Ex-Gmünder Handballduo bei der EM

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Großwallstadt, 4. Januar 2022. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft bereitet sich auf die EHF EURO 2022 vor. Kai Häfner (MT Melsungen, links) und Djibril M'Bengue (FC Porto, rechts) posieren für die Kamera.
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Mit Kai Häfner und Djibril M'Bengue spielen erstmals zwei ehemalige Handballspieler des TSB Schwäbisch Gmünd gemeinsam im Nationaltrikot. Die Vorbereitung läuft.

Großwallstadt

Wenn am 13. Januar in Ungarn und der Slowakei die Handball-Europameisterschaft beginnt, werden erstmals zwei Ex-Spieler des TSB Schwäbisch Gmünd das Trikot der deutschen Nationalmannschaft tragen. Kai Häfner und Djibril M'Bengue.

Natürlich sind sie sich zu ihren Gmünder Zeiten schon begegnet. Doch eigentlich kennen sie sich nicht richtig. Als Djibril M'Bengue aus der A-Jugend des TSB zu den Herren kam, spielte Kai Häfner bereits bei Frisch Auf Göppingen in der Bundesliga. „Mit Kai selbst habe ich nie zusammengespielt. Aber mit seinen Brüdern“, blickt M'Bengue auf eine „tolle Zeit in Schwäbisch Gmünd“ zurück. 2014 war der wurfgewaltige Linkshänder maßgeblich am Oberliga-Aufstieg des TSB Gmünd beteiligt, ehe es auch ihn ins Profilager zog. Nach Stuttgart, wo er mit dem damaligen TV Bittenfeld (heute TVB Stuttgart) den Aufstieg in die Bundesliga schaffte.

Beim portugiesischen Meister FC Porto hat M'Bengue sich in der Champions-League zu einem international hochkarätigen Spieler entwickelt. Kein Wunder, dass ihn Bundestrainer Alfred Gislason schon vor einem Jahr in den erweiterten Kader für die WM in Ägypten berufen hatte. Das schnelle WM-Aus Deutschlands machte damals auch M'Bengues Hoffnungen auf eine eventuelle Nachnominierung für die Weltmeisterschaft schnell zunichte.

Ein Jahr später hat es der gebürtige Schorndorfer endgültig geschafft. Nach seinen beeindruckenden Leistungen in den Testspielen im Herbst zählt er zum 19er-Kader für die Europameisterschaft in Ungarn und der Slowakei, die am 13. Januar beginnt und die am 30. Januar in Budapest mit dem Endspiel enden wird.

„Ich freue mich auf die EM. Es ist immer etwas Besonderes, für die Nationalmannschaft und für sein Land zu spielen“, sagt Kai Häfner. In weit über 100 Länderspielen hat er bereits weit über 200 Tore im Nationaltrikot erzielt. Der 32-Jährige kennt das Gefühl, die EM-Schale in der Hand zu halten. Der Triumph von 2016, als Deutschland nach 2004 in Polen zum zweiten Mal Europameister wurde, ist eng mit seinem Namen verbunden.

„Ich bin bereit und fit“, sagt er. „Wir wollen uns gut präsentieren in jedem Spiel von der ersten bis zur letzten Minute. Und dann schauen wir mal, was am Ende dabei rauskommt.“

Dass das Zusammenspiel mit Djibril M'Bengue bestens klappen wird, davon ist Häfner absolut überzeugt. “Djibi ist ein super Mensch. Es freut mich, dass er dabei ist“, sagt Häfner. Und fügt hinzu: „Natürlich haben wir uns auch schon über ein paar Dinge aus Schwäbisch Gmünd und alten TSB-Zeiten unterhalten.“

„Ich bin hier super aufgenommen worden und habe das Gefühl, schon immer dabei zu sein“, sagt M'Bengue. Dass er sich „unfassbar“ auf die EM freut, daraus macht der 29-Jährige keinen Hehl. „Das ist eine große Ehre für mich.“

Testspiele gegen Serbien wegen Corona abgesagt

Bevor das Team am Mittwoch, 12. Januar, von Frankfurt aus nach Bratislava abhebt, um zwei Tage später gegen Belarus das erste Gruppenspiel zu bestreiten, wären an diesem Freitag (in Mannheim) und Sonntag (in Wetzlar) zwei Testspiele gegen Serbien auf dem Programm gestanden. Die Serben haben diese aber am Dienstag wegen Coronafällen im eigenen Team abgesagt.

Es ist immer etwas Besonderes, für die Nationalmannschaft und für sein Land zu spielen.“

Kai Häfner, Handball-Nationalspieler aus Gmünd
  • Der EM-Fahrplan der deutschen Mannschaft
  • Am Neujahrstag hat sich das DHB-Team in Großwallstadt getroffen. 19 Spieler hat Bundestrainer Alfred Gislason für die Europameisterschaft vom 13. bis 30. Januar in der Slowakei und Ungarn nominiert.
  • Vorrundengegner des DHB-Teams sind Belarus (14. Januar), Österreich (16. Januar) und Polen (18. Januar). Alle Partien beginnen um 18 Uhr und werden von ARD (Belarus und Österreich) und ZDF (Polen) übertragen.
  • Die jeweiligen zwei Gruppenersten ziehen in die Hauptrunde ein.
  • An der Europameisterschaft nehmen 24 Nationen teil.
Großwallstadt, 4. Januar 2022. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft bereitet sich auf die EHF EURO 2022 vor. Bundestrainer Alfred Gislason spricht gestenreich mit Kai Häfner (MT Melsungen, Mitte) und Djibril M'Bengue (FC Porto).
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