Moritz Böhringer: „Ich drücke den Bengals die Daumen“

+
Der Aalener Moritz Böhringer spielt seit fast einem Jahr wieder für die Schwäbisch Hall Unicorns. Dabei erreichte er mit seinem Team den German Bowl. Dieses Spiel ging allerdings mit 19:28 gegen Dresden Monarchs verloren.
  • schließen

Der Aalener Moritz Böhringer, der selbst schon bei den Cincinnati Bengals unter Vertrag stand und aktuell für die Haller Unicorns spielt, blickt auf den anstehenden Super Bowl.

Aalen/Inglewood

In der Nacht von Sonntag auf Montag ist es soweit – der 56. Super Bowl steht an. In Inglewood (Kalifornien) treffen die Cincinnati Bengals auf die Los Angels Rams. Dabei werden wieder knapp eine Milliarde Menschen weltweit mitfiebern.

Einer von ihnen ist der Aalener Footballer Moritz Böhringer. Der 28-Jährige stand zwischen 2018 und 2020 selbst bei den Cincinnati Bengals unter Vertrag. Dabei gehörte er dem sogenannten Practice Squad an. „Am Sonntag drücke ich den Bengals auch deshalb die Daumen, da ich noch viele der Spieler und Coaches kenne. Ich denke, dass es ein sehr enges Spiel wird und die Bengals knapp mit 23:20 gegen die Rams gewinnen werden“, so Moritz Böhringer. Verfolgen wird Böhringer das Spiel mit Freunden. Aktuell steht der Aalener bei den Schwäbisch Hall Unicorns unter Vertrag.

Somit hat er schon Erfahrungen in Deutschland und Amerika gesammelt. „American Football ist in Deutschland zwar auf einem guten Weg, professioneller zu werden. Aber man ist immer noch sehr weit von dem entfernt, was in der NFL (National Football League) gespielt wird. Dort geht es allerdings auch um Milliarden von Dollar“, erläutert Moritz Böhringer die Unterschiede.

Nach seiner Zeit in Cincinnati hatte Böhringer erstmal noch abgewartet und geschaut, ob sich in Amerika nochmals etwas entwickeln könnte. Doch seine ganzen Hoffnungen hatte er darauf nicht gelegt. So entschied er für sich, dass er in seiner Heimat das Maschinenbau-Studium beendet. In der GFL (German Football League) war der Aalener sehr begehrt, doch für ihn kam Anfang 2021 eigentlich nur eine Rückkehr zu den Schwäbisch Hall Unicorns in Frage. "Ich habe mir schon auch angehört, was andere Vereine vorhaben könnten. Doch jedes Mal wenn ich in Deutschland war, schaute ich mir ein Spiel der Unicorns an oder bin sogar ins Training gekommen. Deshalb hat es für mich persönlich schon am meisten Sinn gemacht, nach Schwäbisch Hall zurückzukehren.“

Fast genau ein Jahr spielt Böhringer nun wieder für die Unicorns, bei denen er bereits 2015 aktiv war. Dabei erreichte er als unumstrittener Stammspieler zusammen mit seinen Mannschaftskameraden den German Bowl – das deutsche Pendant zum Super Bowl. Gegen die Dresden Monarchs zog man in Frankfurt mit 19:28 allerdings den Kürzeren. „In der vergangenen Saison haben wir jedes Spiel außer den German Bowl gewonnen. Für mich war es also fast eine perfekte Rückkehr zu den Unicorns. Falls ich nochmals ein Jahr spiele, ist mein Ziel natürlich, alle Partien zu gewinnen“, so Moritz Böhringer.

Dann würde es auch endlich mit dem ersten Sieg im German Bowl klappen.

Ich denke, dass es ein enges Spiel wird.“

Moritz Böhringer, Schwäbisch Hall Unicorns

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Mehr zum Thema

Kommentare