Derby auf dem Härtsfeld

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Landesligaspiel zwischen Waldhausen und Plattenhardt.

Am Samstag treffen der SV Waldhausen und der SV Neresheim quasi zum Spitzenspiel aufeinander. Beide Trainer sprechen aber vom Klassenerhalt.

Aalen-Waldhausen.

Der SV Waldhausen empfängt am Samstag zum Härtsfeldderby den SV Neresheim. Beide Teams stehen oben in der Tabelle, aber beschäftigen sich nicht mit dem Aufstieg.

Rund 18 Kilometer trennen Waldhausen und Neresheim. Ähnlich dicht stehen die Fußballteams der beiden Orte in der Landesliga beieinander. Waldhausen hat als Zweiter mit 23 Punkten einen Vorsprung von vier Zählern auf die sechstplatzierten Neresheimer. Diesen Abstand wollen diese am Samstag, Anpfiff um 15.30 Uhr, in Waldhausen verkürzen.

„Ich bin bisher sehr zufrieden mit dem Saisonverlauf“, erklärt Andreas „Bobo“ Mayer, Trainer von Neresheim. Dabei verlief die Vorbereitung auf die aktuelle Spielzeit alles andere als planmäßig für den SV. Neben einem erneuten personellen Umbruch im Kader trat der bisherige Trainer Manfred Raab Anfang Juni zurück.

Mayer, der eigentlich als spielender Co-Trainer eingeplant war, übernahm nach einigen Tagen Bedenkzeit. Dennoch sagt er: „Ich hatte mir eigentlich einen schöneren Abschied als Spieler gewünscht.“ Zu allem Überfluss wurde der Saisonstart um 14 Tage nach vorne verlegt, so dass er noch weniger Vorbereitungszeit hatte.

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten hat sich sein Team mittlerweile gefangen. „Unsere Chancenwertung war zu Beginn nicht gut. Wir sind dort aber besser geworden“, meint der Ex-VfR-Profi. Ihm selbst fiel der Umstieg auf die Trainerbank nicht schwer. Schließlich ist er seit Jahren spielender Co-Trainer und hat schon viele erfahrenen Trainer gelernt.

Ganz anders sieht es in Waldhausen aus. Dort spielt das Team von Trainer Jens Rohsgoderer seit Jahren zusammen und ist entsprechend eingespielt. „Mein Team ist unheimlich willig. Jeder ist immer bereit, Vollgas zu geben“, nennt er die Gründe für den aktuellen Höhenflug. Besonders in den letzten drei Partien trat sein Team sehr stark auf. Bei den drei Siegen erzielten sie satte 13 Toren und ließen zeitgleich nur ein einziges Tor zu.

Dennoch bleibt Rohsgoderer auf dem Boden der Tatsachen. „Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt“, erläutert er. Schließlich können bis zu sieben Teams nach der Saison absteigen. Und dabei gab es schon einige Überraschungen. „Die Landesliga ist bisher verwirrend. Die hinteren Teams gewinnen gegen die Aufstiegskandidaten“, schätzt Mayer die Liga ein.

Deswegen wollen beide Teams am Samstag weitere Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Dafür können die Gastgeber fast aus dem Vollen schöpfen. Einzig die Langzeitverletzten Jan Hasenmaier, Marius Weber und Titzian Legat fehlen weiterhin.

Etwas angespannter ist die Lage in Neresheim. Dort fehlen Torben Joos und Torjäger Fatih Yildiz, der diese Saison wegen einem Kreuzbandriss wohl nicht mehr spielen wird. Fraglich ist zudem der Einsatz von Samuel Schultes. .

Der Respekt voreinander ist groß. Während Mayer sich den Weg von Waldhausen als „Vorbild“ nimmt, lobt Rohsgoderer die „individuelle Qualität“ der Gäste. Auf die Fans wartet am Samstag also ein spannendes Spiel zweier Teams, die weiterhin für Furore sorgen wollen.

Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt.“

Jens Rohsgoderer, Trainer SV Waldhausen
Landesligaspiel zwischen Waldhausen und Plattenhardt.
Landesliga-Begegnung zwischen Neresheim und Ebersbach.

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