Kompakt und offensiv zugleich

Das anschließende Abendessen bei Hannes Barth im "Paradies" haben sich die TSB-Handballer gestern redlich verdient. Mit 33:25 haben sie den TV Flein nach Hause geschickt und damit den dritten Platz in der Württtembergliga gefestigt.

"Wir haben zum ersten Mal eine offensive Deckung gespielt. Das hat gleich wunderbar geklappt", lobte TSB-Keeper Andreas Fuss seine Vorderleute. Dass er selbst wieder eine maßgebliche Stütze im TSB-Spiel war, bekamen die rund 400 Zuschauer in der Gmünder Großssporthalle deutlich zu sehen. Ein ums andere Mal scheiterten die Fleiner Angreifer an seiner Klasse. Ein Faktum, das vor allem in der ersten Halbzeit wichtig – und mit spielentscheidend war. Denn nicht nur die Gäste verzweifelten fast am gegnerischen Schlussmann. Auch für die Gmünder Ballwerfer schien Markus Eberle, der bei Flein zwischen den Pfosten stand, zunächst nur mühsam zu bezwingen. Das der Ball gelegentlich auch am Gebälk und im Toraus landete führte dazu, dass Tore auf beiden Seiten zunächst eher Mangelware waren. Von Beginn an arbeitete man in der TSB-Abwehr konsequent und aggressiv und versuchte sofort auf Angriff umzuschalten. Das Konzept, die Fleiner, die dem TSB den dritten Tabellenplatz streitig machen wollten, sofort unter Druck zu setzen, schien aufzugehen. Nach sieben Minuten führte Gmünd mit 4:1. Flein agierte vor allem im Angriff zu umständlich. Und was aufs Tor kam, war dann oft die Beute von Andreas Fuss. Doch auch die Fleiner Abwehr hatte sich mit der Zeit auf die TSB-Angriffe einstellt. Und als es nach einer Viertelstunde 4:4 stand, war klar: So leicht, wie es zunächst schien, wird es der TSB nicht haben. Die zuvor vergebenen Torchancen schmerzten umso mehr. Keines der beiden Teams konnte sich bis zum Seitenwechsel einen deutlichen Vorsprung erarbeiten. Bei Halbzeit führte das Kölle-Team mit 11:8. Und während die Gmünder in der zweiten Halbzeit den Druck erhöhten, hatten die Gäste mit der kompakten TSB-Abwehr und zusehends mit sich selbst zu kämpfen. Die Zeitstrafen häuften sich auf beiden Seiten. Über 15:10, 21:16 und 26:19 baute der TSB seine Führung stetig aus, überbrückte dabei sogar eine Phase mit nur vier Feldspielern unbeschadet, und siegte am Ende verdient mit 33:25. "Damit haben wir unsere Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen Göppingen vergessen gemacht. Wir haben zwar vor allen in der ersten Halbzeit immer noch zu viele Chancen vergeben. Aber ich habe heute mit die beste Abwehrleistung der Saison gesehen", freute sich TSB-Coach Rolf Kölle. Daran gelte es anzuschließen.

TSB Schwäbisch Gmünd –

TV Flein 33:25 (11:8)

TSB Gmünd:

Fuss, Neukamm – S. Frey (3), J. Frey (5), Schamberger (2), Czypull (2), B. Göth (2), Seb. Göth (2), M. Hieber (9), Boizesan (6), Steiner (1), Nothdurft (1), Tobias.

TV Flein:

Eberle, Scneppenheim – Brenner (1), Gerstlauer (7), Kübler (2), Bauer (6), Zäh, Müller, Stierl (1), Totar, Wörner (4), Graul (3), Ortmann (1).

Zeitstrafen:

Czypull, S. Frey (2), Boizesan, S. Göth – Ortmann, Gerstlauer, Kübler (2), Bauer.

Rote Karte:

Totar (nach 3. Zeitstrafe)

Schiedsrichter:

Hirneise/Kehr (SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen)

Zuschauer:

400

WERNER RÖHRICH

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