist irgendwann an der Zeit, dass man nochmal was Neues braucht als Spieler. Auch, um seine Motivation immer oben zu halten.“

Paris ist aktuell keine Option und war es auch nie zuvor.

Ex-Berater Maik Barthel über Robert Lewandowski

In den Vertragsverhandlungen sei nicht zuletzt „jedes Mittel recht“, erklärte er. So berichtete Barthel von einst „14 Verhandlungsrunden mit dem FC Bayern, bis der Vertrag unterschriftsreif war“. Er glaube, „wenn es Bayern München gelingt, einen adäquaten Ersatz für Robert zu finden, der vielleicht auch spielerisch vielleicht ein bisschen anders ist, (...) dann könnte es sein, dass Robert nochmal eine andere Option wählen kann“, meinte er weiter und sagte zu Gehaltsgesprächen: „Ich glaube, dass Bayern München ein Limit hat, über das sie nicht drübergehen werden.“

Robert Lewandowski: FC Barcelona ist angeblich am Stürmer des FC Bayern dran

Und welches wären potenziell neue Klubs neben dem FC Barcelona, der seit Wochen gehandelt wird? „Paris ist aktuell keine Option und war es auch nie zuvor“, sagte Barthel und meinte stattdessen: „Manchester United ist immer ein interessanter Klub. Manchester United ist ein großer Klub.“ Er könne frühere Angebote der Engländer bestätigen, erklärte er. Diese habe es „ständig“ gegeben. Barthel: „Es gab konkrete Angebote, auch schriftliche, selbst als er noch in Dortmund war.“ (pm)

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