RSV-Schülerinnen glänzen bei der DM

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Der Ebnater 4er mit Peggy Kienle, Lea Mühlberger, Katja Preston und Amelie Strobel überzeugt bei den Deutschen Meisterschaften und wird Fünfter.

Der Ebnater 4er mit Peggy Kienle, Lea Mühlberger, Katja Preston und Amelie Strobel überzeugt bei den Deutschen Meisterschaften und wird Fünfter.

Bergheim. Es war kein Schülerinnen-Ausflug in den Pfingstferien, obwohl es am Holiday Park und am Phantasia-Land vorbei ging - „Arbeit“ war angesagt, anstrengen bei der Deutschen Hallenradsportmeisterschaft der Schüler in Bergheim. Am Ende stand für das 4er-Kunstradsport-Team des RSV Ebnat ein hervorragender 5. Platz bei dieser DM.

Nach knapp sechs Stunden Fahrt war das Trainerteam mit Danielle Traub, Sabine Weber und Manfred Traub mit Peggy Kienle, Lea Mühlberger, Katja Preston und Amelie Strobel an der Sporthalle des Gymnasiums Bergheim angekommen.

Neue Eindrücke waren vom 4er Kunstradsport-Team zu verarbeiten. Dieses Ankommen in der Wettkampfstätte sind wichtige Momente der Vorbereitung, das Angewöhnen, das Kennenlernen der Fahrfläche mit verschieden farbenen und sich überlagernden Markierungen, das Wichtige aus diesem Wirr-warr aufsaugen und den Rest ignorieren lernen.

In der Trainingshalle war der Hallenboden abgedeckt, was andere Bedingungen beim Einfahren erwarten ließ. Diese Experimente wollte das Trainerteam nicht eingehen und disponierte spontan um. Die offiziellen Belegungszeiten ließen Luft für ein sofortiges Training. Also wurde das „Ankommen“ verkürzt, die Fahrt ins Quartier fiel aus und die Sportlerinnen gingen zu ihrem ersten Training auf die Wettkampffläche. Es war sofort zu erkennen, sie sind auf der Fläche orientiert und können ihre Kür konzentriert angehen.

Das offizielle Training fand dann schon als zweite Einheit statt und die dritte Einheit wurde in das Probewerten des Kampfgerichts integriert, so dass die Vorbereitung auf ihre erste Deutsche Meisterschaft für Amelie, Peggy, Katja und Lea ein sehr gutes Gefühl sicherte.

Anderntags Rückkehr in die Halle, wo die Atmosphäre beim Radball angeheizt war von lauter Unterstützung durch Trommeln, Tröten und lautem Anfeuern und Mitfiebern. Dieses besondere Flair einer Deutschen Meisterschaft gehört mit dazu und ist in die Abläufe zu integrieren, auch in dieser sich anders darstellenden Halle den eigenen Fokus behalten. 

Der Wechsel zum Kunstradsport stand an und die Halle wurde leiser. Jetzt war den vier Ebnater Mädels klar, dass sie im Mittelfeld der Disziplin 4er Kunstradsport Schülerinnen bei ihrer ersten Deutschen starten werden. Die letzte offizielle Trainingszeit eine halbe Stunde vor dem Start in der Trainingshalle wurde nur genutzt, um sich kurz an das Sportgerät zu gewöhnen, bloß nicht diesen anderen Bodenbelag in der Trainingshalle intensiv kennenlernen, nur zwei drei kurze Sequenzen fahren. Dann wurden die vier von den Trainern in eine ruhige Kabine geschickt, wo sie miteinander ihre Deutschen durcharbeiteten, wo jede mit jeder anderen die Übungsabläufe ansprach und besonders Wichtiges sagte. Und dann wieder rüber in die Wettkampfhalle, wo die ersten Konkurrenzmannschaften ihre Küren zeigten.

Die letzte Konzentrationsphase vor ihrem Aufruf mit der Startnummer 104. Das Kampfgericht gab die Fläche für den 4er des RSV Ebnat frei. Selbstsicher und wissend um ihr Können gingen sie auf die Fläche, positionierten sich und strahlten aus, dass sie eine supertolle Leistung bringen wollen. Die erste Übung wurde vorbereitet und mit dem Kommando Start begann die von ihnen speziell zusammen gestellte Musik und ihre Räder rollten im Steiger rückwärts los.

Präzise auf den Punkt

Die Umsetzung der letzten Trainer-Anweisungen zwischen Probewerten und Schlafen gehen gelangen präzise auf den Punkt. Die Übungen liefen und es war beeindruckend, wie die Mädels zusammen ihre Kür Übung um Übung zeigten. Da war nicht wirklich viel zu bemängeln für das Kampfgericht. Beim Umgreifen in den 2er Mühlen Steiger rückwärts gab es eine Abwertung und einen Zeitverlust, der in der Endabrechnung eine bessere Platzierung verhinderte.

So gingen die jungen Persönlichkeiten mit sich selbst zufrieden unter beeindruckendem Applaus von der Fläche. Sie überholten mit ihrer herausragenden Leistung sogar ein in der Schwierigkeit höher gesetztes Team und kamen auf einen tollen 5. Platz.

Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf, weshalb am Sonntagvormittag nochmals Halle angesagt war, als Zuschauer und in Vorbereitung aufs nächste Jahr, schauen was die Konkurrenz so macht, neugierig sein, vielleicht Ideen sammeln, die Appetit machen.

Auch das auf sich als Team stolz sein und gemeinsam Freuen ist richtig und um möglichen aufkeimenden Übermut, der in dem Satz „Wir sind jetzt die fünftbeste Mannschaft in Deutschland“ versteckt sein könnte, zu vermeiden, lautete die Erwiderung mit einem Augenzwinkern: „Und am Montag ist Training.“

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