Fokus auf Kindersport

"Aalen sportiv hat sich hervorragend etabliert, die Teilnehmerzahlen steigen", sagte Thomas Jung, der Koordinator der Stadt Aalen für dieses seit neun Jahren bestehende Projekt, bei der Übungsleiter-Fortbildung in Fachsenfeld.

Der Schweiß fließt in der Woellwarth-Halle, aber der Spaßfaktor steht ganz oben an. Ein Rekordmeldeergebnis von 85 Übungsleiterinnen und Übungsleitern kann Diplom-Sportlehrer Ulrich Rost von der AOK Ostalb bilanzieren. Die Stadt Aalen, die AOK Ostalb, die beiden Stadtverbände, die Stadtwerke und die Kreissparkasse bilden das Rückgrat von "Aalen sportiv". Die Übungsleiter-Fortbildung ist das jährliche Dankeschön für die Teilnehmer, die sich bei dieser Veranstaltung Tipps für ihre Angebote holen und das Gehörte, Gesehene und Erlebte in ihren Vereinen multiplizieren wollen. Die Stimmung ist prächtig. Am Samstagmorgen stehen der Kinder- und Breitensport auf dem Programm. "Rund um den Würfel" heißt das Motto unter der Leitung von Christian Weber. Kreative, kommunikative und integrative Spiele stehen auf dem Programm. Für Kopf, Herz und Hand. Beim Ping-Pong-Speedy mit Rudi Haas sind Geschicklichkeit, Reaktionsschnelligkeit und Koordination gefragt. So auch beim Zuwerfen, Bälle fangen, Bechertausch und all den Variationen, die Rudi Haas für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer parat hat. Beim gemeinsamen Mittagessen gibt es einen interessanten Gedankenaustausch. "Noch nie konnten wir so viele Übungsleiter begrüßen", freut sich Thomas Jung. Die Resonanz auf die Dankeschön-Veranstaltung korrespondiert mit der Entwicklung des Kursprogramms für Gesundheits- und Erlebnissport. "Wir wachsen kontinuierlich", sagt Thomas Jung. Derzeit liegt man bei 1500 Kursteilnehmern. Bei der Geburtsstunde waren es rund 300. Die Randsportarten sind in den letzten Jahren verstärkt hinzugekommen. Die jährlich einmal stattfindende Übungsleiter-Fortbildung ist eine Veranstaltung der AOK. Man ist sich einig beim Gedankenaustausch: Aalen sportiv ist ein Erfolgsrezept, um ungebunden von einer Vereinsbindung seinem individuellen Sport nachzugehen, wobei entstehende Mitgliedschaften natürlich nicht unerwünscht sind. Nachholbedarf, dies wurde unterstrichen, besteht im Bereich des Kindersports. "Wir müssen und werden hier mit Nachdruck im Kontext mit den Vereinen unser Angebot ausbauen", erklärte Thomas Jung. Mehr Angebote und differenzierte Angebote müssten realisiert werden, um nicht nur der Bewegungsarmut entgegenzuarbeiten, sondern auch das soziale Miteinander zu stärken. Nirgendwo besser könne dies gelingen über den Sport, über Kursangebote und in den Vereinen. Am Nachmittag übernimmt Marion Neubauer das Kommando in der Fachsenfelder Woellwarthhalle. Sie legt den Schwerpunkt auf gymnastische Elemente, Fitness und Rückenschulung. Mit dem Spaßfaktor inklusive.

Lothar Schell

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