Corona - was gilt für Zuschauer?

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Das gilt für die Besucher von Sportveranstaltungen.
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So bereiten sich die Vereine auf das Wochenende vor.

Ostalbkreis. Seit diesem Mittwoch gilt in Baden-Württemberg die Alarmstufe II. Damit treten noch schärfere Corona-Regeln in Kraft: Bei Sportveranstaltungen, sowohl im Freien als auch in der Halle, gilt für Fans die 2G-Plus-Regelung. Damit haben nur noch Geimpfte und Genesene in Verbindung mit einem tagesaktuellen negativem Schnelltest Zugang zu den Veranstaltungen. Dabei gibt es lediglich noch eine Auslastung von 50 Prozent der möglichen Zuschauerkapazität in den Sportstätten.

Im Klartext heißt dies: Wer nicht geimpft ist oder als genesen gilt und zusätzlich keinen tagesaktuellen Schnelltest (24 Stunden-Frist) vorweisen kann, darf nicht in die Halle oder aufs Sportgelände. Ausnahmen gelten für Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren. Bis voraussichtlich kurz nach Weihnachten erhalten sie mit dem Schülerausweis Zutritt zu den Veranstaltungen. Für volljährige Schülerinnen und Schüler gilt ebenso die 2G-Plus-Regelung. Mancherorts bieten die Vereine ihren Fans sogar Schnelltests an, beispielsweise bei den Sportfreunden Dorfmerkingen oder den Handballern des TSV Alfdorf/Lorch. So bereiten sich stellvertretend drei Vereine aus der Region auf dieses außergewöhnliche Wochenende vor:

Freiluftveranstaltung: Die Fußballer der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach treten an diesem Samstag in der Verbandsliga auf dem heimischen Kunstrasen gegen die TSG Tübingen an. „Auf dem Kunstrasen gibt es nur einen Zugang, von daher ist eine Kontrolle für uns relativ einfach. Eine Zuschauerbeschränkung wird bei uns nicht efrorderlich sein – denn wer soll Ende November bei Kälte und unter 2G-Plus-Bedingungen noch auf den Sportplatz kommen? Es ist realitätsfremd zu glauben, dass wir am Samstag einen Zuschaueransturm erwarten werden“, so Vorsitzender Achim Pfeifer. Einen eigenen Schnelltest wird die TSG den Fans nur bedingt anbieten können, aber: „Wenn jemand einen Schnelltest mitbringt, dann können wir diesen vor Ort auch ausführen. Vereinsmitglieder von uns haben die Qualifikation dafür erworben. Wir können allerdings nur sehr begrenzt eigene Tests zur Verfügung stellen“, so Achim Pfeifer.

Halle: Für die Volleyballer des TSV Ellwangen steht an diesem Samstag in der heimischen Rundsporthalle die Partie gegen die SG Heidelberg an. Es ist das letzte Heimspiel in diesem Jahr. „Vier Personen aus unserem Verein werden den Einlass kontrollieren. Der Zuschauerschnitt liegt derzeit zwischen 200 und 250. Eine Zuschauerbeschränkung wird es in dem Sinne nicht geben, da wir nie mehr als 300 Zuschauer hatten. Die Grenze liegt bei rund 500. Die Fans, die kommen wollen, können wir auch sicher begrüßen“, so Abteilungsleiter Julius Gaugler. Jeden Abend sitzt die Abteilungsleitung derzeit zusammen, um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu gewährleisten, das bedeutet: Verordnungen lesen, wer scannt ab, oder wie bekommt man einen relativ zügigen Ablauf hin. „Tests bieten wir allerdings nicht an, da wir keine Kapazitäten haben. Wir prüfen zwar gerade noch Möglichkeiten, aber das ist dann natürlich auch immer mit Kosten verbunden. Wir wissen natürlich, dass es für unsere Fans ein riesen Aufwand ist, sich morgens testen zu lassen, um abends dann dabei sein zu können. Wir wollen das letzte Heimspiel in diesem Jahr unbedingt noch durchziehen – und unsere Fans sicher begrüßen“, so Gaugler. Ein großes Dankeschön möchte der Abteilungsleiter noch an sein Team aussprechen: „Was unsere Abteilung gerade an Stunden herunterreißt, um das alles möglich zu machen, ist einfach phänomenal.“

Der Handball-Württembergligist TSV Alfdorf/Lorch bietet seinen Fans in der Heimpartie am Samstag gegen den Spitzenreiter VfL Waiblingen den Service an, einen Schnelltest durchzuführen. Dieser muss vorab allerdings selbst mitgebracht werden. Wer aber keinen Schnelltest zuhause hat, für den hat der Verein noch einige Tests vorrätig. Der Test wird dann von autorisiertem Personal durchgeführt.

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