Helmut Dietterle - Ex-Profi mit geballter Fußballpower

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4:1 gewann der VfB Stuttgart im Januar 1978 gegen Borussia Dortmund. Helmut Dietterle (rechts vorne) köpfte das 2:0.
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Aalen. Helmut Dietterle, das ist ein halbes Jahrhundert geballte Fußballpower. Mindestens. Der einstige Bundesligaprofi des VfB Stuttgart und heutige Cheftrainer des Oberligisten SF Dorfmerkingen, feierte am vergangenen Mittwoch seinen 70. Geburtstag.

Wer Vergleiche sucht aus der großen Fußballwelt, dem fallen Namen ein wie Jupp Heynckes, ganz aktuell Friedhelm Funkel - und erst recht Jürgen Sundermann. Mit der heute 81-jährigen Trainerlegende des VfB Stuttgart verbindet Helmut Dietterle eine enge Freundschaft. Jürgen Sundermann war es, der als damaliger Trainer den VfB Stuttgart 1976/77 wieder in die Bundesliga zurückführte. Helmut Dietterle, der 1974 vom VfR Aalen zum Club mit dem roten Brustring an den Neckar gewechselt war, zählte zu den Leistungsträgern im Team. 72 Pflichtspiele hat Dietterle für den VfB Stuttgart bestritten, ehe eine schwere Verletzung, die er sich 1978 beim Länderspiel der Amateur-Nationalmannschaft in Bielefeld gegen China zugezogen hat, das frühzeitige Aus seiner aktiven Profikarriere bedeutete. Sundermann behielt ihn als Co-Trainer an seiner Seite.

Es war der Beginn einer Trainer- und Managerlaufbahn, die ihn 1991 zurückführte auf die Ostalb, wo der gebürtige Neulermer beim VfR Aalen, bei dem er einst die Kapitänsbinde trug, mit offenen Armen empfangen wurde. Erinnerungen an glorreiche Zeiten, in denen der VfR Aalen mit seinen Goalgettern Dietterle und Dieter Hoeneß als Meister der 1. Amateurliga (damals die dritthöchste Liga) an die Tür zu 2. Liga klopfte, die aber wegen einer Ligen-Neustrukturierung versagt zu blieb, wurden wach.

Es folgte 1997 der Wechsel zum damaligen Landesligsten SF Dorfmerkingen, den Dietterle nach dem Aufstieg in die Verbandsliga (1997) direkt in die Oberliga weiterführte und mit den Sportfreunden vom Härtsfeld nach einem 1:0-Sieg über den SSV Ulm zum ersten Mal als Trainer den WFV-Pokal holte.

Wieder zog ihn der Ruf seines Ex-Vereins zurück in den Aalener Rohrwang, wo er zunächst als Manager die Geschicke leitete und ab April 2000 erneut als Trainer auf dem Platz stand, um den Klassenerhalt in der Regionalliga zu sichern. Es fogten Trainerstationen beim SB Heidenheim (heute FC Heidenheim) und dem TSV Crailsheim. Immer wieder ging es zurück nach Aalen. Als Trainer und Manager. Als klar war, dass der Verein auch 2008 den Aufstieg in die 2. Liga nicht erreichen sollte, musste Manager Helmut Dietterle gehen.

Über die Gmünder Normannia - mit der er 2012 den 5. Platz in der Oberliga erreichte - sowie den TSV Essingen, kehrte Dietterle 2014 zu den Sportfreunden Dorfmerkingen zurück. Dort sollte sich die Geschichte nach 20 Jahren wiederholen. Helmut Dietterle führte die Dorfmerkinger wieder von Landesliga in die Oberliga. Mit dem 3:1-WFV-Pokaltriumph am 25. Mai 2017 gegen die Stuttgarter Kickers hat er in Dorfmerkingen ein ganz besonderes Sommermärchen geschrieben und sich in den Geschichtsbüchern des Vereins, den er nun in seine achte Saison in Folge führen wird, verewigt.

Die Glückwünsche zu seinem runden Geburtstag erreichten ihn aus dem ganzen Land.

Werner Röhrich

Helmut Dietterle blickt in die nächste Fußballsaison.

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