Der TV Wetzgau feiert zum zweiten Mal in Folge die Deutsche Vizemeisterschaft

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Zum zweiten Mal in Folge feiert der TV Wetzgau die Deutsche Vizemeisterschaft im Kunstturnen. Das Team bei der Siegerehrung. Hinten von links: Frederik Knaus, Felix Pohl, Andreas Toba, Christian Auer, Samuel Oppold. Vorne von links: Axel Steeb, Dominik
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Das Team von Paul Schneider und Helge Liebrich musste sich im DM-Finale am Samstag in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena dem TuS Vinnhorst 24:29 geschlagen geben.

Der TV Wetzgau ist Deutscher Vizemeister

Andreas Toba
Andreas Toba © Jan-Philipp Strobel
Paul Schneider
Paul Schneider © Jan-Philipp Strobel
Glenn Trebing
Glenn Trebing © Jan-Philipp Strobel
Andreas Toba
Andreas Toba © Jan-Philipp Strobel
Mathias Philippe
Mathias Philippe © Jan-Philipp Strobel
Carlo Hörr
Carlo Hörr © Jan-Philipp Strobel
Der TV Wetzgau bei der Deutschen Meisterschaft.
Der TV Wetzgau bei der Deutschen Meisterschaft.  © Jan-Philipp Strobel
Andreas Toba
Andreas Toba © Jan-Philipp Strobel
Glenn Trebing
Glenn Trebing © Jan-Philipp Strobel
Glenn Trebing
Glenn Trebing © Jan-Philipp Strobel
Mathias Philippe
Mathias Philippe © Jan-Philipp Strobel
Andreas Toba
Andreas Toba © Jan-Philipp Strobel
Helge Liebrich
Helge Liebrich © Jan-Philipp Strobel
Glenn Trebing
Glenn Trebing © Jan-Philipp Strobel
Carlo Hörr
Carlo Hörr © Jan-Philipp Strobel
Siegerehrung
Siegerehrung © Jan-Philipp Strobel

Neu-Ulm/Schwäbisch Gmünd. Die Kunstturner des TV Wetzgau feiern zum zweiten Mal in Folge die Deutsche Mannschafts-Vizemeisterschaft. Die Bundesligariege von Paul Schneider musste sich am Samstag in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena - ohne Zuschauer -in einem spannenden Finale dem TuS Vinnhorst knapp mit 24:29 geschlagen geben. Die Hoffnung auf den zweiten Titelgewinn nach 2013 mussten Andreas Toba & Co. erst im letzten Durchgang am Reck begraben.

„Mit den beiden Spaniern wäre dieser Wettkampf nicht so verlaufen“, war sich Paul Schneider sicher. Aber, betonte der TVW-Kunstturnchef: „Wir haben einen super Wettkampf gesehen. Die Spannung war da. Vielleicht hätten wir zwei Fehler weniger machen müssen, dann hätte es reichen können. Vinnhorst hat verdient gewonnen. Ich bin trotzdem zufrieden.“

Dass der spanische Turnverband seine nationalen Meisterschaften kurzfristig ausgerechnet auf das selbe Wochenende gelegt hat, hat den TV Wetzgau gehörig in die Bredouille gebracht. Die spanischen Nationalmannschaftsturner Nestor Abad und Nicolau Mir brachen damit weg. Und dem eiligst nachverpflichteten französischen Spitzenturner Mathias Philippe war von Beginn an anzumerken, dass er derzeit nicht voll im Training steht. Gleich am Boden patzte er und musste sich vom russischen WM- und Olympiateilnehmer Vladislav Poliashov vier Zähler abknöpfen lassen. Auch Carlo Hörr büßte drei Zähler gegen Milan Hosseini ein. Damit war der 3-Punkte-Vorsprung, mit dem Felix Pohl und Glenn Trebing dieses Finale am Boden eröffnet hatten, bereits wieder weg.

Doch nach Pferd und Ringe war klar. Die Mannschaft gibt nicht auf. Teambetreuer Helge Liebrich wusste, seine Jungs auf jedes Gerät einzustellen. Glenn Trebing, der DM-Dritte am Barren, und der Deutsche Reck-Meister dieses Jahres, Carlo Hörr, holten die Punkte, um den Rückstand nach drei der sechs Geräte auf 14:16 zu verkürzen. „Zwei Punkte Rückstand sind gar nichts. Da ist noch alles drin“, fieberte Geburtstagskind Paul Schneider am Kampfrichtertisch mit.

Doch Vinnhorst zeigte sich unbeeindruckt von der Wetzgauer Aufholjagd, holte sich am Sprung drei Wertungen und baute vor den beiden letzten Geräten seinen Vorsprung auf sechs Zähler (22:16) aus. Damit war klar: Wetzgaus Turner mussten ein hohes Risiko gehen, um das Ruder noch einmal herumreißen zu können.

Mit einem Weltklasse-Auftritt eröffnete Deutschlands Nationalheld der Olympischen Spiele von Rio, Andreas Toba, den Reigen am Barren. Doch Vinnhorsts Philipp Herder hielt dagegen. 14.10:14.20 Punkte bedeuteten ein zählerloses Remis für beide nach zwei fantastischen Übungen.

Nachdem Poliashov auch am Barren mit seiner Leichtigkeit des Seins überzeugte (14,70 Punkte) ruhten die Wetzgauer Hoffnungen auf Carlo Hörr. Doch der 21-Jährige musste das Gerät verlassen. Wetzgau verlor die Barrenwertung und lag vor dem abschließenden Reck 19:26 im Hintertreffen.

Felix Pohl und Valetin Zapf setzen sich hier durch. Carlo Hörr konnte an seinem Paradegerät dem Russen Poliashov eine Remis abringen. Vize-Europameister Andreas Toba setzte gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Philipp Herder alle auf eine Karte - und riskierte zu viel.

Der TuS Vinnhorst gewann das DM-Finale mit 29:24. Der TV Wetzgau durfte die Glückwünsche zur Silbermedaille entgegennehmen.

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