Carolin Morassi gewinnt Silber

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Herausragender Auftritt bei den deutschen Meisterschaften in den Berlin: Carolin Morassi von der Aalener Sportallianz gewann über 200 Meter Schmetterling die Silbermedaille. Über 100 Meter belegte sie Rang sechs.

Die 20-Jährige der Aalener Sportallianz sichert sich bei den deutschen Meisterschaften in Berlin die Vizemeisterschaft über 200 Meter Schmetterling. Über 100 Meter wird sie Sechste.

Berlin.

Berlin war eine Reise wert: Carolin Morassi holte sich in einem packenden Rennen über ihre Paradestrecke 200m Schmetterling die deutsche Vizemeisterschaft. Die 20-jährige Schwimmerin der Aalener Sportallianz (ASA) kam nach glänzenden 2:12,73 Minuten ins Ziel. Und im A-Finale über 100m Schmetterling schwamm sie eine nie erwartete Zeit von 1:00,94 Minuten und wurde DM-Sechste. Sie stellte damit zwei tolle Vereinsrekorde auf und kratzt jeweils an den Württembergischen Rekorden.

Auch über 50m Schmetterling schwamm sie im B-Finale Vereinsrekord und über 200m Lagen meldete sie das B-Finale ab.

Die Beckenschwimmer ermittelten ihre deutschen Meister in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE). Es wurden keine Staffeln zugelassen, diese bedeuteten seither immer auch für die Aalener Sportallianz ein großes Event. Oft waren zehn Aalener Schwimmer mit dabei.

Die einzige ASA-Schwimmerin Carolin Morassi konnte sich über sechs Strecken qualifizieren. Auf Grund des Zeitplanes über die vier Tage hinweg entschied sie mit ihrem Trainer Peter Rothenstein, vier Strecken zu melden. Von Rothenstein wurde sie nicht nur schwimmerisch sehr gut auf den Höhepunkt vorbereitet, sondern auch zusammen im Duo Peter Rothenstein und ihrem ASA-Athletik Trainer Johannes Gärtner im Krafttraining. Johannes Gärtner konnte mit der Sportlerin im Kraftraum die individuelle Leistungssteigerung trainieren. Die Schwimmerin freut sich deshalb auch über weitere Zusammenarbeit auf ihrem Weg nach oben, in der nationalen Spitze sich zu behaupten und international anzuknüpfen und ihr fernes Ziel Olympia 2024 zu realisieren.

Im 100-Meter-Schmetterling-Vorlauf schwamm Morassi bereits Bestzeit von 1:01,87 min und qualifizierte sich als Achte im Finale. Am Nachmittag steigerte sie sich auf eine unerwartete neue Bestleitung von 1:00,94 min und schlug als DM-Sechste an. Von diesem neuen Vereinsrekord war auch Peter Rothenstein überrascht, da der Aufwand 14 Tage vor der deutschen Meisterschaft gewaltig war, denn sie mussten täglich nach Gmünd zum Training fahren.

Auch klasse, dass zum 12 Jahre alten württembergischen Rekord nur noch 9 Zehntel fehlen. „Eine unglaublich tolle Leistung“, freut sich ihr Trainer, da seine Schwimmerin bereits im April einen Leistungshöhepunkt haben musste und jetzt innerhalb kurzer Zeit von 6 Wochen wieder sich steigern sollte. „Das ist im Schwimmen sehr schwierig“. Weiter bewundert er bei seiner Sportlerin deren Energie, ihr Durchsetzungs- und Durchhaltevermögen, da Carolin Morassi fast ein ganzes Jahr ohne Trainingspartner trainieren musste. Sich immer wieder neu zu fokussieren und den geänderten Bedingungen anzupassen, Training ändert sich, Wettkämpfe werden abgesagt.

Danach standen zwei Vorläufe auf dem Programm, in denen sie sich für beide Strecken 200m Lagen und 50m Schmetterling im B-Finale qualifizieren konnte. Die Lagenstrecke wurde abgemeldet, sie war als Training gedacht, um die Reizschwelle für die 200m Schmetterling hoch zu halten. Über 50m Schmetterling drückte sie den Vereinsrekord im Vorlauf auf 28,54 sek und unterbot ihn im Endlauf um 13 Hundertstel, jetzt steht er bei 28,41 sek. Aufgrund ihrer tollen 100m-Schmetterlingszeit zeigt diese Zeit, dass noch viel Luft nach oben ist, resümiert Peter Rothenstein die Sprintstrecke.

Ein Lob vom Bundestrainer

Voll auf ging der Plan über ihre Spezialstrecke 200m Schmetterling. Als Vorlauf-Dritte mit 2:16 Minuten sprang sie am Nachmittag ins Berliner Becken. Sie wendete nach 50m an vierter Stelle und steigerte sich dann auf Platz 3, auf der letzten Bahn schwamm sie mit kräftigen Doppelzügen zur nicht erwarteten Silbermedaille in der neuen Vereinsrekordzeit von 2:12,73 Minuten. Nur eine halbe Sekunde entfernt vom 11 Jahre alten württembergischen Rekord. Auch nur eine knappe Sekunde hinter der EM-Finalistin Kathrin Demler (SG Essen) vom Mai in Budapest. Peter Rothenstein freut sich stolz mit ihr auf die weitere Zusammenarbeit, da die gezeigten Leistungen und diese Steigerungen, auf weitere gute Zeiten hoffen lassen und sie sich noch national und international sehr gut entwickeln kann.

Zu guter Letzt freuten sich beide über ein dickes Lob von Seiten des Bundestrainers an die junge Aalenerin. Seit mindestens 40 Jahren hat diese Leistung keine Aalener Schwimmer vollbracht.

Eine unglaublich tolle Leistung.“

Peter Rothenstein, Trainer von Carolin Morassi

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