Deutsche Elite und ein Olympiasieger

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Weltklasse in der Gmünder Großsporthalle: Zum Auftakt der Kunstturn-Bundesliga treffen an diesem Samstag die beiden Titelkandidaten TV Wetzgau mit Carlo Hörr und die TuS Vinnhorst aufeinander.

Weltklasse in der Großsporthalle: Mit dem TV Wetzgau und der TuS Vinnhorst treffenzum Saisonauftakt am Samstag zwei Titelkandidaten aufeinander.

Schwäbisch Gmünd

Der Saisonstart könnte nicht herausragender sein: Wenn der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau am morgigen Samstag die Mannschaft aus Vinnhorst empfängt, dann kommt das einem Treffen der deutschen und der Weltelite gleich. Das gesamte deutsche Olympiateam wird ebenso zugegen sein, wie mit dem Wetzgauer Artur Dalaloyan (Russland) ein Olympiasieger. Beginn ist in der großen Sporthalle um 17 Uhr. Nach den 3G-Regeln darf die Halle zudem bis zum letzten Platz mit Fans gefüllt werden.

Kaum stand der neue Wettkampfplan für die Bundesligasaison 2021 fest, da wusste Wetzgaus Paul Schneider, dass gleich dem ersten Kampf eine ganz besondere Bedeutung zukommen würde: „Vinnhorst hatte bislang noch nicht den großen Namen in der Liga. Doch der TuS hat sich enorm verstärkt für die neue Runde, hat viel Geld in seine Mannschaft gesteckt. Und so wird das Team schon bei uns auf den komplette deutschen Olympiakader zurückgreifen können. Mit der Ausnahme von Andreas Toba, der natürlich weiterhin bei uns turnt.“ Das heißt, dass Vinnhorst in dieser Saison angeführt wird von keinem Geringeren als dem derzeit erfolgreichsten deutschen Turner, Lukas Dauser. Dauser kehrte von den Olympischen Spielen in Tokio mit der Silbermedaille am Barren zurück.

Toba ist heiß auf das Duell

Auf der anderen Seite hat aber auch Andreas Toba, der gemeinsam mit Dauser bei Olympia Achter im Endkampf mit der deutschen Mannschaft wurde, ein hervorragendes Jahr 2021 bislang hinter sich gebracht. So sicherte er sich bei den Europameisterschaften die Silbermedaille am Reck. An eben diesem Gerät wurde Carlo Hörr, ebenfalls Mitglied des Kaders des TVW, deutscher Meister – und ließ damit Toba und auch Dauser 2021 am Königsgerät schon hinter sich. „Die Ausgeglichenheit in beiden Mannschaften ist grandios. Wir werden eine tolle Übung nach der anderen sehen“, so der Gmünder Trainer.

Olympiasieger beim TVW

Denn dafür steht noch ein ganz anderer, dessen Karriere die aller Deutschen bei weitem in den Schatten stellt, in den Reihen des Gmünder Teams: der Russe Artur Dalaloyan. „Wir hatten schon Weltmeister, Europameister usw. in Gmünd zu sehen bekommen. Aber nun haben wir mit Artur einen waschechten Olympiasieger in unserer Riege“, sagt der Coach. Dalaloyan konnte bereits vor Tokio mit unglaublichen Werten aufwarten. Doch dass er dann auch noch auf den Punkt topfit mit der russischen Mannschaft Gold holte, beschert ihm für immer einen Platz unter den besten Turnathleten aller Zeiten.

Für Paul Schneider steht auf alle Fälle fest, dass für die Gmünder Fans ein noch nie dagewesenes Turnspektakel ansteht. Und: „Wir sind so unendlich froh, dass wir die Halle bis auf den letzten Platz füllen dürfen. Selbstverständlich nach den 3G-Regeln, die die Corona-Verordnung vorsieht.“

Ein Favorit ist nicht in Sicht

Im Vorfeld lässt sich kein Favorit auf den Sieg in diesem ersten Saisonkampf ausmachen. Nochmals der Gmünder Trainer, der die Athleten auf beiden Seiten aus dem Effeff kennt: Sowohl für die Hausherren als auch die Gäste aus Vinnhorst gilt: Bei einem normalen Saisonverlauf sind beide Mannschaften Kandidaten für die Finalkämpfe und dürften um die Vergabe des Titels 2021 ein Wörtchen mitreden.

Wir sind froh, dass wir die Halle füllen dürfen.“

Paul Schneider,, Trainer Wetzgau
  • Hallenöffnung bereits um 15.45 Uhr
  • Da nach den vielen Monaten viele Zuschauer zu erwarten sind, weist der TVW darauf hin, dass die Halle bereits um 15.45 Uhr – also eineinviertel Stunden vor Wettkampfbeginn – geöffnet wird. So sollen lange Schlangen am Eingang vermieden werden.
  • Die Kontrolle der 3G-Regeln und die Datenerfassung erfolgen unter anderem auch mit der Luca-App, was einen schnellen Ablauf am Eingangsportal der umgebauten Gmünder Halle erwarten lässt. Während der gesamten Veranstaltung gilt in der kompletten Halle Maskenpflicht. Auch auf dem eigenen Platz auf der Tribüne muss die Maske getragen werden.

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