„Bobo“ Mayer beerbt Manfred Raab

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Manfred Raab
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Überraschender Wechsel auf der Trainerbank des SV Neresheim: Der bisherige Coach tritt aus privaten Gründen zurück, sein Co-Trainer rückt auf.

Neresheim.

Es ist ein Wechsel, der beim SV Neresheim nicht vorgesehen war: Trainer Manfred Raab hat beim Fußball-Landesligisten aus privaten Gründen um Vertragsauflösung gebeten. Der Nachfolger steht jetzt auch fest: der bisherige Co-Trainer Andreas „Bobo“ Mayer rückt auf - und beendet mit sofortiger Wirkung seine aktive Laufbahn. „So bitter das für mich ist, aber ich werde als Trainer nicht mehr spielen. Das lässt sich in der Landesliga nicht vereinbaren“, sagt der 40-Jährige.

„Bobo“ Mayer hatte zuletzt Urlaub. So richtig entspannt war die Zeit allerdings nicht. Denn: Der 40-jährige Ex-Profi war begehrt. Profivereine aus dem In- und Ausland hätten bei ihm angefragt und ihn gerne als Co-Trainer gehabt. Hinzu kamen Amateurvereine, die ihm einen Trainerjob angeboten haben. Und: Es kam auch sein aktueller Verein SV Neresheim überraschend auf ihn zu. Genauer: der bisherige Trainer Manfred Raab. „Er hat mir gesagt, dass er privat und beruflich stark eingebunden sei und als Trainer aufhören werde.“

Kurze Zeit später kam dann auch der Anruf des Vereins. „Der SV Neresheim hat mir gesagt, dass ich die Wunschlösung für den Trainerposten wäre.“ Mayer habe ein paar Tage Bedenkzeit benötigt, auch, um die anderen Möglichkeiten zu klären. Aber Ende aber war schnell klar: Der 40-Jährige bleibt beim SVN und nimmt seine ersten Cheftrainer-Job an. „Ich habe dem Verein meine Vorstellungen genannt, und der Verein trägt diese voll mit“, sagt Mayer, zu dessen Vorstellungen gehört, dass „sich der SV Neresheim in der Landesliga etabliert, und zwar mit jungen und auch erfahrenen Spielern aus der Region“. Der Ex-Profi will „Kontinuität in die Mannschaft bringen“ und soliden Fußball spielen. „Jeder soll sehen, dass hier gearbeitet wird.“

Harald Zettl bestätigt, dass „'Bobo' unser Wunschkandidat war“. Der zweite Vorsitzende ist sich sicher, dass Mayer mit all seiner Erfahrung dem Verein weiterhelfen wird. Dass er seine Trainerscheine noch machen muss (und wird), sei zweitrangig. Das sieht auch Mayer so: „Priorität hat jetzt die Mannschaft, die möchte ich fit machen.“ Und zusammenfügen. Denn das Team wird einige neue Gesichter bekommen. Als Neuzugänge stehen bereits fest: Samuel Schulte (vom FC Matzenbach), Aaron Frick (aus der Schweiz), Mario Schmid (TSGV Waldstetten), Halil Hajtic (AC Milan Heidenheim) und David Banen Essome (DJK Schwabsberg). Außerdem sagt Mayer, dass „wir auf der Stürmerposition noch etwas machen müssen“. Auch, weil der 40-Jährige, der in der vergangenen Runde in 11 Spielen 7 Treffer erzielt hat, selbst nicht mehr zur Verfügung steht. Aus dem bisherigen spielenden Co-Trainer wird ein reiner Trainer. „Ich möchte da eine klare Linie“, sagt Mayer. Und gibt zu, dass es „sehr bitter“ sei, seine Karriere so zu beenden. „Ich wollte noch ein Jahr unter Manfred Raab spielen und dann einen sauberen Abschluss meiner aktiven Karriere haben. Ein letztes Spiel, auf das ich mich entsprechend vorbereite.“ Dazu kommt es jetzt nicht mehr.

Dafür zu einem neuen Kapitel: Andreas Mayer und der SV Neresheim haben sich zunächst auf einen Zweijahresvertrag bis Juni 2023 geeinigt.

Der Verein trägt meine Vorstellungen mit.“

Andreas „Bobo“ Mayer, Trainer des SV Neresheim

SV Neresheim in der Saison 2021/2022

Zugänge:
Samuel Schulte (FC Matzenbach), Aaron Frick (zuletzt Schweiz), Mario Schmid (TSGV Waldstetten), Daniel Banen Essome (DJK Schwabsberg), Halil Hajtic (AC Milan Heidenheim)

Abgänge:
Ibrahim Hajtic (TSV Essingen), Max Wanner
(SC Geislingen), Yannik Knaus (Sportfreunde Dorfmerkingen II), Patrick Bühler (SV Waldhausen), Andreas „Bobo“ Mayer (Trainer SV Neresheim)

Steht künftig nicht mehr als Spieler auf dem Platz: Der bisherige Co-Trainer Andreas „Bobo“ Mayer löst beim Landesligisten SV Neresheim Manfred Raab als Cheftrainer ab.

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