Negativlauf stoppen

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Essingen (schwarz) vs Hollerbach

Der TSV Essingen gastiert am Samstag beim TSV Crailsheim.

Essingen. Stephan Baierl befindet sich mit seiner Mannschaft in einer Situation, die er noch nicht hat erleben müssen. Drei Niederlagen in Serie hat der TSV Essingen in der Fußball-Verbandsliga zuletzt erleiden und dadurch an der Spitze naturgemäß abreißen lassen müssen. „Das ist eine herausfordernde Situation. Man sieht einfach, wie eine scheinbare Stabilität durch Faktoren ganz gleich welcher Natur, im Fußball ins Wanken geraten kann“, sagt der TSV-Trainer, der im Sommer im Schönbrunnen übernommen hatte. An diesem Samstag tritt der TSV nun beim TSV Crailsheim an, Anstoß der Begegnung ist um 14.30 Uhr.

Vorbereitung, Liga und Pokal: gestartet war man mit 18 Spielen, die man nicht verloren hatte. Das ist es, was Baierl mit dem „ins Wanken geraten“ meint. Aus der Ruhe bringen lassen möchte er sich aber noch lange nicht: „Wenn du im Fußball gewinnst, ist die Stimmung gut. Wenn du verlierst, dann ist sie schlecht. Ich habe für mich längst einen guten Mittelweg gewählt und der beinhaltet weder himmelhochjauchzend noch zu Tode betrübt“, sagt er.

Was ihn gefreut hat, war die Leistungssteigerung der Mannschaft im Topspiel gegen den FSV Hollenbach, das man am Ende schließlich unglücklich mit 0:1 verloren hatte. In diesem Spiel sind die Essinger unter anderem ohne gelernten Innenverteidiger angetreten, diese Aufgabe haben die beiden Mittelfeldspieler Julian Biebl und Niklas Weissenberger übernommen. Engagement und Wille spricht er keinem seiner Spieler ab und so sind es die kleinen Dinge, die ihn personell wieder etwas freundlicher dreinschauen lassen. Simon Knecht (Quarantäne), Lukas Rösch (Fußverletzung) sowie Patrick Auracher (muskuläre Probleme) kehren in den Kader zurück, was für kommenden Samstag bedeuten würde, dass Baierl zumindest schon mehr als ein Mal auswechseln könnte – ein Fortschritt. Dazu kommt eventuell noch Dean Melo, der an den Folgen einer Sprunggelenksverletzung laboriert, aber wieder ins Training eingestiegen war.

Viele Essinger staunten unter der Woche nicht schlecht, als da plötzlich Yamoussa Camara wieder auf dem Sportplatz erschien, ja sogar etwas mittrainieren konnte. Nach seiner schweren Verletzung, die er sich zu Beginn der Saison zugezogen hatte, rechnete in diesem Jahr niemand mehr mit ihm. Wenn es auch noch ein weiter Weg ist, das Essinger Trikot überzustreifen, so freute man sich im Schönbrunnenstadion, Camara wieder um sich zu haben.

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